– Hannover Messe thematisiert nachhaltige Zukunft und klimafreundlichen Wandel der Industrie.
– Deutschland verzeichnet 159.100 unbesetzte Ingenieur- und Informatikstellen, Engpasskennziffer 380 pro 100 Arbeitslose.
– VDI fördert Projekt XPand, Mentoring, STEM-Begeisterung und Zuwanderung zur Fachkräfteintegration.
Hannover Messe 2024: Fachkräftemangel als zentrales Thema der nachhaltigen Industrietransformation
Die Hannover Messe steht unmittelbar bevor, und in diesem Jahr steht alles im Zeichen einer nachhaltigen Zukunft.* Im Fokus der weltweiten Leitmesse für Industrie treffen Unternehmen und Industrie zusammen, um die Herausforderungen des klimafreundlichen Wandels zu diskutieren. Dabei hebt der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) eine der größten Hürden für die Industrie hervor: den akuten Mangel an Fachkräften.* Adrian Willig, Direktor des VDI, macht deutlich, dass der Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren ungelöst bleibt und Unternehmen vor erhebliche Probleme stellt, wenn sie sich im Zuge des Klimawandels und der Digitalisierung transformieren wollen.*
Mit 159.100 unbesetzten Stellen in Deutschland und einer Engpasskennziffer von 380 offenen Stellen je 100 Arbeitslose in den Bereichen Ingenieurwesen und Informatik ist die Bedeutung dieser Fachkräfte klar ersichtlich.* Besonders gravierend wirkt sich der Engpass in Schlüsseldisziplinen aus – etwa in den Bereichen Energie- und Elektrotechnik, Bau-, Vermessungs- und Gebäudetechnik, Architektur, Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Informatik.* Gerade diese Berufe sind beim Umstieg auf eine klimafreundliche und digitale Industrie essenziell. Die Zahlen geben zu denken, denn zahlreiche Unternehmen sehen im Fachkräftemangel ein ernsthaftes Hindernis für Klimaschutz und Energiewende.*
Die Lage verschärft sich vor allem mit Blick auf den zukünftigen Bedarf: Größere Unternehmen prognostizieren einen weiter steigenden Bedarf an Fachkräften in den nächsten fünf Jahren.* Zwar konnte zwischen 2012 und 2023 ein Beschäftigungszuwachs bei Ingenieurinnen, Ingenieuren und Informatiker:innen durch die Integration älterer Arbeitskräfte, Frauen, Zuwanderer und mehr Hochschulabsolventinnen und -absolventen erreicht werden.* Allerdings deutet die sinkende Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in Ingenieurwissenschaften und Informatik seit 2016, insbesondere unter deutschen Studierenden, auf einen Wendepunkt hin.* Diese Entwicklung verschärft die Fachkräftekrise und macht zusätzliche Maßnahmen unabdingbar.
Der VDI reagiert mit gezielten Initiativen. So verfolgt das neue Projekt XPand das Ziel, zugewanderten Ingenieurinnen und Ingenieuren den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.* Mit einem Mentoring-Programm und einem eng vernetzten Supportsystem soll die berufliche und soziale Integration unterstützt werden.* Zugleich betont Willig, dass es einer ganzheitlichen Strategie bedarf. Diese soll Jugendliche für MINT-Fächer begeistern, die qualifizierte Zuwanderung fördern und die Rahmenbedingungen für Mädchen und junge Frauen in technischen Berufen verbessern.* Nur ein solches Bündel an Maßnahmen – von Bildung über Politik bis Wirtschaft und Gesellschaft – schafft die Voraussetzung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Weichen für eine nachhaltige industrielle Zukunft Deutschlands zu stellen.*
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Wie lange ist Deutschland noch Weltspitze? / Fachkräftemangel bedroht Transformation …
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