Myanmar: Drei Jahre nach dem Putsch – Johanniter fordern Aufstockung der humanitären Hilfe

Seit dem Militärputsch in Myanmar Anfang 2021 herrschen in dem Land anhaltende Konflikte, die zu verheerenden Auswirkungen auf die humanitäre Lage geführt haben. Laut UN-Angaben sind weitere 628.000 Menschen auf der Flucht, wodurch insgesamt 17,6 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. In dieser vergessenen Krise engagiert sich die Johanniter Unfall Hilfe e.V. seit 15 Jahren, um den Menschen vor Ort Unterstützung zu bieten. Trotz schwierigster Bedingungen und immer knapper werdender Gelder kämpfen sie dafür, die Lebensgrundlage der Menschen sicherzustellen. Doch um diesem steigenden Bedarf gerecht zu werden, fordert die Organisation mehr Aufmerksamkeit und eine Erhöhung der Mittel.

Bremen (VBR). Militärputsch in Myanmar: Johanniter Unfall Hilfe ruft zu humanitärer Unterstützung auf

Berlin (ots) – Seit dem Militärputsch am 1. Februar 2021 herrschen in Myanmar bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen dem burmesischen Militär und verschiedenen Gruppierungen. Besonders in den ethnischen Gebieten, wie Karen und Shan, kommt es seit Oktober 2023 vermehrt zu Luftangriffen durch das Militär. Infolgedessen sind laut den Vereinten Nationen weitere 628.000 Menschen innerhalb und außerhalb des Landes auf der Flucht. Die humanitäre Lage hat sich seit 2021 dramatisch verschlechtert, und 17,6 Millionen Menschen sind auf dringende humanitäre Hilfe angewiesen.

Die Johanniter Unfall Hilfe hat seit 15 Jahren lokale Partner in den Konfliktregionen, wie dem Karen und Shan State sowie Eastern Bago, im Einsatz. Mehr als 80.000 Menschen erhalten dort Unterstützung in Form von Grundnahrungsmitteln, sanitären Anlagen und Bargeldhilfen. Besonders gefährlich sind die stark verminten Felder und nicht explodierte Munition, weshalb Aufklärungsarbeit zu Minengefahren von großer Bedeutung ist.

Die Johanniter engagieren sich auch im Nachbarland Thailand, genauer gesagt in der Stadt Mae Sot, wo sie gemeinsam mit der Else-Kröner-Fresenius Stiftung am Aufbau einer Notfallambulanz an der Mae Tao Klinik beteiligt sind. Ziel ist es, burmesischen Geflüchteten eine notfallmedizinische Versorgung zu ermöglichen. Zusätzlich werden im Schulungszentrum der Klinik 50 Hebammen in grundlegender Notfall-Geburtshilfe sowie in der Neugeborenenversorgung ausgebildet.

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Entlang der thailändisch-myanmarischen Grenze leben seit vielen Jahren Hunderttausende burmesische Geflüchtete, einige von ihnen bereits seit 30 Jahren. Seit dem Militärputsch steigt die Anzahl der Menschen, die vor den Kämpfen nach Thailand fliehen, kontinuierlich an.

Die Situation in Myanmar und den Nachbarländern wird in der deutschen Berichterstattung kaum thematisiert. Die Johanniter Unfall Hilfe appelliert daher an die Öffentlichkeit, die Augen nicht vor dieser seit drei Jahren andauernden Krise zu verschließen und die Betroffenen nicht allein zu lassen. Ein dringend benötigter Waffenstillstand, freie Wahlen und eine Erhöhung der humanitären Hilfe wären ein klares Signal an die Bevölkerung.

Die Johanniter rufen daher dringend zu Spenden für die Menschen in Myanmar auf. Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden: DE94 3702 0500 0433 0433 00 (Bank für Sozialwirtschaft).

Die Johanniter-Programmreferentin Janina Dreier befindet sich derzeit in Yangon, Myanmar, um sich über die aktuelle Situation zu informieren und steht für Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt:
Sandra Lorenz
Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe
Tel.: 0172 / 563 87 40
sandra.lorenz@johanniter.de

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