Vermieter von Northvolt-Ansiedlung: Bau bezahlbarer Wohnungen nicht vergessen

Batteriefabrik in Dithmarschen: Verband fordert mehr Unterstützung für Wohnraum Hamburg, 23.01.2024 - Die geplante Ansiedlung einer Batteriefabrik in Dithmarschen sorgt für große Vorfreude, doch der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen warnt vor den wohnungswirtschaftlichen Folgen. VNW-Direktor Andreas Breitner fordert eine zusätzliche Wohnraumförderung von Land und Bund, um den Bedarf von bis zu 1500 Wohnungen decken zu können. Zudem soll der aktuell geltende Landesentwicklungsplan für fünf Jahre ausgesetzt werden, um den Kommunen mehr Spielraum beim Wohnungsbau zu ermöglichen. Ohne diese Maßnahmen droht nach dem Jubel über die Industrieansiedlung der große Kater.

Bremen (VBR). Die Region Dithmarschen in Schleswig-Holstein steht vor einer großen Herausforderung: Das schwedische Unternehmen Northvolt plant, eine Batteriefabrik auf dem Gebiet von Lohe-Rickelshof und Norderwöhrden zu errichten. Diese Industrieansiedlung, die als eine der größten der letzten 50 Jahre gilt, wird nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch erhebliche wohnungswirtschaftliche Folgen mit sich bringen.

Andreas Breitner, der Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), hat darauf hingewiesen, dass die Landes- und Bundesregierung die Region Dithmarschen nicht allein lassen dürfen. Bisher scheinen sich Kiel und Berlin wenig Gedanken darüber zu machen, wie ausreichend Wohnraum in der Region geschaffen werden kann. Breitner befürchtet, dass nach dem anfänglichen Jubel über die Ansiedlung von Northvolt ein ernstes Wohnungsproblem entstehen könnte.

Er betont, dass es nicht ausreicht, eine Fabrik innerhalb von ein bis zwei Jahren zu errichten, während der Wohnungsbau andere Anforderungen stellt. Breitner weist darauf hin, dass viele Menschen, die in der Batteriefabrik arbeiten werden, auch ein Zuhause benötigen. Ohne zusätzliche Wohnraumförderung durch das Land und die Bundesregierung wird der Bedarf von bis zu 1500 Wohnungen nicht gedeckt werden können.

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Der VNW-Direktor fordert daher eine Sonderförderung für den Wohnungsbau in der Region Dithmarschen. Zusätzliche finanzielle Mittel sind notwendig, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den Gemeinden den Kauf von Baugrundstücken zu ermöglichen. Darüber hinaus plädiert Breitner dafür, den derzeit geltenden Landesentwicklungsplan für Dithmarschen für einen Zeitraum von fünf Jahren auszusetzen. Dies würde den Kommunen, die bereit sind zu wachsen, die Möglichkeit geben, dem Bedarf gerecht zu werden, ohne von dem Landesentwicklungsplan begrenzt zu werden.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt insgesamt 435 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In den von ihnen verwalteten 742.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Dieser Verband setzt sich für bezahlbaren Wohnraum ein und betrachtet sich selbst als den “Verband der Vermieter mit Werten”.

Die Ansiedlung von Northvolt in der Region Dithmarschen hat erhebliche Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Landes- und Bundesregierung angemessene Maßnahmen ergreifen, um ausreichend Wohnraum zu schaffen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu berücksichtigen. Der VNW setzt sich dafür ein, dass die Region Dithmarschen bei diesem Prozess nicht allein gelassen wird und fordert zusätzliche finanzielle Unterstützung für den Wohnungsbau.

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