Gentechnik-Tomaten in Supermärkten / Verzehr der Gentechnik-Früchte soll entspannende Wirkung haben

In Japan sind die ersten Tomaten aus Neuer Gentechnik (NGT) aufgetaucht, sogenannte "GABA-Tomaten". Sie sollen angeblich beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften haben. Experten zweifeln jedoch an diesen Effekten, und ihre Einnahme wird für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder nicht empfohlen. Und das ist nicht alles - diese Tomaten könnten bald auch in Europa ohne ausführliche Risikoprüfung und Kennzeichnung verkauft werden. Ein Vorschlag im EU-Parlament behandelt NGT-Pflanzen als gleichwertig mit konventionell gezüchteten Tomaten, obwohl sie deutliche Veränderungen in ihren Inhaltsstoffen aufweisen, insbesondere einen bis zu 20-mal höheren Gehalt an Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Experten warnen davor, dass die Sicherheit von Mensch und Umwelt auf dem Spiel steht, wenn die Industrie sich durchsetzt. Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf dieses kontroverse Thema werfen.

Bremen (VBR). In Japan sind die ersten Gentechnik-Tomaten, sogenannte ‘GABA-Tomaten’, im Handel erhältlich. Diese Tomaten sollen laut Angaben auf der Verpackung entspannend wirken und beim Einschlafen helfen. Experten sind jedoch skeptisch und bezweifeln, dass der Verzehr dieser Tomaten tatsächlich solche Effekte hat. Darüber hinaus wird laut dem japanischen Functional-Food-Register Schwangeren, stillenden Müttern und Kleinkindern vom Verzehr der Tomaten abgeraten. Es besteht die Möglichkeit, dass diese NGT-Tomaten bald auch in Europa verkauft werden, ohne dass sie einer umfassenden Risikoprüfung und Kennzeichnung unterzogen werden.

Ein Vorschlag der Berichterstatterin des EU-Parlaments, Jessica Polfjärd (EPP), der am Mittwoch in Straßburg zur Abstimmung steht, behandelt diese NGT-Pflanzen als gleichwertig mit konventionell gezüchteten Tomaten. Tatsächlich unterscheiden sich die NGT-Tomaten jedoch deutlich in ihren Inhaltsstoffen. Insbesondere der Gehalt an Gamma-Aminobuttersäure (GABA) soll um das vier- bis sechsfache höher sein als bei konventionell gezüchteten Tomaten und in einigen Früchten sogar um das 20-fache.

Französische Behörden und Experten des österreichischen Umweltbundesamtes weisen darauf hin, dass nur wenige genetische Veränderungen nötig waren, um diesen drastischen Effekt bei den NGT-Tomaten zu erzielen. Es wird jedoch als sehr unwahrscheinlich angesehen, dass diese Tomaten mit konventioneller Züchtung produziert werden könnten.

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Es gibt viele Beispiele für NGT-Pflanzen, die sich deutlich von herkömmlich gezüchteten Sorten unterscheiden, wie zum Beispiel Pappeln, Leindotter, Reis, Weizen und Tomaten. Wenn sich die Industrie auf der Grundlage des Vorschlags von Berichterstatterin Polfjärd durchsetzen würde, würden die Risiken nur noch in sehr wenigen Einzelfällen überprüft, und die NGT-Pflanzen müssten nicht mehr wie bisher auf die beabsichtigten und unbeabsichtigten Auswirkungen der gentechnischen Verfahren untersucht werden. Dadurch würde die Sicherheit von Mensch und Umwelt zu einem Spiel des Zufalls werden.

Quelle: Verein Testbiotech, übermittelt durch news aktuell


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