BNW fordert ökologische Agrarwende: Nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz als Zukunftsstrategie für Deutschland

Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik: Subventionen sollen künftig an Arbeitsplätze, Klimaschutz und Tierwohl gebunden und klimaschädliche Förderungen gestrichen werden. Zudem verlangt der Verband eine Mehrwertsteuerreform, eine Pestizidabgabe, höhere Mittel für 30 % Ökolandbau und lehnt die EU-Pläne zur Gentechnik-Deregulierung ab. Am 20. Januar 2024 ruft der BNW zur „Wir haben es satt!“-Demonstration für eine nachhaltige Agrarwende auf.
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BNW fordert konsequenten Wandel für nachhaltige Landwirtschaft

Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) macht klar, dass die aktuelle Agrarpolitik dringend neu ausgerichtet werden muss, um den ökologischen und sozialen Herausforderungen gerecht zu werden. „Die Agrarindustrialisierung mit immer größeren Maschinen, Massentierhaltung und Pestiziden verursacht immense Schäden für Klima und Umwelt.“ Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland. Deshalb setzt sich der BNW für zukunftssichernde Rahmenbedingungen ein, die eine echte Perspektive für Landwirtinnen und Landwirte schaffen und zugleich zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen.

Die bisherigen Förderungen aus Brüssel hält der Verband für problematisch, da sie ein System mit gravierenden Schäden manifestieren. Stattdessen fordert der BNW eine nachhaltige Ausrichtung der Förder- und Subventionspolitik, die an Schaffung von Arbeitsplätzen und einen Mehrwert für Mensch und Natur gekoppelt ist. „Es darf nicht mehr nur um Wachstum gehen, sondern es braucht einen ökologischen Wandel.“ Dazu gehören verbesserte Marktbedingungen für nachhaltig produzierte Lebensmittel, eine Reform der Mehrwertsteuer, der Abbau klimaschädlicher Subventionen sowie gezielte Unterstützung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.

Darüber hinaus plädiert der BNW für lenkungssteuernde Instrumente wie eine Pestizidabgabe, eine Erhöhung der Fördermittel, um das Ziel von 30% Ökolandbau zu erreichen, sowie die Einführung einer Tierwohlabgabe. Entschieden stellt sich der Verband gegen die EU-Pläne zur Deregulierung der Gentechnik. Julius Palm, Vorstandsmitglied des BNW, fasst zusammen: „Die Landwirtschaft hat den größten Einfluss auf die planetaren Grenzen und ist Treiber, Opfer und Lösung zugleich. Nur ein Wandel zu regenerativer Landwirtschaft schützt die planetaren Grenzen und sorgt für eine sichere Versorgung.“ Nach Ansicht von Palm ist die Landwirtschaft eine öffentliche Leistung, bei der die Politik den Wandel aktiv mitgestalten müsse.

Vor diesem Hintergrund unterstützt der BNW die 'Wir haben es satt'-Demonstration, die am 20.01.2024 zum 13. Mal stattfindet. Die Demonstration richtet sich unabhängig von aktuellen Bauernprotesten an alle, die sich für eine nachhaltige Agrarwende starkmachen. Mit mehr als 660 Mitgliedsunternehmen, die über 200.000 Arbeitsplätze repräsentieren, ist der BNW die politische Stimme der nachhaltigen Wirtschaft und ein entscheidender Akteur in der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft.

Klimawandel, Ernährung und politische Weichenstellungen: Was jetzt auf dem Spiel steht

Der agrarische Wandel befindet sich an einem kritischen Punkt. Klimaschutz, gesellschaftliche Erwartungen und internationale Verpflichtungen drängen die Landwirtschaft in eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Die derzeitigen politischen Diskussionen spiegeln den wachsenden Druck wider, den die Landwirtschaft nicht nur als Produzent von Nahrungsmitteln, sondern auch als wichtiger Akteur für den Schutz von Umwelt und Biodiversität trägt. Dabei spielen Subventionspolitik und Agrarpolitik eine zentrale Rolle, um die Weichen für eine nachhaltigere und resilientere Lebensmittelproduktion zu stellen – zum Wohle der Bevölkerung und des Planeten.

Wohin steuert die deutsche Agrarpolitik?

Die deutsche Agrarpolitik steht vor der Herausforderung, klimafreundliche Landwirtschaftspraktiken zu fördern, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden. Dabei gilt es, die Balance zwischen ökologischen Zielen und der ökonomischen Lebensfähigkeit der Betriebe zu finden. Die gesellschaftlichen Erwartungen an transparentere und nachhaltigere Produktionsweisen wachsen stetig. Zugleich bestimmen internationale Vereinbarungen und europäische Rahmenbedingungen die Richtung künftiger Förderprogramme und Regulierungen.

Chancen und Risiken einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion

Eine nachhaltige Agrarwirtschaft bietet Chancen, etwa den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, die Förderung von Biodiversität und die Verringerung von Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig stehen die Landwirtschaft, aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher vor Herausforderungen, die sich aus veränderten Produktionsbedingungen und möglichen Preisentwicklungen ergeben können. Der Wandel erfordert Anpassungsfähigkeit und neue Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ein Abgleich mit politischen Debatten in anderen europäischen Ländern zeigt ähnliche Trends und unterschiedliche Ansätze:

  • Förderschwerpunkte verschieben sich zugunsten klimafreundlicher und biodiversitätsfördernder Maßnahmen
  • Arbeiten an der Reduzierung von Emissionen aus der Tierhaltung und Intensivierung
  • Integration von ökologischen Standards in allgemeine Agrarförderungen

Auf künftige politische Entscheidungen richten sich hohe Erwartungen, um Antworten auf komplexe gesellschaftliche Anforderungen zu geben. Der Druck wächst, eine nachhaltige Balance zwischen Umwelt, Wirtschaft und Ernährungssicherheit zu finden. Dabei bleibt es eine zentrale Herausforderung, diesen Wandel sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.


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