Energie- und Klimaneutralität gefährdet: EU-Strommarktreform bremst Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Trotz einiger Verbesserungen in der EU-Strommarktreform gibt es Verzögerungen beim Ausstieg aus fossilen Energien. Die Vereinbarung fördert weiterhin Kohle- und Kernenergie, was die Energiewende behindert und gegen die erklärte Absicht der Reform verstößt. Nach mehreren Monaten Verhandlungen hat die Europäische Union nun Teile einer Reform des europäischen Strommarkts beschlossen. Der Artikel beleuchtet die Auswirkungen dieser Entscheidung und betont die dringende Notwendigkeit eines konsequenten Ausstiegs aus fossilen Energien. Um mehr zu erfahren, lesen Sie den vollständigen Artikel.

Bremen (VBR). Trotz einiger Verbesserungen: EU-Strommarktreform verzögert Ausstieg aus fossilen Energien

Berlin, 14.12.2023: Die Verhandlungen über die EU-Strommarktreform haben zu teilweise positiven Ergebnissen geführt. Allerdings äußerte die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Dr. Simone Peter, Bedenken hinsichtlich der Förderung von Kohle- und Kernenergie. Diese könne zu einer Marktstörung führen und zulasten der sauberen und kostengünstigen erneuerbaren Energien gehen. Die Reform, die eigentlich die Energiewende vorantreiben soll, würde damit konterkariert. Die Vereinfachung und Ausweitung des Energy Sharings wird hingegen begrüßt. Die Ergebnisse der Trilogverhandlungen müssen noch von Rat und Parlament bestätigt werden.

Nach fast einem Jahr Verhandlungen hat sich die Europäische Union auf Elemente einer Reform des europäischen Strommarkts geeinigt. Künftig sollen viele erneuerbare Energien wie Wind, Solar, Wasserkraft (ohne Reservoir) und Geothermie nur noch über sogenannte Zweiseitige Differenzverträge (CfD) oder gleichwertige Instrumente direkt gefördert werden können. Dabei gewährt die EU den Mitgliedstaaten mehr Handlungsfreiheit bei den Förderinstrumenten und stellt eine Übergangsfrist von drei Jahren zur Verfügung. Die Plattform Klimaneutrales Stromsystem spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der BEE empfiehlt der Bundesregierung, den Fokus auf alternative Instrumente zu legen, die möglicherweise besser zum hiesigen Strommarkt passen.

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Allerdings sollen diese Förderinstrumente nicht nur für erneuerbare Energien gelten, sondern auch für Atomkraft. Der BEE lehnt die Förderung von Kernenergie im Rahmen von CfD sowie die Förderung von Kohlekraftwerken über Kapazitätsmärkte ab. Gerade einen Tag nachdem sich die Staaten der Welt auf der COP28 für einen Ausstieg aus fossilen Energien ausgesprochen haben, ist eine solche Förderung ein Rückschritt bei der notwendigen Transformation der Energiesysteme.

Ein positiver Schritt in die richtige Richtung ist hingegen die geplante Stärkung und Ausweitung von Direktabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements) für mittelständische Unternehmen und Energiegemeinschaften. Auch der erweiterte Rahmen zum Energy-Sharing für erneuerbare Energien wird sehr begrüßt. Damit können selbst erzeugte Energie gemeinsam genutzt und gespeichert werden, was ein Kernbestandteil der Energiewende ist.

Der BEE bedauert, dass der Bundesregierung nach der teilweisen Verschiebung des Solarpakets kein Durchbruch beim Energy-Sharing gelungen ist. Dadurch wird die notwendige Transformation weiter verzögert. Im kommenden Jahr sind dringend Fortschritte auf diesem Gebiet erforderlich.

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Die genannten Punkte der EU-Strommarktreform haben weitreichende Auswirkungen auf die Energiewende. Sie stellen einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung dar. Allerdings sind noch einige Hürden zu überwinden, insbesondere was die Förderung von fossilen Energien betrifft. Es bleibt abzuwarten, ob die Ergebnisse der Trilogverhandlungen von Rat und Parlament bestätigt werden.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. setzt sich für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland ein und vertritt die Interessen der Branche gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Organisation engagiert sich für eine nachhaltige Energieversorgung und den Ausstieg aus fossilen Energien. Der BEE hat dazu bereits konkrete Vorschläge für die Reform des europäischen Strommarkts eingebracht.

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6 Antworten

  1. Deine Meinung ist nicht nur überbewertet, sondern auch gefährlich kurzsichtig. Die Verbrennung von Kohle ist einer der Hauptverursacher des Klimawandels. Es ist höchste Zeit, nachhaltigere Lösungen zu finden und Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.

  2. Also, ich finds ja echt krass, wie die EU hier den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bremst. Einfach absurd!

  3. Also, ich finde die EU-Strommarktreform mega gut! Endlich mal eine vernünftige Lösung für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

  4. Also ich finde, dass der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen viel zu langsam geht! Wir müssen schneller handeln, um unsere Umwelt zu schützen.

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