Wachstumschancengesetz im Wohnungsbau: Degressive AfA als Hoffnungsträger – Sind die Fördermittel ausreichend?

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Am 22. März 2024 ist das Wachstumschancengesetz in Kraft getreten und führt mit der degressiven AfA für Wohngebäude eine neue Steuerbegünstigung ein, um den Wohnungsbau anzukurbeln. Die Bundesregierung hofft auf deutlich mehr Investitionen und bezahlbaren Wohnraum, doch die Bundesbauministerin räumt ein, dass die Fördermittel schon bald erschöpft sein könnten. Verbände fordern deshalb umgehende politische Nachbesserungen, um eine nachhaltige Wohnungsbauoffensive zu gewährleisten.

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– Wachstumschancengesetz am 22. März 2024 mit degressiver AfA für Wohngebäude beschlossen
– Degressive AfA soll Bauindustrie beleben und bezahlbaren Wohnraum für Mieter schaffen
– Neubauförderprogramm KFN nahezu ausgeschöpft, Anschlussfinanzierung und Bauordnungsvereinheitlichung gefordert

Neues Wachstumschancengesetz bringt degressive AfA für Wohngebäude

Am 22. März 2024 wurde das Wachstumschancengesetz beschlossen, das eine bedeutende steuerrechtliche Neuerung mit sich bringt: die Einführung der degressiven Absetzung für Abnutzung (AfA) für Wohngebäude. Mit dieser Maßnahme soll insbesondere der Wohnungsbau gestärkt werden.

„*Das Wachstumschancengesetz kommt und mit ihr die degressive AfA, die der gebeutelten Wohnungsbaubranche vor einem dreiviertel Jahr versprochen wurde – als Signal der Politik, den Markt anzukurbeln und als Signal für zigtausende Mieterinnen und Mieter, die auf bezahlbaren Wohnraum hoffen.*“ Dieses Zitat unterstreicht den politischen Willen, den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten und zeigt die Bedeutung der neuen steuerlichen Förderung als Impulsgeber.

Die Bundesbauministerin hat diesen Schritt bekräftigt: „*Das hat die Bundesbauministerin kürzlich eingestanden.“ Sie verweist damit auf die Notwendigkeit, die Wohnungsbaupolitik stärker als soziale Aufgabe zu begreifen. „Wohnungsbaupolitik ist Sozialpolitik – die Regierung sollte endlich danach handeln.*“ Diese klare Aussage verdeutlicht, dass bezahlbares Wohnen in Deutschland weiterhin hohe Priorität besitzen muss.

Mit dem Wachstumschancengesetz wird nun ein entscheidendes Instrument bereitgestellt, um Investitionen in Wohngebäude attraktiver zu machen – vor allem in einer Zeit, in der die Branche mit erheblichen Herausforderungen kämpft. Die Wirkungen auf den Markt und die Mieterinnen und Mieter bleiben dabei genau zu beobachten. Weitere Informationen finden sich im Artikel Politische Ränkespiele beendet | Presseportal .

Wohnungsbau zwischen Steueranreizen und Fördermittel-Krise

Das neue Gesetz zum Wohnungsbau setzt wichtige Impulse für die Branche und hat große gesellschaftliche Relevanz. Die Einführung der degressiven AfA bietet Investoren die Möglichkeit, in den ersten Jahren nach Wiedervermietung verstärkt Abschreibungen geltend zu machen. Dieses steuerliche Instrument kann die Rentabilität von Investitionen in Wohnraum erhöhen und somit potenziell mehr Gelder in den Bau und die Sanierung von Mietwohnungen lenken. Davon könnten langfristig auch Mieterinnen und Mieter profitieren, etwa durch einen ausgeweiteten Wohnungsmarkt und mehr Auswahl.

Dennoch ist klar: Steuerliche Anreize allein reichen nicht aus, um die Herausforderungen des Wohnungsmarktes zu meistern. Denn parallel zum Gesetz steht die Fördermittel-Krise, die für erhebliche Unsicherheit sorgt. Wenn staatliche Programme zum Wohnungsbau auslaufen oder nicht in ausreichendem Umfang fortgesetzt werden, drohen wichtige Projekte zu stocken oder sogar ganz zum Erliegen zu kommen. Die Kombination aus zu geringer Förderung und begrenzten steuerlichen Entlastungen kann dazu führen, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraums weiterhin hinter den Anforderungen zurückbleibt.

Die Wohnbau-Förderpolitik wirkt sich dabei ganz konkret auf wesentliche gesellschaftliche Probleme aus:

  • Steigende Mieten und eine wachsende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage verteuern das Wohnen zunehmend.
  • Verdrängung benachteiligter Gruppen aus innerstädtischen Quartieren wird zur sozialen Zerreißprobe.
  • Die Gefahr einer sozialen Spaltung zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten wächst sichtbar.
  • Investoren und Bauherren stehen vor Unsicherheiten, die viele Projekte verzögern oder verhindern.
  • Fehlende nachhaltige Anschlussfinanzierungen erschweren eine langfristig planbare und ökologische Wohnraumversorgung.

Vor diesem Hintergrund wäre es notwendig, zentrale politische Maßnahmen jetzt konsequent anzugehen. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Einführung vereinheitlichter Landesbauordnungen, die verschiedene Bauvorschriften vereinfachen und bundesweit vergleichbar machen.
  • Die Schaffung einer verlässlichen, langfristigen Förderarchitektur, die auch die Anschlussfinanzierung klimafreundlicher Neubauten sicherstellt.
  • Verstärkte Anstrengungen zur sozialen Durchmischung in Wohngebieten, um Verdrängungseffekte zu begrenzen.
  • Eine bessere Verzahnung von steuerlichen Anreizen und Förderprogrammen, um Investoren den Einstieg und die Planungssicherheit zu erleichtern.

Wohnraummangel: Gesellschaftliche Folgen und Lösungsansätze

Gerade für die Menschen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, gestaltet sich die Lage zunehmend schwierig. Das Problem ist vielschichtig und erfordert ein Bündel aus politischen Reformen, Investitionen und nachhaltigen Strategien, um den Wohnraum stabil und sozial gerecht zu gestalten.

Die Zukunft des Wohnungsbaus: Quo vadis Deutschland?

Wie sich die Situation für Wohnungsbauunternehmen und Wohnungsuchende entwickeln wird, hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, steuerliche Anreize und Förderpolitik besser aufeinander abzustimmen und die notwendigen politischen Weichenstellungen vorzunehmen. Nur so lassen sich die aktuellen Unsicherheiten überwinden und die Voraussetzungen schaffen, dass ausreichend, bezahlbarer und nachhaltiger Wohnraum entsteht.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Politische Ränkespiele beendet | Presseportal

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