Gericht entscheidet über Gasfeld-Erschließung: Baustopp auf dem Prüfstand

Großes Sorgenfalten bei Umweltverbänden und Initiativen vor der deutschen Nordsee: Der niederländische Öl- und Gaskonzern ONE-Dyas hat vor, ein Gasfeld direkt vor Borkum zu erschließen - in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und mehrerer Natura-2000-Gebiete. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und andere Umweltorganisationen warnen vor schweren Schäden für die Nordsee und die angrenzenden Meeresschutzgebiete. Zusätzlich widersprechen die geplanten Gasbohrungen den Klimazielen und dem Klimaschutzgesetz. Als Antwort darauf hat die DUH in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite Klage eingereicht und einen Baustopp erwirkt. Jetzt steht die Entscheidung des Gerichts in Den Haag bevor, ob der Baustopp fortgesetzt wird. Stickstoffemissionen und fehlende Genehmigungen stehen dabei im Fokus. Die öffentliche Verhandlung findet am 25. Januar statt. Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH, wird vor Ort sein und für Interviews zur Verfügung stehen.

Bremen (VBR). Gasbohrungen vor Borkum im niederländisch-deutschen Nordseeraum stehen vor gerichtlicher Entscheidung

Berlin (ots) – Der niederländische Öl- und Gaskonzern ONE-Dyas plant, ein Gasfeld vor Borkum zu erschließen, das sowohl in der deutschen als auch in der niederländischen Nordsee liegt. Dabei sorgen sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sowie weitere Umweltverbände und Initiativen um die Folgen für das Wattenmeer, das UNESCO-Weltnaturerbe, sowie für angrenzende Meeresschutzgebiete. Die Gasbohrungen stehen außerdem im Widerspruch zu den Klimazielen und dem Klimaschutzgesetz. Angesichts dieser Bedenken reichte die DUH gemeinsam mit anderen Organisationen im Juli 2022 auf niederländischer Seite Klage ein, was seit April 2023 zu einem Baustopp führte. Für die deutsche Seite erhob die DUH während des laufenden Genehmigungsverfahrens ebenfalls Einwendungen und beantragte die Ablehnung der Genehmigung.

Das Gericht in Den Haag wird am 25. Januar über die Fortführung des Baustopps entscheiden. Während bei den vorhergehenden Verhandlungen im September vor allem die Bedrohung eines schützenswerten Riffs im Mittelpunkt stand, werden nun die drohenden Stickstoffemissionen und die fehlenden Genehmigungen für die geplanten Gasbohrungen thematisiert. Diese Aspekte führten bisher zur Aufrechterhaltung des Baustopps. Die Verhandlung findet öffentlich statt, eine Entscheidung wird jedoch nicht am selben Tag erwartet.

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Die DUH-Leiterin für Energie und Klimaschutz, Constantin Zerger, steht ab 11.30 Uhr vor Ort für Interviews zur Verfügung. Für Vorab-Interviews und weitere Fragen können Sie sich an presse@duh.de wenden. Folgender Zeitplan ist geplant: Pressegespräche ab 11.30 Uhr, gefolgt von einer Aktion von Extinction Rebellion Niederlande mit Unterstützung und einer Rede der DUH um 12.00 Uhr. Die Gerichtsverhandlung findet von 13.00 bis 15.00 Uhr statt. Ort des Geschehens ist die Rechtbank Den Haag, Prins Clauslaan 60, 2595 AJ Den Haag in den Niederlanden.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz, sowie Clara Winkler, Referentin Energie und Klimaschutz, werden vor Ort sein.

Pressekontakt:
DUH-Newsroom:
Telefon: 030 2400867-20
E-Mail: presse@duh.de
Website: www.duh.de, www.x.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell


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++ Terminhinweis ++ Nach erfolgreichem Baustopp und vor endgültigem Urteil: …

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