Branchenverbände und Vermarkter starten gemeinsame Initiative gegen Werbeverbote

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Berlin (ots) – Berlin, 19.10.2023 – 09:05

Initiative “BITTE ZU ENDE DENKEN!” warnt vor weitreichenden Konsequenzen eines umfassenden Werbeverbots für Kinder-Lebensmittel

Die Pläne für ein Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz stehen kurz vor einer entscheidenden politischen Weichenstellung. Der Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter Bundesminister Cem Özdemir sieht vor, dass in vielen Fällen mehr als 70 Prozent aller Lebensmittel nicht mehr beworben werden dürfen. Diese Regelung hätte deutschlandweit einen Verlust von etwa drei Milliarden Euro an Bruttowerbeumsätzen zur Folge.

Besonders private Medienunternehmen sind von dieser geplanten Regelung stark betroffen. Sie sind auf Werbeeinnahmen angewiesen, um unabhängigen Journalismus zu finanzieren, und ein erheblicher Teil ihrer Einnahmen stammt aus der Lebensmittelwerbung. Auch Unternehmen in der Lebensmittelbranche sehen sich mit massiven Einschränkungen bei der Bewerbung ihrer Produkte konfrontiert. Das Problem dabei ist, dass der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags in einem Gutachten bestätigt hat, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die einen direkten Zusammenhang zwischen Werbeverboten und dem Übergewicht von Kindern belegen.

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Aus diesem Grund haben sich führende Verbände und Vermarkter der deutschen Werbewirtschaft zusammengetan, um mit der Initiative “BITTE ZU ENDE DENKEN!” auf die weitreichenden Konsequenzen eines umfassenden Werbeverbots hinzuweisen. Diese Konsequenzen betreffen die gesellschaftliche, wirtschaftliche und journalistische Freiheit und ergeben sich aus dem vorgeschlagenen Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz.

Die Initiative wird unterstützt von namhaften Organisationen wie dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), dem Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW), der Bundesvereinigung der Ernährungswirtschaft (BVE), dem Medienverband der freien Presse (MVFP), dem Verband Privater Medien (VAUNET), dem Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA), dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), dem Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL), dem Fachverband Außenwerbung (FAW) sowie dem Markenverband. Auch Vermarkter wie Media Impact, AdAlliance, BCN, VISOON, Bonial, RMS und Framen unterstützen diese Aktion.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, werden ab dem 19. Oktober 2023 Motive in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften sowie auf digitalen und Social-Media-Kanälen der Unterstützer veröffentlicht. Diese Motive rufen die politisch Verantwortlichen dazu auf, die Folgen eines solchen Gesetzes zu Ende zu denken.

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Ein Sprecher der Initiative betont: “Die Gesundheit unserer Kinder liegt uns am Herzen. Wir wünschen uns jedoch wirksame Maßnahmen, die Kinder vor Fehlernährung schützen. Werbeverbote sind dabei unwirksam im Kampf gegen kindliches Übergewicht. Unsere Vision ist es, dass unsere Kinder in einer Welt mit Informations-, Meinungs- und Medienvielfalt aufwachsen können. Pauschale Werbeverbote, wie sie im Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz vorgesehen sind, führen nicht nur zum Verlust einer wichtigen Einnahmequelle für die Medien, sondern auch zu einer unzuverlässigen Informationsversorgung unserer Gesellschaft, die als Gegengewicht zu Desinformation und Fake News dringend benötigt wird.”

Die Initiative stützt sich auf Argumente des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Weitere Informationen zum Gesetzesentwurf finden Sie unter der Website lieber-muendig.de.

Pressekontakt:
Anja Pasquay
Leiterin Kommunikation
Telefon: 030/726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de

Original-Content von: BDZV – Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V., übermittelt durch news aktuell.

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10 Antworten

    1. Ich verstehe den Hype um Werbeverbote sehr wohl. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass uns Werbung aufgezwungen werden muss. Es geht darum, die Verbraucher vor irreführenden und manipulativen Praktiken zu schützen. #Verbraucherschutz

  1. Wow, echt krass! Werbeverbote sind doch super! Endlich weniger nervige Werbung überall. #TeamWerbeverbote

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Dienstrad fahren und Steuern sparen: So geht’s!

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