Deutsche Umwelthilfe fordert Sofortmaßnahmen für CO2-Bilanz in Gebäude- und Verkehrssektor

Deutsche Umwelthilfe kritisiert katastrophale CO2-Bilanz im Gebäude- und Verkehrssektor für 2023 und fordert dringende Sofortmaßnahmen. Die veröffentlichten Zahlen zeigen eine Verfehlung der CO2-Obergrenzen aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz. Es ist höchste Zeit für wirksamen Klimaschutz - mit einem Tempolimit im Verkehr und einer Sanierungsoffensive im Gebäudesektor. Erfahren Sie mehr in der aktuellen Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe.

Bremen (VBR). Deutsche Umwelthilfe kritisiert CO2-Bilanz im Gebäude- und Verkehrssektor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert dringende Sofortmaßnahmen angesichts der erneut katastrophalen CO2-Bilanz im Gebäude- und Verkehrssektor für das Jahr 2023. Die kürzlich von der Agora Energiewende veröffentlichten Zahlen zeigen eine Verfehlung der verbindlichen CO2-Obergrenzen aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz in beiden Sektoren.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat im November 2023 die Bundesregierung dazu verpflichtet, Klimaschutzsofortprogramme vorzulegen, um die Einhaltung der CO2-Obergrenzen aus dem Klimaschutzgesetz sicherzustellen. Die DUH hatte gegen die Bundesregierung geklagt, da diese das Bundesklimaschutzgesetz missachtet.

Im Verkehrssektor wurde die Obergrenze von 133 Millionen Tonnen CO2 um 12 Millionen Tonnen überschritten. Diese Entwicklung ist bereits das dritte Mal in Folge zu verzeichnen und stellt eine klare Missachtung der verbindlichen CO2-Vorgaben dar. Jürgen Resch, der DUH-Bundesgeschäftsführer, bezeichnet die veröffentlichten Zahlen als “eine schallende Ohrfeige für Verkehrsminister Wissing, der nach wie vor Recht und Gesetz ignoriert und wirksame Klimaschutzsofortmaßnahmen aus ideologischen Gründen ablehnt”. Als eine Maßnahme zur Reduzierung der CO2-Emissionen schlägt Resch ein Tempolimit von 100/80/30 vor, das eine jährliche CO2-Einsparung von 11 Millionen Tonnen ermöglichen würde.

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Auch der Gebäudesektor hat seine Klimaziele eklatant verfehlt. Die Obergrenze von 101 Millionen Tonnen CO2 wurde um 8 Millionen Tonnen überschritten. Barbara Metz, DUH-Bundesgeschäftsführerin, betont die Notwendigkeit struktureller und nachhaltiger Maßnahmen, um den Energiebedarf der Gebäude zu senken und Energiearmut zu bekämpfen. Sie fordert eine entschlossene Sanierungsoffensive, beginnend mit öffentlichen Gebäuden und den energetisch schlechtesten Wohngebäuden. Metz kritisiert außerdem den Wechsel auf angeblich klimaneutrale Heizungen als reines Greenwashing und fordert den sofortigen Stopp umwelt- und klimaschädlicher Subventionen für Biomasse- und fossile Heizungen.

Die aktuellen Zahlen der Agora Energiewende verdeutlichen einmal mehr die verheerende Bilanz der CO2-Emissionen in den Bereichen Verkehr und Gebäude. Die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe nach Sofortmaßnahmen sind angesichts dieser Entwicklungen dringlicher denn je. Die Bundesregierung muss nun endlich konkrete Schritte einleiten, um eine klimafreundliche und sozialverträgliche Reduzierung des Energiebedarfs in Gebäuden zu ermöglichen und den Verkehrssektor nachhaltig zu transformieren. Nur so kann ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und die Ziele des Bundes-Klimaschutzgesetzes eingehalten werden.

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Pressekontakt: Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Tel.: 0171 3649170, resch@duh.de
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin, Tel.: 0170 7686923, metz@duh.de
DUH-Newsroom: Tel.: 030 2400 867-20, presse@duh.de

Hintergrund:
Im Klimaschutzgesetz sind für jeden Sektor jährliche CO2-Obergrenzen festgelegt. Die aktuellen Zahlen der Agora Energiewende zeigen, dass diese Obergrenzen für das Jahr 2023 sowohl im Verkehrssektor als auch im Gebäudesektor deutlich überschritten wurden. Die DUH hat gegen die Bundesregierung geklagt, da diese ihre Verpflichtungen aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz nicht erfüllt.

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3 Antworten

  1. Also, ich finde ja, dass diese Umweltorganisationen immer übertreiben. CO2-Bilanz hin oder her, es gibt wichtigere Probleme!

  2. Ich denke, dass die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe zu drastisch sind. Es gibt doch auch andere Lösungen, oder?

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