Fortsetzung der Schwäche: Orderentwicklung im Wohnungsbau bleibt auch im neuen Jahr schwach

Vereins- und Verbandsnachrichten vom 24.03.2023
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Der Wohnungsbau in Deutschland erlebt einen Rückgang, wie aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Die Order gingen im Januar um nominal 22 % und real um 33 % zurück, während die Baugenehmigungen im gleichen Monat fast 30 % weniger betragen haben. Die befürchtete Unterauslastung der Baubetriebe macht sich nun bemerkbar und erste Unternehmen reagieren mit Kurzarbeit. Der ZDB ruft dazu auf, schnell gegenzusteuern und neue Wohnungen zu bauen, da sonst qualifizierte Fachkräfte verloren gehen könnten. Auch die geplanten Verschärfungen des Gebäudeenergiegesetzes erschweren Investitionen in den Bau. Der Baugewerbeverband empfiehlt ein kombiniertes Klima- und Wohneigentumsprogramm, um den Engpässen bei der Nachweisführung und der hohen Zinsstützung gegenzuwirken.


Pressemeldung:

Baugewerbe verzeichnet Order-Rückgang: Neue Wohnungen müssen her!

Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes stimmen das Baugewerbe alles andere als positiv. Demnach wurden im Januar Order im Wohnungsbau um 22 Prozent nominal und um 33 Prozent real zurückgegangen. Bereits zuvor hatte sich ein Rückgang bei den Baugenehmigungen um fast 30 Prozent abgezeichnet.

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, warnt, dass mit der zügigen Abarbeitung der Auftragsbestände Anschlussaufträge für die Betriebe fehlen werden. Die befürchtete Unterauslastung der Baubetriebe nehme Gestalt an. Ein zunehmender Bedarf an Kurzarbeit gebe den Unternehmen recht. Angesichts des Mangels an Wohnraum und qualifizierten Fachkräften sei dies ein falscher Trend, so Pakleppa.

Die geplanten Verschärfungen des Gebäudeenergiegesetzes, welches am Mittwoch ins Kabinett geht, erhöhen die Baukosten weiter und verhindern Investitionen. Private Haushalte bauen immer weniger, was dringend gegengesteuert werden müsse. Pakleppa bemerkt, dass das seit März laufende Förderprogramm zum klimafreundlichen Neubau im Grunde genommen mit der hohen Zinsstützung den richtigen Weg gezeigt, aber die um die Lebenszyklusanalyse erweiterte Nachweisführung zur Einhaltung des EH-40 Standards in der Praxis scheitere. Pakleppa fordert daher klare und einfache Bedingungen oder alternativ eine temporäre Abkopplung der Förderung vom EH 40 Standard.

Im geplanten Wohneigentumsprogramm im Juni sollten diese Engpässe bei der Nachweisführung nun berücksichtigt werden. Das Programm sollte außerdem nicht nur für Familien nutzbar sein, sondern auch für seniorengerechtes Wohnen. Viele Senioren stornieren ihre Bauaufträge, da eine Finanzierung mit den hohen Zinsen nicht mehr bezahlbar sei. Wenn sie aus ihren unsanierten Häusern in kleinere, barrierefreie Wohnungen ziehen könnten, würde dies Wohnraum für junge Familien frei machen, was günstiger als ein Neubau und weniger Baufläche erfordere. Das Klima- und das Wohneigentumsprogramm sollten zudem kombinierbar sein.

Laut dem Statistischen Bundesamt ist der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe im Januar 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent zurückgegangen. Weitere Maßnahmen seitens der Politik sind daher dringend notwendig. Der ZDB fordert hier eine schnelle Umsetzung.

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