Finanzielle Verantwortung für Pflegeausbildung an Hochschulen: Länder müssen endlich handeln

AOK-Bundesverband fordert Länder zur Unterstützung der akademischen Pflegeausbildung auf

Berlin (ots) – Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, kritisiert anlässlich der heutigen Fachanhörung zum Referentenentwurf des Pflegestudium-Stärkungsgesetzes (PflStudStG) die mangelnde Beteiligung der Länder an den Kosten für die hochschulische Pflegeausbildung.

Die geplante Neustrukturierung der Pflegeausbildung an den Hochschulen könne dazu beitragen, die Attraktivität des Pflegeberufs zu stärken, so Reimann. Allerdings führe die bisher fehlende Vergütung der Praxiszeiten zu einem deutlichen Wettbewerbsnachteil der akademischen Ausbildung gegenüber der schulischen Ausbildung. Die Vorstandsvorsitzende begrüße daher die Neustrukturierung.

Dennoch schreibe der Gesetzesentwurf die unzureichende finanzielle Beteiligung der Länder an den Ausbildungskosten fort. Es sei ordnungspolitisch nicht vertretbar, dass diese Kosten aus Beitragsmitteln der Versicherten finanziert würden. Auch dürfe das Problem nicht über steigende Eigenanteile im stationären und ambulanten Bereich auf die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen abgewälzt werden. Die Ampel in ihrem Koalitionsvertrag habe schließlich eine finanzielle Entlastung um die Ausbildungskosten bei den Eigenanteilen zugesagt.

Lesen Sie auch:  Bundesregierung verteidigt Betreuungswechsel für unter 25-Jährige trotz Kritik

Reimann fordert den Gesetzgeber auf, die Länder endlich in die Pflicht zu nehmen. Denn es sei eindeutig ihre Aufgabe, die Kosten für die Ausbildung der Pflegefachpersonen an den Hochschulen zu bezahlen. Das Thema Bildung ist Ländersache.

Die Stellungnahme des AOK-Bundesverbandes zum Referentenentwurf des Pflegestudium-Stärkungsgesetzes steht zum Download bereit.

Pressekontakt:
Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 1563042
E-Mail: presse@bv.aok.de

Der AOK-Bundesverband ist die Interessenvertretung der elf AOKs auf Bundesebene. Als Dienstleister und Impulsgeber setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, leistungsstarke und bezahlbare medizinische Versorgung in Deutschland ein.

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Pflegeausbildung an Hochschulen: Länder bei Kosten endlich in die Pflicht nehmen
Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Weitere Informationen über den Verband

– Der AOK-Bundesverband ist der Verband der elf Allgemeinen Ortskrankenkassen in Deutschland.
– Die AOKs haben insgesamt rund 27 Millionen Versicherte.
– Der Verband hat seinen Sitz in Berlin und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter.
– Die Aufgaben des Verbandes umfassen unter anderem die Interessenvertretung der AOKs auf Bundesebene, die Koordination von gemeinsamen Projekten und die Erstellung von Informationen und Statistiken.
– Der AOK-Bundesverband ist ein eingetragener Verein mit einer eigenen Satzung.
– Die Geschichte des Verbandes geht zurück bis ins Jahr 1892, als die ersten Ortskrankenkassen gegründet wurden.
– Seit der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883 sind die AOKs eine der Säulen des deutschen Gesundheitssystems.
– Der AOK-Bundesverband ist einer der größten Krankenkassenverbände in Deutschland.
– Die AOKs setzen sich für eine qualitativ hochwertige und finanzierbare Gesundheitsversorgung ein.
– Der Verband arbeitet eng mit anderen Verbänden, Kassenärztlichen Vereinigungen und politischen Entscheidungsträgern zusammen.

Presse /news Verbandsnachrichten

15 Antworten

  1. Also ich finde, dass die Pflegeausbildung an Hochschulen viel zu teuer ist. Das sollten die Länder definitiv nicht finanzieren!

  2. Ich finde es total übertrieben, dass die Länder für die Pflegeausbildung an Hochschulen verantwortlich gemacht werden sollen. Wieso nicht die Unternehmen?

  3. Ich denke, die Pflegeausbildung sollte komplett privat finanziert werden. Warum sollten die Länder dafür bezahlen?

  4. Warum sollten wir für die Pflegeausbildung an Hochschulen zahlen? Jeder sollte selbst dafür verantwortlich sein!

  5. Warum sollten wir für die Pflegeausbildung an Hochschulen bezahlen? Lasst die Privatwirtschaft übernehmen!

  6. Also ich finde, dass die Länder endlich mal ihre Prioritäten setzen sollten. Pflegeausbildung an Hochschulen? Ernsthaft?

  7. Warum sollten die Länder für die Pflegeausbildung an Hochschulen verantwortlich sein? Das ist doch absurd!

    1. Das ist absolut nicht absurd! Hochschulen können eine qualitativ hochwertige Ausbildung bieten und die Pflege auf ein höheres Niveau heben. Es ist an der Zeit, dass die Länder die Verantwortung übernehmen und die Pflegeausbildung an Hochschulen fördern.

    1. Das ist eine sehr kurzsichtige Meinung. Eine Ausbildung an Hochschulen ermöglicht eine vertiefte theoretische und praktische Ausbildung, die die Qualität der Pflege verbessern kann. Investitionen in die Bildung sind nie eine Verschwendung, sondern eine Investition in die Zukunft.

  8. Warum sollten die Länder für die Pflegeausbildung an Hochschulen verantwortlich sein? Ist das nicht Aufgabe der Pflegeeinrichtungen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Email
Drucken
XING