Desaströse Folgen: Holzindustrie warnt vor europäischer Verpackungsverordnung

Holzindustrie warnt vor desaströsen Folgen durch europäische Verpackungsverordnung. Die europäische Verpackungsverordnung PPWR könnte das Aus für etablierte Ladungsträger aus Holz bedeuten. Die Holzverpackungsindustrie warnt vor existenziellen Risiken für die Branche und fordert Korrekturen am Gesetzestext. Die neue Verordnung gefährdet nicht nur die Holzindustrie, sondern auch Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Holz, als kohlenstoffspeichernder Klimaschützer, würde faktisch aus dem Verpackungsbereich ausgeschlossen werden. Die Wirtschaft und Versorgung der Bevölkerung wären von den Folgen betroffen. Die Verhandlungen zur Verpackungsverordnung haben heute begonnen und die Holzindustrie hofft auf Änderungen, um ihr fortbestehen zu sichern.

Bremen (VBR). Europäische Verpackungsverordnung bedroht Holzwerkstoffindustrie

Berlin, 5. Februar 2024 – Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) warnt vor den schwerwiegenden Auswirkungen der europäischen Verpackungsverordnung auf die Wirtschaft, den Klimaschutz und die Kreislaufwirtschaft. Die Vorgaben der Verordnung könnten dazu führen, dass etablierte Ladungsträger aus Holz, wie beispielsweise Paletten, nicht mehr genutzt werden dürfen. Dadurch wäre nicht nur die Holzverpackungsindustrie bedroht, sondern auch die Zuliefererindustrien, wie die Säge- und Holzwerkstoffindustrie, die bereits unter einer Krise leiden.

Die europäische Packaging & Packaging Waste Regulation (PPWR) legt in Bezug auf Holzverpackungen Vorgaben fest, die technisch in der industrieellen Anwendung nicht umsetzbar sind. Besonders im Industriebereich sind die Mindestanforderungen an Leerräume, den Einsatz von Recyclingmaterial und das sogenannte Closed Loop Recycling für Holzverpackungen nicht realisierbar.

Die Holzverpackungsindustrie und ihre Zulieferer fordern daher, Holzverpackungen aus dem Geltungsbereich der Verordnung auszuschließen, um unangemessene Auswirkungen auf etablierte Holzverpackungen wie Paletten und ihre Lieferketten zu verhindern.

Die europäische Verpackungsverordnung, die Teil des “Green Deals” der Europäischen Kommission ist, hat das Ziel, Verpackungsabfälle bis 2040 schrittweise zu reduzieren. Der Entwurf der Verordnung konzentriert sich jedoch hauptsächlich auf Kunststoffverpackungen und den privaten Endverbrauchermarkt. Der Verband kritisiert den “one-size-fits-all”-Ansatz des Gesetzesvorhabens und betont, dass Holzverpackungen und -paletten einen einzigartigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten, der nicht vernachlässigt werden sollte.

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Holzverpackungen können zwar nicht zu einer neuen Palette recycelt werden, aber sie können zu anderen wertvollen Produkten wie Spanplatten wiederverwertet werden. Dieses Recyclingkonzept entspricht bereits der Europäischen Abfallrahmenrichtlinie und ist praktikabel. Dennoch werden diese Faktoren im aktuellen Verordnungsentwurf nicht berücksichtigt.

Die geplanten Vorgaben der Verordnung könnten dazu führen, dass Holzverpackungen durch andere Materialien ersetzt werden, die einen weniger positiven Fußabdruck haben. Dies wäre kontraproduktiv für die Holzwirtschaft, den Klimaschutz und die Transformation.

Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) warnt vor den weitreichenden Folgen der europäischen Verpackungsverordnung für die betroffenen Branchen. Die Holzverpackungsindustrie und ihre Produkte spielen eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung, der Funktion der Wirtschaft und der Logistikketten sowie der kritischen Infrastrukturen.

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) unterstützt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie und setzt sich für eine nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz ein. Die Holzwerkstoffindustrie, vertreten durch den Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI), betont die Verantwortung für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung von Holzwerkstoffen.

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Die Branche sieht sich bereits mit einem starken Konjunktureinbruch konfrontiert und befürchtet durch die europäische Verpackungsverordnung einen weiteren Absatzmarkteinbruch. Trotz der Recyclingfähigkeit der Produkte könnten Holzverpackungen durch andere Materialien ersetzt werden.

Die Holzwerkstoffindustrie, als Marktführer in Europa, erwirtschaftete im Jahr 2022 einen Umsatz von über 6 Milliarden Euro.

Lesen Sie mehr über den Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) unter www.vhi.de, über den Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) unter www.desh.de und über den Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. (HPE) unter www.hpe.de.

Kontakt:
Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI)
Schumannstr. 9 | 10117 Berlin
Telefon: (030) 28 09 12 50
Telefax: (030) 28 09 12 56
E-Mail: info@vhi.de
Vereinsregister: Amtsgericht Charlottenburg VR36496B


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