Gewalt gegen Journalismus: ver.di verurteilt Angriffe der AfD scharf
Eine besorgniserregende Welle von Angriffen auf Medienschaffende erschüttert aktuell den deutschen Journalismus. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Angriffe der AfD auf Medienschaffende klar verurteilt. Dabei berichtet ver.di von einem Sitzungstermin der Partei, bei dem angeblich Pläne zur Ausweisung von Millionen von deutschen Staatsbürgern diskutiert wurden. Noch alarmierender ist, dass die AfD ihre Anhänger und Follower in den sozialen Medien dazu aufrief, Medienvertreter „in die Schranken zu weisen“.
Für ver.di stellt dieses Verhalten eine eklatante Missachtung des Journalismus als wesentlichen Bestandteil der Demokratie dar. Es zeige eine tiefgreifende Feindseligkeit gegenüber Journalistinnen und Journalisten, wenn diese unangenehme Wahrheiten ans Licht bringen. Die Gewerkschaft wertet den Aufruf als offene Aufforderung zur Gewalt, die in keiner Weise den akzeptablen Umgang einer politischen Partei mit missliebiger Medienberichterstattung darstelle.
Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wertvoll die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten ist und unterstreichen, warum Pressefreiheit einen besonderen Schutz benötigt. Zudem betont ver.di, dass bei Nachstellungen und Angriffen von Auftraggebern oder der Öffentlichkeit auch einzelne Medienschaffende geschützt werden müssen.
Warum der Schutz der Pressefreiheit uns alle betrifft
Ein gesunder demokratischer Diskurs lebt von Pressefreiheit und einem unabhängigen Journalismus. Doch wenn politische Bewegungen auf Populismus setzen und gezielt Desinformation streuen, gerät die Basis unserer Informationsgesellschaft ins Wanken. Ohne eine freie Presse verlieren Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, politische Entscheidungen nachzuvollziehen und Machtmissbrauch aufzudecken. Damit ist nicht nur die Arbeit einzelner Medienschaffender bedroht – Angriffe auf sie gefährden das gesamte demokratische System.
Die Reaktionen der Gesellschaft sind dabei entscheidend. Sie reichen von der Unterstützung unabhängiger Medien durch Abonnements und Spenden über die Stärkung von Mediensozialisation in Schulen und Bildungseinrichtungen bis hin zu klaren politischen Positionierungen gegen Angriffe sowie gesetzlichem Schutz für Journalistinnen und Journalisten.
Nur mit breiter gesellschaftlicher Unterstützung und einem festen Bekenntnis zur Pressefreiheit lässt sich der Einfluss von Populismus und Desinformation wirksam begrenzen und der demokratische Zusammenhalt nachhaltig sichern.
Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Medien-Info: ver.di verurteilt die Hetze der AfD gegen Medienschaffende
Original-Content übermittelt durch news aktuell.
