Die deutschen Baumschulen in der Krise: Dringender Appell für Agrardieselrückerstattung
Die deutschen Baumschulen sind ein unverzichtbarer Bestandteil für eine lebenswerte und grüne Infrastruktur in Deutschland. Durch ihre hochwertige und nachhaltige Pflanzenproduktion tragen sie entscheidend dazu bei, dass Gärten, Straßen, freie Naturflächen und Wälder über vielfältige Gehölze verfügen*. Trotz dieser Bedeutung stehen die Baumschulen unter erheblichem Druck, der durch internationalen Wettbewerb und die starke Förderung von Unternehmen anderer Länder entsteht*. Die Schwierigkeit verschärft sich durch massiv gestiegene Produktionskosten in den letzten Jahren, verursacht unter anderem durch die Abschaffung der steuerlichen Pauschalierung, die Inflation, steigende Mautkosten sowie die CO2-Bepreisung*. Diese Belastungen schmälern erheblich die Wettbewerbsfähigkeit der Branche*.
Hinzu kommen eine wachsende Bürokratie und immer strengere Dokumentationspflichten, die den Arbeitsalltag der Baumschulbetreiber zusätzlich erschweren*. Erschwerend wirkt sich auch die politisch gewollte Einschränkung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus, was dazu führt, dass vermehrt landwirtschaftliche Geräte zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden müssen. Diese Entwicklung treibt die Kosten für die Pflanzenproduktion weiter in die Höhe*. Gerade vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie belastend die aktuellen steuerlichen Maßnahmen der Bundesregierung sind, die laut der Baumschulen „nun endgültig zur Überlastung“ führen*.
Vor diesem Hintergrund fordern die Baumschulen vehement die Beibehaltung der Agrardieselrückerstattung. Die Regierungskoalition wird eindringlich aufgefordert, die Pläne der Bundesregierung zu stoppen, um zu gewährleisten, dass auch künftig Straßenbäume, Blühsträucher, Ziergehölze und Forstpflanzen aus Deutschland stammen. Neben dem Erhalt der Dieselrückerstattung verlangen die Baumschulen außerdem eine nachhaltige Reduzierung der Bürokratisierung in Landwirtschaft und Gartenbau. Dabei ist der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. als berufsständische Vereinigung mit rund 900 angeschlossenen Betrieben ein starker Fürsprecher für diese Anliegen*. Der BdB hat die zentrale Aufgabe, die Baumschulwirtschaft zu stärken und deren Wettbewerbsfähigkeit zu sichern*.
Aktuell bewirtschaftet die deutsche Baumschulbranche eine Fläche von 20.000 Hektar und erzielt einen jährlichen Produktionswert von 1 Milliarde Euro*. Vor dem Hintergrund steigender Kosten und wachsender Anforderungen wird klar, dass die Politik dringend handeln muss. Statt zusätzlicher Belastungen sind konkrete Unterstützungsmaßnahmen erforderlich, um die Zukunft der Baumschulen und damit auch die grüne Infrastruktur Deutschlands zu sichern.
Knappe Dieselhilfen – Welche Bedeutung hat die Agrardieselrückerstattung für die grüne Infrastruktur?
Die Debatte um die Agrardieselrückerstattung trifft die Baumschulbranche in ein entscheidendes Moment. Für die Wirtschaft dieser Betriebe geht es nicht nur um finanzielle Entlastung, sondern um ihre Fähigkeit, eine wachsende Bedeutung für städtische Klimaanpassung und Biodiversität wahrzunehmen. Baumschulen produzieren nicht einfach nur Pflanzen – sie sind zentrale Akteure beim Erhalt und Ausbau grüner Infrastruktur, die in Zeiten zunehmender Hitze und Extremwetterereignisse lebenswichtig wird. Ohne effektive Fördermaßnahmen droht ihnen eine Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit, gerade im Vergleich zu internationalen Konkurrenten, die oft von großzügigen staatlichen Unterstützungen profitieren.
Was bedeuten Dieselhilfen für die Baumschulbranche?
Die Agrardieselrückerstattung ermöglicht Baumschulen, die hohen Kosten für Treibstoff, der beispielsweise beim Transport und der Bodenbearbeitung anfällt, zu reduzieren. Das stärkt nicht nur die wirtschaftliche Basis der Unternehmen, sondern sichert auch die nachhaltige Produktion gesunder Pflanzen für städtische Grünflächen. Diese Pflanzen sind essenziell, um städtische Hitzeinseln abzumildern und Lebensräume für vielfältige Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Ohne diese finanzielle Unterstützung könnten viele Baumschulen gezwungen sein, Produktion und Investitionen zurückzufahren, was langfristig negative Folgen für die ökologische Stadtentwicklung hätte.
Die Folgen für Städte, Umwelt und Verbraucher
Das Wegfallen der Dieselrückerstattung würde nicht nur die Baumschulbranche treffen, sondern weitreichende Auswirkungen haben:
- Städte stünden vor größeren Herausforderungen bei der Klimaanpassung, da der Zugang zu regional produzierten und gesunden Pflanzen teurer und schwieriger würde.
- Die Artenvielfalt in urbanen Räumen könnte abnehmen, weil weniger Flächen begrünt und gepflegt werden.
- Verbraucher könnten in Form höherer Preise für Pflanzen und geringerer Verfügbarkeit betroffen sein.
- Umwelt und Gesellschaft drohten Rückschläge in der nachhaltigen Entwicklung ihrer Grünstrukturen.
International zeigen zahlreiche Länder, wie gezielte Förderprogramme die heimische grüne Branchen stärken, um Klimaziele und Biodiversität zu unterstützen. Hier ein Überblick:
- In zahlreichen europäischen Nachbarländern genießen Baumschulen und Landwirtschaft umfassendere Förderungen für Diesel und nachhaltige Produktion.
- Andere Staaten setzen auf zusätzliche Anreizsysteme für umweltfreundliche Anbaumethoden, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
- Dies führt dazu, dass deutsche Anbieter im internationalen Vergleich ohne vergleichbare Hilfen erheblich benachteiligt sind.
Die politische Diskussion um die Agrardieselrückerstattung bleibt deshalb relevant und muss die ökologischen sowie wirtschaftlichen Dimensionen gleichermaßen berücksichtigen. Denkbar sind politische Szenarien, in denen Förderungen angepasst und auf Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet werden, um Baum- und Pflanzenproduktion sowie grüne Infrastruktur in Deutschland zukunftsfähig zu erhalten.
Original-Content von: Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., übermittelt durch news aktuell
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Resolution der deutschen Baumschulen zur Agrardieselrückerstattung – verabschiedet …
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