Wichtige Tipps: Bausparvertrag und Steuererklärung perfekt kombinieren!

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24.07.2023 – 12:30

VLH erklärt: Darauf sollten Bausparer achten

Neustadt a. d. W. (ots) – Wie funktioniert ein Bausparvertrag? Welche staatlichen Förderungen gibt es? Und worüber sollte man in Sachen Steuererklärung Bescheid wissen? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) gibt Antworten und erklärt, worauf Bausparerinnen und Bausparer achten sollten.

Planungssicherheit dank Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag bietet Sparerinnen und Sparern bereits bei Vertragsabschluss die Möglichkeit, den späteren Zinssatz für einen Baukredit zu kennen. Dies gibt ihnen Planungssicherheit, da niemand die Höhe der zukünftigen Kreditzinsen kennt.

So funktioniert ein Bausparvertrag

Bei einem Bausparvertrag schließt eine Bausparerin entweder bei einer Bausparbank oder bei einer Bausparkasse einen Vertrag ab. Dabei legt sie die Höhe ihrer Bausparsumme fest, beispielsweise 50.000 Euro. Anschließend beginnt die Ansparphase, bei der in stetigen Raten während einer vorab festgelegten Laufzeit die Hälfte der Bausparsumme angespart wird. Dafür werden in der Regel niedrige Guthabenzinsen gewährt.

In einem Beispiel hat die Bausparerin nach gut zehn Jahren 25.000 Euro angespart und erreicht somit das Mindestsparguthaben. Der Bausparvertrag ist nun “zuteilungsreif”. Benötigt sie das Geld zum Bauen oder Renovieren, zahlt die Bausparkasse ihr die komplette Summe von 50.000 Euro aus. Anschließend beginnt die Tilgungsphase, in der die von der Bausparkasse geliehenen 25.000 Euro zu dem beim Vertragsabschluss festgelegten Zinssatz zurückgezahlt werden.

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Der Vorteil des Bausparvertrags besteht darin, dass die Bausparkasse die Darlehenszinsen für die gesamte Laufzeit garantiert, unabhängig von der aktuellen Lage am Kapitalmarkt.

Staatliche Förderungen für Bausparverträge

Für Bausparverträge gibt es verschiedene staatliche Förderungen:

1. Die Wohnungsbauprämie: Seit 2021 unterstützt der Staat Bausparerinnen und Bausparer mit zehn Prozent Wohnungsbauprämie. Das bedeutet, dass sie zehn Prozent der jährlich eingezahlten Summe als Prämie erhalten, maximal jedoch 70 Euro für Alleinstehende und 140 Euro für Verheiratete pro Jahr. Voraussetzung dafür ist ein zu versteuerndes Einkommen von unter 35.000 Euro bei Singles bzw. unter 70.000 Euro bei Verheirateten sowie die wohnwirtschaftliche Verwendung des Bausparguthabens und eine Mindesteinzahlung von 50 Euro pro Jahr.

2. Die Arbeitnehmer-Sparzulage: Bausparerinnen und Bausparer, die vermögenswirksame Leistungen von ihrem Arbeitgeber erhalten und das Geld in einen Bausparvertrag einzahlen, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage. Diese beträgt bis zu 43 Euro im Jahr.

3. Die Eigenheimrente: Bei der Eigenheimrente, auch Wohn-Riester genannt, können Sparerinnen und Sparer doppelt profitieren. Es gibt eine staatliche Förderung und die Beiträge zum Wohn-Riester können als Sonderausgabe in der eigenen Steuererklärung angegeben werden. Dabei müssen jedoch bestimmte Bedingungen eingehalten werden.

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Bausparverträge und Steuererklärung

Abschließend werden noch zwei Tipps zur Steuererklärung im Zusammenhang mit Bausparverträgen gegeben:

1. Abschlussgebühr des Bausparvertrags als Werbungskosten absetzen: Die Abschlussgebühr eines Bausparvertrags, die in der Regel ein Prozent der Bausparsumme beträgt, kann als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung in der Steuererklärung eingetragen werden. Dies gilt jedoch nur, wenn das Geld aus dem Bausparvertrag für den Bau oder Kauf einer Immobilie genutzt wird, die anschließend vermietet wird.

2. Guthabenzinsen aus dem Bausparvertrag freistellen: Die Guthabenzinsen beim Bausparen unterliegen seit 2009 der Abgeltungsteuer. Sparerinnen und Sparer sollten daher ihrer Bausparkasse einen Freistellungsauftrag erteilen, da Kapitalerträge bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei bleiben.

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit über einer Million Mitgliedern und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit der größte Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater. Sie unterstützt ihre Mitglieder bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung, dem Beantragen von Steuerermäßigungen und der Prüfung des Steuerbescheids.

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Pressekontakt:
Christina Georgiadis
Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH)
Fritz-Voigt-Str. 13
67433 Neustadt a.d. Weinstraße
Tel.: 06321 4901-0
Fax: 06321 4901-49
E-Mail: presse@vlh.de
Web: www.vlh.de/presse

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13 Antworten

    1. Bausparverträge sind eine bewährte Methode, um langfristig und sicher Vermögen aufzubauen. Andere Investitionen mögen attraktiv erscheinen, aber die Stabilität und Vorteile eines Bausparvertrags sind unübertroffen. Es ist wichtig, alle Optionen zu prüfen, bevor man solche Aussagen trifft.

    1. Steuererklärung mag für dich wichtiger und einfacher sein, aber Bausparverträge haben ihre Vorteile. Sie bieten finanzielle Sicherheit und Zinssätze, die heutzutage schwer zu finden sind. Es kommt darauf an, welche Prioritäten man setzt.

  1. Steuern mögen für manche unbequem sein, aber sie sind unverzichtbar für den Erhalt und die Finanzierung der öffentlichen Infrastruktur und Dienstleistungen. Anarchie mag verlockend klingen, aber sie würde zu Chaos und Ungerechtigkeit führen. Wir alle profitieren von geordneten Gesellschaften.

  2. Der Artikel ist totaler Quatsch! Bausparverträge sind völlig überbewertet und Steuererklärungen sind Zeitverschwendung!

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