Bremen (VBR). Mobilitätsverband verteidigt Dienstwagenprivileg gegen Kritik von Umweltorganisationen
Mannheim (ots) – In einer Pressemitteilung hat der Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V. (BBM) auf die Forderungen von Umweltorganisationen nach der Abschaffung des sogenannten „Dienstwagenprivilegs“ reagiert. Der Verband kritisiert dabei sowohl die faktischen Fehler in den Argumenten der Umweltakteure als auch die emotionalisierte und polemische Diskussion rund um das Thema.
In der aktuellen Debatte um die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen und die Förderung nachhaltiger Mobilität spielen auch Dienstwagen eine Rolle. Umweltorganisationen wie „Agora Verkehrswende“ und die „Deutsche Umwelthilfe“ fordern eine Änderung der gesetzlichen Regelungen und versuchen politischen Druck auszuüben. Der BBM sieht jedoch viele falsche Annahmen und ungenaue Aussagen in diesen Forderungen und will das Thema sachlich und fachlich beleuchten.
Die Diskussion um das sogenannte „Dienstwagenprivileg“ werde laut BBM oft polemisch geführt und benötigt daher eine genaue Differenzierung. Der BBM weist darauf hin, dass es keine belastbaren Zahlen oder Studien gibt, die belegen, dass nur die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung von diesem Privileg profitieren. Zudem handele es sich beim Dienstwagen um einen Gehaltsbestandteil vieler Berufstätiger und nicht um ein Privileg für Reiche.
Die Deutsche Umwelthilfe vermische in ihrer Argumentation mehrere Themenfelder und präsentiere dabei teilweise falsche Fakten. Der BBM betont, dass eine Abschaffung des Dienstwagenprivilegs zu negativen Auswirkungen führen würde. Neben dem erhöhten Verkehrsaufkommen aufgrund zusätzlicher Privatfahrzeuge und dem Austausch moderner, emissionsarmer Fahrzeuge gegen ältere Modelle mit höherem CO2-Ausstoß, kämen auf Unternehmen höhere Kosten zu, die an Kunden weitergegeben werden müssten. Zudem würden hohe Einkommenssteuerausfälle und Einbußen in den Sozialkassen drohen.
Der BBM betont zudem, dass Unternehmen bereits einen großen Beitrag zur Elektrifizierung der Mobilität leisten und ihren Fuhrpark nachhaltig gestalten. Eine Veränderung der Versteuerung des geldwerten Vorteils würde die Autoindustrie und den Autohandel zusätzlich belasten, die sich bereits in einer Transformationsphase hin zur Elektromobilität befinden.
Der Verband plädiert dafür, Unternehmen bei der Transformation hin zu nachhaltiger Mobilität zu unterstützen, anstatt eine Neiddebatte zu führen. Bereits heute zeigen Umfragen, dass sich über 20 Prozent der Dienstwagennutzer ein Elektroauto als nächstes Fahrzeug vorstellen könnten. Es sei daher sinnvoller, Unternehmen in ihren Bemühungen zu stärken und notwendige Investitionen zu fördern.
Mit der Pressemitteilung will der BBM auf die positiven Aspekte des Dienstwagenprivilegs hinweisen und einen sachlichen Beitrag zur Diskussion leisten. Der Verband betont, dass betriebliche Mobilität auch im Einklang mit Umweltzielen gestaltet werden kann und fordert eine differenzierte Betrachtung und eine lösungsorientierte Diskussion.
Pressekontakt:
Axel Schäfer, Geschäftsführer
Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V.
Am Oberen Luisenpark 22
68165 Mannheim
presse@mobilitaetsverband.de
www.mobilitaetsverband.de
Original-Content von: Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V., übermittelt durch news aktuell
Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Das sogenannte „Dienstwagenprivileg“ gibt es nicht!
Original-Content übermittelt durch news aktuell.
Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.