Gesundheitssystem am Limit – droht der Kollaps?

Mit Medikamentenmangel, Pflegenotstand und insolventen Krankenhäusern steht das deutsche Gesundheitswesen am Rand des Kollapses. Doch anstatt energisch gegen diese Misere vorzugehen, scheint Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mehr an seinem umstrittenen Transparenzgesetz interessiert zu sein. Frank Rudolph, Geschäftsführer des Bundesverbandes Verrechnungsstellen Gesundheit (BVVG), warnt vor dieser Kurzsichtigkeit und fordert dringend Maßnahmen zur Stabilisierung des Gesundheitswesens. Doch die Liste der Probleme ist endlos: Medikamentenmangel, Apotheken ohne Apotheker, Pflegenotstand und Fachärzte, die ihre Leistungen nicht bezahlt bekommen. Wie lange kann das deutsche Gesundheitswesen diesem Kollaps noch standhalten?

Bremen (VBR). Das deutsche Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Medikamentenmangel, Pflegenotstand und finanzielle Probleme in den Krankenhäusern sind nur einige der Missstände, mit denen es zu kämpfen hat. Frank Rudolph, Geschäftsführer des Bundesverbandes Verrechnungsstellen Gesundheit (BVVG) warnt davor, dass das Gesundheitswesen auf einen Kollaps zusteuert, während Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sich vor allem auf sein umstrittenes Transparenzgesetz konzentriert.

Der Medikamentenmangel in Deutschland ist noch dramatischer als offiziell bekannt. Laut Thomas Preis, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, sind tausende Medikamente nicht verfügbar, obwohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bisher nur rund 500 Lieferengpässe gemeldet hat. Die Probleme in den Apotheken werden noch durch Lauterbachs geplante Apothekenreform verschärft, die unter anderem den Weg für Medikamentenausgabe ohne persönliche Beratung frei machen würde.

Auch der Pflegenotstand ist besorgniserregend. Zahlreiche ältere Menschen fürchten, im Alter in Altersarmut zu geraten, wenn sie in ein Pflegeheim müssen. Die Ampelkoalition hatte zwar vor zwei Jahren versprochen, gegen steigende Pflegekosten anzugehen, aber bisher ist wenig passiert. Im Dezember 2023 mussten fast 800 Pflegeeinrichtungen Insolvenz anmelden oder schließen.

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Auch die niedergelassenen Fachärzte sind frustriert. Obwohl Lauterbach den Hausärzten eine Aufhebung der Deckelung ihrer Vergütung versprochen hat, werden die Fachärzte weiterhin beschränkt. Das Budgetierungssystem, bei dem die Ärzte nur einen Teil ihrer erbrachten Leistung bezahlt bekommen, sorgt für Unzufriedenheit und bringt viele niedergelassene Fachärzte in finanzielle Schwierigkeiten.

Die Krankenhausgesellschaft warnt, dass viele Krankenhäuser an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Die Insolvenzwelle in der Branche ist besorgniserregend und die geplante Struktur- und Finanzierungsreform der Krankenhäuser stockt, weil Lauterbach den Forderungen der Länder nicht nachkommen will. Dadurch besteht die Gefahr einer “kalten Strukturbereinigung”, bei der Kliniken schließen müssen, obwohl sie dringend benötigt werden.

Trotz all dieser Probleme scheint Lauterbach vor allem an seinem Transparenzgesetz festzuhalten, das von vielen als überflüssig angesehen wird. Die Auseinandersetzungen um das Gesetz führen zu Verzögerungen bei anderen wichtigen Gesundheitsreformen.

Insgesamt steht das deutsche Gesundheitswesen vor großen Herausforderungen. Die Probleme in den Apotheken, der Pflege, bei den niedergelassenen Fachärzten und den Krankenhäusern sind allesamt dringend zu lösen. Lauterbach wird von verschiedenen Seiten kritisiert, weil er den Fokus eher auf sein Transparenzgesetz legt anstatt sich den akuten Problemen zu widmen. Das Gesundheitswesen steht vor einem möglichen Kollaps und es bleibt fraglich, wie lange die Schäden wieder gutgemacht werden können.

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