Gegessen wird, was ins Regal kommt: Trends der New Food Conference

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Berlin, 01.11.2023

Gegessen wird, was ins Regal kommt

Die Klimakrise drängt, in Deutschland sinkt der Fleischkonsum und der Handel senkt die Preise für pflanzliche Alternativen: Die Food-Branche ist in Bewegung wie nie. Ein Trendbericht von der internationalen New Food Conference in Berlin.

Die Food-Branche steht vor einem Umbruch. Im Zuge der Klimakrise und des wachsenden Bewusstseins für nachhaltige Ernährung sinkt in Deutschland der Fleischkonsum. Gleichzeitig senkt der Handel die Preise für pflanzliche Alternativen, um den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden.

Auf der internationalen New Food Conference in Berlin trafen sich rund 300 Vertreter aus Industrie und Handel, darunter Lidl, Burger King, Wiesenhof, Rewe und Unilever, um über die Transformation des Ernährungssystems zu diskutieren. Dabei wurden verschiedene Trends und Entwicklungen identifiziert, die die Zukunft der Lebensmittelbranche prägen werden.

Genuss ohne Aufpreis

Laut einer Preisstudie der Ernährungsorganisation ProVeg haben sich die Preise für pflanzliche Alternativen in Deutschland drastisch reduziert. Im August kostete ein pflanzlicher Warenkorb im Schnitt nur noch 25 Prozent mehr als ein vergleichbarer Warenkorb mit tierischen Produkten. Diese Preissenkung ist vor allem für Haushalte, die auf den Preis achten müssen, ein großer Fortschritt. Supermarktketten wie Lidl haben darauf reagiert und ihre Preise für vegane Produkte auf das Niveau tierischer Produkte gesenkt. Dieser Schritt hat eine starke Erwartungshaltung der Verbraucher geschaffen, die der Handel nur schwer enttäuschen kann. Experten gehen davon aus, dass andere Einzelhändler und Hersteller dem Beispiel folgen werden.

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Pflanzlich außer Haus

Auch die Gastronomie und die Verpflegungseinrichtungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung einer pflanzlichen Ernährung. Burger King Deutschland zum Beispiel verkauft seine Veggie-Burger seit vier Jahren zum gleichen Preis wie fleischhaltige Burger. Dadurch wird es für die Gäste einfacher, pflanzliche Alternativen auszuprobieren. Mittlerweile entscheiden sich schon 20 Prozent der Burger King-Kunden für die fleischlose Variante.

Auch Mensen, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten sind wichtige Akteure für eine pflanzliche Verpflegung im großen Stil. Allerdings fehlt vielen Köchen bisher das nötige Know-how. Unternehmen wie V-Planet aus Mecklenburg-Vorpommern beliefern daher Klinikgruppen mit vollwertigen pflanzlichen Fertigmahlzeiten in Bio-Qualität. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Angebot im Jahr 2024 weiter ausgebaut.

Pilze – magische Superstars

Eine weitere interessante Entwicklung sind Pilze als Zutat für Fleisch- und Fischalternativen. Das fadenförmige Zellgeflecht der Pilze, das sogenannte Myzel, ähnelt in Textur und Geschmack sehr stark Fleisch. Zudem sind Pilze reich an Ballaststoffen und hochwertigen Proteinen.

Unternehmen wie BioGNR aus Litauen fermentieren Pilzprotein, um pflanzliche Nuggets und Burgerpattys mit einer faserigen Struktur zu kreieren, die an Hühner- oder Rindfleisch erinnert. Esencia Foods mischt Myzelien mit Hülsenfrüchten, um die ersten pilzbasierten Fischalternativen Europas herzustellen. Schon bald sollen diese Produkte in ausgewählten Restaurants in Barcelona erhältlich sein.

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Plant-based – das nächste Level

Pflanzliche Alternativen zu Fleisch, Fisch und Milchprodukten werden immer besser und vielfältiger. Unternehmen wie Happy Ocean Foods bieten vegane Thunfisch-Filets an, die sowohl geschmacklich als auch hinsichtlich Textur und Nährwerte mit dem tierischen Pendant locker mithalten können. Auch chinesische Unternehmen wie Haofood setzen auf pflanzliche Dumplings, Gyozas und Baos, die mehr Protein und Ballaststoffe enthalten als ihre fleischhaltigen Varianten.

Kultiviertes Fleisch

Eine besonders spannende Entwicklung ist die Produktion von kultiviertem Fleisch. Hierbei handelt es sich um Fleisch, das aus Tierzellen gezüchtet wird und somit keine Tierhaltung erfordert. Unternehmen wie Mosa Meat und Good Meat haben bereits in einigen Ländern eine Zulassung für den Verkauf von kultiviertem Fleisch erhalten. In Deutschland ist dies bisher noch nicht möglich.

Allerdings hat das Tochterunternehmen The Cultivated B des deutschen Wurstherstellers Infamily Foods bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit die Zulassung für ein zellkultiviertes Fleischprodukt beantragt. Die Entscheidung darüber steht noch aus. Dennoch arbeiten weltweit rund 160 Unternehmen an kultiviertem Fleisch und Fisch.

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ProVeg setzt sich für nachhaltige Ernährung ein

Die Organisation ProVeg International setzt sich für eine Transformation des globalen Nahrungsmittelsystems ein und setzt dabei auf pflanzliche und zellkultivierte Alternativen zu tierischen Lebensmitteln. ProVeg arbeitet mit internationalen Entscheidungsgremien, Unternehmen, Investorengruppen und der breiten Öffentlichkeit zusammen, um eine nachhaltigere Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen. Die Organisation hat den Status eines Beobachters bei der UN-Klimarahmenkonvention und beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Zudem wurde ProVeg mit dem “Momentum for Change”-Preis der Vereinten Nationen ausgezeichnet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Lea Stockmeier
ProVeg e. V.
newfoodconference@proveg.com
+49 176 177 858 33

Über ProVeg
ProVeg International ist eine Ernährungsorganisation, die sich für eine Transformation des globalen Nahrungsmittelsystems einsetzt, indem tierische Lebensmittel durch pflanzliche und zellkultivierte Alternativen ersetzt werden. ProVeg arbeitet zusammen mit internationalen Entscheidungsgremien, Unternehmen,

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4 Antworten

  1. Also ich muss sagen, ich finde diesen ganzen New Food Trend total überbewertet. Wer braucht schon künstliches Essen? #GanzNatürlichUndTraditionell

    1. Ich verstehe deine Meinung, aber ich sehe es anders. Der New Food Trend hat viele Vorteile, wie zum Beispiel die Möglichkeit, Nahrungsmittelknappheit zu bekämpfen. Es ist wichtig, offen für neue Ideen zu sein und nicht in alten Traditionen verhaftet zu bleiben. #ZukunftDesEssens

  2. Ich finde es total übertrieben, dass wir jetzt schon darüber diskutieren, ob wir Insekten essen sollten. Einfach nur eklig!

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