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Energetische Sanierung als Umsatztreiber: Elektro-, Gas-, Wasser-, Heizungsinstallation mit starkem Plus

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Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, hat der hohe Anstieg der Baukosten infolge gestiegener Zinsen und Preise für Baumaterialien zu einem Konjunktureinbruch in der Baubranche geführt. Besonders das Bauhauptgewerbe, insbesondere der Gebäudebau, war davon betroffen. Im 2. Quartal 2023 ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe preisbereinigt um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Rückgang trägt vor allem der Wohnungsbau im Bauhauptgewerbe mit -7,0 % bei. Im Ausbaugewerbe wurde ein Rückgang von 3,1 % im Vergleich zum Vorjahresquartal preisbereinigt verzeichnet, aufgrund gestiegener Baupreise jedoch ein nominales Plus von 9,2 %. Die positive Entwicklung im Ausbaugewerbe wurde hauptsächlich durch die hohe Nachfrage nach energetischer Sanierung getrieben. Insbesondere die Elektroinstallation verzeichnete ein nominales Umsatzwachstum von 17,5 % im Vergleich zum Vorjahr, während Gebiete wie Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimainstallation einen Zuwachs von 13,2 % aufwiesen.

Im Bauhauptgewerbe verzeichnete der Gebäudebau einen Einbruch von 3,8 %, während der Tiefbau einen deutlichen Umsatzanstieg von 9,7 % verzeichnete. Innerhalb der umsatzstärksten Wirtschaftszweige wiesen der Bau von Bahnverkehrsstrecken (+22,2 %) und der Bau von Kabelnetzleitungen (+18,8 %) die höchsten Zuwächse auf.

Insgesamt waren die Umsatzzahlen im Bauhauptgewerbe moderat positiv, was größtenteils auf die hohen Baupreise zurückzuführen ist. Im Ausbaugewerbe dagegen lag das Umsatzwachstum bei 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Es ist wichtig zu beachten, dass der sonstige Innenausbau im Vergleich zur Elektro-, Gas-, Wasser- und Heizungsinstallation nachgelassen hat. Die Malerei und Glaserei verzeichneten ein geringes Umsatzwachstum von 1,5 %, während die Bautischlerei und -schlosserei einen Zuwachs von 0,9 % verzeichneten. Fußboden-, Fliesen- und Plattenleger sowie die Tapeziererei machten im Vergleich zum Vorjahr nominal sogar etwas weniger Umsatz (-0,9 %).

Diese Daten beruhen auf den Konjunkturstatistiken im Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe. Preisbereinigte Daten auf Ebene der tiefer gegliederten Wirtschaftszweige liegen nur für das Ausbaugewerbe vor, aber die Preisentwicklung im Ausbaugewerbe deckt sich weitgehend mit den im Bauhauptgewerbe verfügbaren Preisreihen auf Bauartenebene.

Der Konjunktureinbruch in der Baubranche hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Sinkende Umsatzzahlen im Bauhauptgewerbe deuten darauf hin, dass weniger neue Bauvorhaben stattfinden, was wiederum zu einem Rückgang der Beschäftigung in der Branche führen kann. Darüber hinaus könnten die gestiegenen Baupreise die Immobilienpreise beeinflussen und zu einer Verlangsamung des Immobilienmarktes führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird und ob Maßnahmen ergriffen werden können, um die Herausforderungen in der Baubranche anzugehen.

Quelle: Energetische Sanierung als Umsatztreiber: Elektro-, Gas-, Wasser-, Heizungsinstallation nominal mit zweistelligem Plus zum Vorjahr

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