Klimafreundliche Ernährung: Wille da, aber Wissen fehlt

"Nachhaltige Ernährung: Umfrage zeigt starkes Verlangen nach klimaschonendem Essen. Laut einer repräsentativen Befragung des AOK-Bundesverbands bekunden 68 Prozent der deutschen Bevölkerung den Wunsch, sich nachhaltiger zu ernähren. Besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren ist dieser Trend mit über 80 Prozent deutlich ausgeprägt. Allerdings offenbart die Umfrage auch ein Manko an entsprechendem Wissen. Nur ein Viertel der Befragten ist sich bewusst, dass der reduzierte Konsum tierischer Produkte den größten Einfluss auf das Klima hat. Eine klare Mehrheit von 76 Prozent wünscht sich daher ein verbindliches und verständliches Klimalabel für Lebensmittel. Hier besteht Handlungsbedarf seitens der Politik, um die Entscheidungen beim Einkauf zu unterstützen. Erfahren Sie mehr über die Ergebnisse der Umfrage und die Forderungen der AOK in ihrem aktuellen Bericht."

Bremen (VBR). Pressemitteilung: AOK-Bundesverband veröffentlicht Umfrageergebnisse zur klimaschonenden Ernährung

Berlin (ots) – Der AOK-Bundesverband hat heute Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zur klimaschonenden Ernährung veröffentlicht. Drei Wochen nach Vorstellung des Ernährungsstrategiepapiers “Gutes Essen für Deutschland” der Bundesregierung zeigt die Umfrage einen klaren Wunsch nach nachhaltiger Ernährung auf. Laut der forsa-Befragung möchten sich 68 Prozent der rund 1.500 befragten Personen gerne auf klimaschonende Ernährung umstellen. Besonders stark ist dieser Wunsch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren mit 83 Prozent ausgeprägt. Allerdings offenbart die Umfrage auch eine Wissenslücke: Nur ein Viertel der Erwachsenen (27 Prozent) ist sich bewusst, dass der reduzierte Konsum tierischer Produkte den größten positiven Effekt auf das Klima hat. Insgesamt 76 Prozent der Befragten wünschen sich eine verbindliche und verständliche Kennzeichnung von Lebensmitteln hinsichtlich ihres Klimaeinflusses.

Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, sieht Handlungsbedarf und betont die Bedeutung eines einfacheren Einkaufs durch ein Klimalabel. Sie erklärt: “Wenn wir wollen, dass Menschen sich nicht nur gesund, sondern auch klimaschonend ernähren, müssen wir die hierfür notwendigen Voraussetzungen schaffen. Ein Label, mit dem Verbraucherinnen und Verbraucher Lebensmittel ganz einfach nach klimafreundlich und klimaschädlich unterscheiden können, wäre ein erster wichtiger Schritt.”

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Die Bundesregierung hat zwar Aspekte der Kennzeichnung von Lebensmitteln im Strategiepapier berücksichtigt, jedoch ohne klare Vorstellung. Reimann zieht einen Vergleich zur Lebensmittelampel und betont die Wichtigkeit eines ähnlichen Engagements für ein Klimalabel. Sie bedauert, dass die Bundesregierung den Empfehlungen des Bürgerrats nicht folgt, der eine verpflichtende Kennzeichnung forderte, die Informationen zu Gesundheit, Klima und Tierhaltung bereitstellt.

Prof. Dr. Achim Spiller, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für “Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz” beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, unterstützt ebenfalls den Fokus auf Klima und Gesundheit. Er empfiehlt jedoch ein weiterreichendes Engagement und betont die Notwendigkeit einer klimafreundlichen Gemeinschaftsverpflegung sowie Anpassungen der Mehrwertsteuer, um die Ernährung langfristig zu verändern.

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass steuerliche Anreize eine Rolle spielen könnten. 78 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass gesunde Lebensmittel niedriger besteuert werden sollten. Über die Hälfte (55 Prozent) spricht sich sogar für eine höhere Besteuerung von klimaschädlichen Nahrungsmitteln aus.

Die AOK-Gemeinschaft hat zum Jahresbeginn eine Content-Kampagne zur klimafreundlichen Ernährung gestartet. Unter dem Motto “So einfach ist nachhaltiges Kochen” werden zahlreiche Inhalte in Print- und Online-Formaten sowie auf Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Eine pflanzliche Ernährung wird dabei empfohlen.

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