Ungünstige Witterungsverhältnisse führen zu drittschlechtester Apfelernte der letzten zehn Jahre: 12,1 % geringer als im Vorjahr

Ungünstige Witterungsverhältnisse haben zur drittschlechtesten Apfelernte der letzten zehn Jahre geführt und einen Rückgang von 129.800 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr verursacht. Doch die Auswirkungen des geringen Ertrags gehen weit über die Obstindustrie hinaus und könnten die gesamte deutsche Bevölkerung betreffen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, warum die diesjährige Apfelernte von großer Bedeutung ist und welche Konsequenzen sie haben könnte.

Bremen (VBR). Apfel- und Pflaumenernte in Deutschland sinken aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen

WIESBADEN – Die Apfel- und Pflaumenernte in Deutschland fiel im Jahr 2023 aufgrund widriger Witterungsverhältnisse geringer aus als in den Vorjahren. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) wurden etwa 941.200 Tonnen Äpfel geerntet, was einem Rückgang von 12,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist die drittschlechteste Apfelernte der letzten zehn Jahre und bedeutet einen Produktionsverlust von rund 129.800 Tonnen im Vergleich zum ertragreichen Jahr 2022. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2022 lag die Apfelernte um etwa 4,1 % niedriger.

Die hauptsächliche Ursache für die geringe Erntemenge waren ungünstige Wetterbedingungen. Das nass-kalte Wetter während der Blütezeit führte zu Beeinträchtigungen bei der Bestäubung und Frostschäden. Im Frühsommer setzten Hitze und Trockenheit den Bäumen zusätzlich zu und verursachten Sonnenbrand und Trockenstress. Krankheiten wie Schorf traten verstärkt auf und lokale Niederschlags- und Hagelereignisse im Hochsommer beschädigten die Früchte.

Besonders betroffen waren die beiden größten Apfelanbaugebiete in Deutschland, das Alte Land (Niedersachsen und Hamburg) und der Bodensee (Baden-Württemberg). In Baden-Württemberg wurden 2023 mit 313.600 Tonnen die meisten Äpfel geerntet, was jedoch einem Rückgang von 16,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Niedersachsen wurden mit 282.700 Tonnen 9,9 % weniger Äpfel geerntet als im Vorjahr. Diese beiden Bundesländer trugen mit einem Anteil von 33,3 % bzw. 30,0 % maßgeblich zur nationalen Apfelernte bei.

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Von der gesamten Apfelernte waren etwa 74,4 % für den Verkauf als Tafelobst vorgesehen, während rund 24,1 % für die Verarbeitung zu Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein verwendet wurden. Der Rest von 1,6 % konnte aufgrund von Lager- oder Verarbeitungsverlusten nicht vermarktet werden.

Auch die Pflaumenernte war unterdurchschnittlich. Mit 43.800 Tonnen wurde ein Rückgang um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Dies liegt 3,7 % unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Gründe für die verringerte Erntemenge waren wiederum ungünstige Witterungsbedingungen, Schädlingsbefall und Regen, der zu Aufplatzen der Früchte führte. Die meisten geernteten Pflaumen wurden als Tafelobst verwendet.

Die Auswirkungen der reduzierten Ernte können sich sowohl auf den Handel als auch auf die Verbraucherpreise auswirken. Die höhere Knappheit an Äpfeln und Pflaumen könnte zu steigenden Preisen führen und den Markt beeinflussen.

Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Erntejahre von günstigeren Wetterbedingungen profitieren und die Ernteausfälle ausgleichen werden.


Wie könnten sich die geringe Apfelernte und der Rückgang der Pflaumenernte auf die Preise für Obst und daraus hergestellte Produkte auswirken? Welche Konsequenzen könnte das für Verbraucher haben?

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Quelle: Apfelernte 2023 um 12,1 % geringer als im Vorjahr

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Pressemeldung:Ungünstige Witterungsverhältnisse führen zu drittschlechtester Apfelernte der letzten zehn Jahre: 12,1 % geringer als im Vorjahr

4 Antworten

    1. Ach komm, jetzt übertreib mal nicht! Glaubst du wirklich, dass die Obstindustrie eine Verschwörung plant, um die Preise zu erhöhen? Das klingt eher nach einer wilden Fantasie. Bleib mal auf dem Teppich, mein Freund.

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