ver.di kritisiert Schaffung zusätzlicher Senderebenen im Bericht des Zukunftsrats Rundfunk

Ver.di kritisiert die Schaffung zusätzlicher Senderebenen, wie sie im Bericht des Zukunftsrats Rundfunk vorgeschlagen wurden. Besonders der Umbau zu einer jährlichen Finanzierung wird als Abkehr vom bisherigen Verfahren zur Rundfunkfinanzierung betrachtet. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft begrüßt jedoch die Forderung nach einer zentralen Einheit zur technischen Entwicklung und Betrieb einer gemeinsamen digitalen Plattform. Hierbei sollen alle Mediatheken, Audiotheken-Inhalte und Diskursräume zusammengeführt werden. Erfahre mehr über die kritischen Stimmen und Forderungen von ver.di in diesem Nachrichtenartikel.

Bremen (VBR). Der Bericht des Zukunftsrats Rundfunk, veröffentlicht von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), stößt auf Kritik bei der Schaffung zusätzlicher Senderebenen. Insbesondere wird der vorgeschlagene Umbau zu einer jährlichen Finanzierung als radikaler Bruch mit dem bisherigen System der Rundfunkfinanzierung angesehen. Positiv bewertet wird hingegen die Forderung des Zukunftsrats nach einer zentralen Einheit zur technischen Entwicklung und Betrieb einer gemeinsamen digitalen Plattform.

Kritikpunkte von ver.di beziehen sich insbesondere auf die fehlende fachliche Expertise und Einbeziehung der Mitarbeiter der Rundfunkanstalten bei den Vorschlägen des Zukunftsrats. Die Schaffung einer neuen zentralen ARD-Anstalt wird als Hindernis für regionale Stärke und bundesweite Kompetenzen der ARD-Sender wahrgenommen. Zudem wird bemängelt, dass die vorgeschlagene Abkehr von der verfassungsrechtlich abgesicherten Rundfunkfinanzierung zu mehr Spardruck führen und sogar Sanktionen nach sich ziehen könnte. Dies stehe im Widerspruch zur bisherigen Ausrichtung des Bundesverfassungsgerichts, welches eine gesicherte Fortentwicklung der Rundfunkfinanzierung betont. Christoph Schmitz, zuständiges Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes für Medien, äußerte harte Kritik in diesem Zusammenhang.

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Einig ist sich ver.di hingegen mit dem Zukunftsrat in Bezug auf die Schaffung einer starken digitalen Plattform, auf der alle Mediatheken, Audiotheken-Inhalte und Diskursräume zusammengeführt werden können. Diese Entwicklung wird als überfällig und unterstützungswürdig betrachtet.

Der Bericht des Zukunftsrats Rundfunk und die Stellungnahme von ver.di werfen wichtige Fragen zur Zukunft des Rundfunks auf. Die Vorschläge des Zukunftsrats könnten weitreichende Konsequenzen für die Rundfunklandschaft und die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben. Es bleibt abzuwarten, wie die Diskussion fortschreitet und welche Entscheidungen getroffen werden.

Quelle:
ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
18.01.2024 – 15:15
www.verdi.de/presse


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