E-Commerce: Verbraucher bevorzugen Mehrwegverpackungen bei reibungsloser Rücknahme

Immer mehr Verbraucher in Deutschland bevorzugen Mehrwegverpackungen beim Online-Shopping, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Schon heute könnte die geplante EU-Mehrwegquote von 50 Prozent ab 2040 theoretisch erfüllt werden. Doch es gibt Hürden, die einer breiten Umsetzung im Weg stehen. Erfahren Sie mehr über die Vorteile des Mehrwegversands und die Herausforderungen, mit denen Verbraucher, Logistikbranche und Politik konfrontiert sind.
E-Commerce: Verbraucher bevorzugen Mehrwegverpackungen bei reibungsloser Rücknahme eins zu eins

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Bremen (VBR). Jede zweite Onlinekäuferin oder -käufer in Deutschland bevorzugt Mehrwegverpackungen gegenüber herkömmlichen Einwegkartonagen. Laut einer aktuellen Kurzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) könnte die vorgesehene Mehrwegversandquote von mindestens 50 Prozent ab 2040 theoretisch bereits heute erfüllt werden. Die Umfrage ist repräsentativ für Verbraucherinnen und Verbraucher, die Ende November Online-Einkäufe getätigt haben.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich 36,2 Prozent der befragten Kundinnen und Kunden „eindeutig“ für den Mehrwegversand entscheiden würden, während weitere 13,8 Prozent „eher“ dazu neigen. Im Gegensatz dazu würden lediglich 11,7 Prozent „eindeutig“ und weitere 13,1 Prozent „eher“ weiterhin konventionelle Verpackungen bevorzugen. Ein Viertel der Befragten (25,2 Prozent) war sich unsicher.

Der Einsatz von Mehrwegversandlösungen im E-Commerce hat enorme Einsparmöglichkeiten beim Verpackungsmaterial. Durch den Gebrauch von innovativen Mehrwegtaschen und -boxen können bis zu 98 Prozent weniger CO2-Äquivalente verursacht werden im Vergleich zu herkömmlichen Einwegkartonagen, sofern diese mehrfach verwendet werden.

Allerdings gibt es auch Herausforderungen, die mit Mehrwegverpackungen einhergehen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sehen einen Mehraufwand darin, die Verpackungen zurückzubringen, beispielsweise zu einer Annahmestelle, möglicherweise gegen Pfand. Von den Befragten waren bisher nur 23,8 Prozent bereit, Mehrwegverpackungen regelmäßig zurückzugeben, während 44,8 Prozent unsicher waren. Besonders auffällig sind dabei die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Die geringste Zustimmung zur Mehrwegrückgabe zeigt sich bei den 18- bis 29-Jährigen, während die 30- bis 39-Jährigen am meisten dazu bereit sind.

Alien Mulyk, Leiterin Public Affairs für Europa und Internationales beim bevh, erklärt, dass es wichtig ist, auch die jüngere Generation für das Mehrwegsystem zu begeistern, da diese bis 2040 die größte Käufergruppe darstellen wird. Um die Rückgabe von Mehrwegverpackungen zu fördern, müssen die Menschen stärker sensibilisiert werden und die Rückgabe so einfach wie möglich gestaltet werden. Mulyk betont, dass nicht nur Onlinehändler und Anbieter von Mehrwegtaschen und -boxen, sondern auch Verbrauchervertreter, die Logistikbranche und die Politik ihren Beitrag leisten müssen, um geeignete Standards und Anreize zu schaffen.

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Die Umstellung auf ein effektives Mehrwegsystem muss anbieterübergreifend sein und den Kundinnen und Kunden ermöglichen, Mehrwegverpackungen ohne großen Aufwand zurückzugeben. Nur so kann das Ziel der EU-Mehrwegquote erreicht werden.

Pressekontakt:
Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)
Frank Düssler
Friedrichstraße 60 (Atrium)
10117 Berlin
Mobil: 0162 2525268
frank.duessler@bevh.org

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