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Ungleichbehandlung bei der Krankenversicherung: Privatversicherte haben das Nachsehen

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Presse /news Verbandsnachrichten

Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung fordert dringend eine Reformierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), da diese in den letzten 27 Jahren unverändert geblieben ist und dringender Handlungsbedarf besteht. Insbesondere die Abrechnung von Leistungen, die es zum Zeitpunkt der letzten Anpassung noch nicht gab, stellt ein Problem dar. Die GOP ist an die GOÄ geknüpft und bei besonders aufwendigen Behandlungen muss bereits über den Regelsatz hinausgegangen werden. Ein Großteil der Anpassungen und Weiterentwicklungen der GOÄ-/GOP-Entwurfs sind fachlich unstrittig und sollten schnell umgesetzt werden. Die DPtV ist der größte Berufsverband für Psychologische Psychotherapeuten in Deutschland und setzt sich für die Anliegen seiner Mitglieder ein.


Original-Pressemeldung:

Privatpatient*innen schlechter gestellt als gesetzlich Versicherte

Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)

2 Dokumente

DPtV: GOÄ/GOP seit 27 Jahren unverändert – dringender Handlungsbedarf

„Vor über drei Jahren haben wir detailliert vorgerechnet, dass die Vergütung von Privatpatient*innen schlechter ist als von gesetzlich Versicherten. Passiert ist in der Zwischenzeit nichts. Wir fordern daher dringend die Reformierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die zuletzt 1996 angepasst wurde“, sagt Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV). „Ein weiteres Problem ist die Abrechnung von Leistungen, die es damals noch gar nicht gab – etwa die psychotherapeutische Sprechstunde und -Akutbehandlung, die Rezidivprophylaxe, die Systemische Therapie oder die Neuropsychologische Psychotherapie. Leistungen auf die gesetzlich Versicherte einen Anspruch haben, werden privat Versicherten vorenthalten oder müssen umständlich mit sogenannten ,Analogziffern‘ abgerechnet werden.“

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Regelsatz reicht nicht mehr aus

„Die Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen (GOP) ist an die GOÄ geknüpft“, erklärt der Bundesvorsitzende. Bei dem üblichen 2,3-fachen GOÄ-Satz liege die Privatleistung mittlerweile deutlich unter der Vergütung der gesetzlichen Krankenkassen. „Bei besonders aufwendigen und schwierigen Behandlungen müssen wir unseren Mitgliedern daher bereits raten, über den Regelsatz hinauszugehen – natürlich mit Begründung. Im Einzelfall kann vor einer Behandlung auch eine abweichende Honorarvereinbarung abgeschlossen werden“, sagt Hentschel. „Die Politik ist verantwortlich für Jahrzehnte des Stillstands. Mit den Berufsverbänden gab es unzählige Gespräche und Vorschläge. Jetzt sehen wir keine andere Möglichkeit mehr.“ In einem „DPtV Hintergrund“ vom Oktober 2019 hat der Verband bereits auf die großen Unterschiede zwischen den Vergütungen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen hingewiesen.

Großteil der Änderungen unstrittig

„Ende 2022 haben Bundesärztekammer und Psychotherapeutenkammer dem Ministerium für Gesundheit zuletzt einen aktuellen GOÄ-/GOP-Entwurf vorgelegt“, sagt der Bundesvorsitzende. „Ein Großteil der Weiterentwicklungen und Anpassungen sind dabei fachlich völlig unstrittig und mit der Privaten Krankenversicherung sowie der Beihilfe besprochen. Sie sollten schnell umgesetzt werden.“ Mit Verzögerung der GOÄ-Reform würden Leistungen der sprechenden Medizin erheblich benachteiligt.

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Mit 23.000 Psychotherapeut*innen ist die DPtV der größte Berufsverband für Psychologische Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Psychotherapeut*innen in Ausbildung in Deutschland. Die DPtV engagiert sich für die Anliegen ihrer Mitglieder und vertritt erfolgreich deren Interessen gegenüber Politik, Institutionen, Behörden, Krankenkassen und in allen Gremien der Selbstverwaltung der psychotherapeutischen Heilberufe.

Pressekontakt/Interview-Anfragen:
Hans Strömsdörfer
Pressesprecher / Leiter Kommunikation
DPtV Deutsche PsychotherapeutenVereinigung
Am Karlsbad 15
10785 Berlin
Tel. 030 235 009-27
Fax 030 235009-44
Mobil 0157 73744828
 presse@dptv.de
 www.dptv.de

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Privatpatient*innen schlechter gestellt als gesetzlich Versicherte

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Weitere Informationen über den Verband

– Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV) ist ein Verbandsverband der in Deutschland tätigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.
– Der Verband wurde im Jahr 2005 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin.
– Laut eigenen Angaben hat die DPtV rund 11.000 Mitglieder.
– Die DPtV ist ein Berufsverband und vertritt die Interessen der psychotherapeutischen Berufsgruppe auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.
– Die Mitglieder der DPtV sind in unterschiedlichen Bereichen der Psychotherapie tätig, insbesondere in der Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der analytischen Psychotherapie.
– Innerhalb der DPtV gibt es verschiedene Gremien und Arbeitsgruppen, die sich mit spezifischen Themen auseinandersetzen, zum Beispiel der Forschung, der Aus- und Weiterbildung oder dem Arbeitsmarkt.
– Die DPtV gibt regelmäßig Positionspapiere und Stellungnahmen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Psychotherapie heraus.
– In der Vergangenheit hat die DPtV sich unter anderem für eine Abschaffung der Wartezeit auf psychotherapeutische Behandlungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten eingesetzt.

15 Responses

    1. Ach ja, Vorteile für die Privatversicherten, na klar! Was ist mit den Menschen, die sich keine teure Privatversicherung leisten können? Gleichbehandlung mag für dich überbewertet sein, aber für viele ist sie ein Grundrecht.

  1. Also ich finde es total okay, dass Privatversicherte das Nachsehen haben. Warum sollen sie bevorzugt werden?

    1. Sorry, aber das ist absoluter Quatsch! Jeder sollte die gleichen Chancen auf eine gute Gesundheitsversorgung haben. Privatversicherte zu benachteiligen ist einfach nur unfair und egoistisch.

  2. Die Privatversicherten haben doch selbst Schuld, wenn sie mehr bezahlen aber weniger Leistungen bekommen.

    1. Ach komm, höre auf mit diesem Unsinn! Es geht nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit. Jeder sollte Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung haben, unabhängig von seinem Versicherungsstatus. Es ist an der Zeit, diese Spaltung zu überwinden und für ein gerechtes Gesundheitssystem einzustehen.

  3. Privatversicherte sollten mehr zahlen – sie haben schließlich besseren Service und schnellere Termine!

  4. Privatversicherte haben das Nachsehen? Lasst uns über die Vorteile von privatversicherter Gesundheitsversorgung diskutieren!

  5. Also ich finde, dass Privatversicherte ruhig mehr zahlen können. Gleichberechtigung ist überbewertet!

  6. Warum sollten Privatversicherte bevorzugt werden? Gleichbehandlung für alle ist fairer und gerechter!

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