Übergreifendes Verständnis von Gesundheit: Stellungnahme des BDP zum Bundesinstitut

BDP fordert umfassendes Verständnis von Gesundheit in neuer Bundesoberbehörde In einer aktuellen Stellungnahme zum Aufbau des neuen Bundesinstituts für Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) kritisiert der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) die bisherige Ausrichtung als zu kurz gedacht. Der Verband betont, dass ein übergreifendes Verständnis von Gesundheit unabdingbar ist und auch die psychologischen Aspekte umfassen muss. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Belastungen und Unsicherheiten in der Gesellschaft sei eine ganzheitliche Gesundheitsförderung erforderlich. In Zusammenarbeit mit anderen psychologischen Verbänden hat der BDP seine Stellungnahme an das Bundesministerium für Gesundheit übermittelt.

Bremen (VBR). Psychische Gesundheit und Prävention im Fokus: Berufsverband der deutschen Psychologen kritisiert geplantes Bundesinstitut

Berlin, 23. Januar 2024: Angesichts der zunehmenden Belastungen und Unsicherheiten in der heutigen Zeit, bedingt durch globale Krisen und sich ändernde soziale Strukturen und Arbeitswelten, steigt der Bedarf an effektiver Gesundheitsförderung. In diesem Zusammenhang begrüßt der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) die Bemühungen der Bundesregierung, ein Bundesinstitut für Gesundheitsförderung und Prävention aufzubauen. Allerdings sieht der BDP in der bisher vorgestellten Konzeption des Bundesinstituts deutliche Schwächen und plädiert für ein umfassendes Verständnis von Gesundheit, das die Psychologie einbezieht.

Der Berufsverband schließt sich damit der Kritik des Zukunftsforums Public Health (ZfPH) an, das darauf hinweist, dass die Volkskrankheiten auch psychische Erkrankungen miteinschließen müssen. Es ist wichtig, psychologische Faktoren bei körperlichen Erkrankungen genauso zu berücksichtigen wie die wachsende Bedeutung und zentrale Rolle psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Statistiken zeigen beispielsweise, dass psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Frühberentungen sind und die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen kontinuierlich steigt (Höchststand von 48 % im Jahr 2022).

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Neben der Förderung des betrieblichen Gesundheitsmanagements fordert der BDP, dass Präventionsarbeit auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen, wie beispielsweise im schulischen Kontext oder im Umgang mit Isolation und Einsamkeit, stattfinden sollte.

Darüber hinaus betont der BDP, dass die bisherige rein medizinische Perspektive des Bundesinstituts erweitert werden muss, um psychologisches Fachwissen bei der Konzeptentwicklung einzubeziehen. Prävention, Gesundheitsförderung und der Erhalt psychischer Gesundheit sind Schwerpunktthemen und Aktionsfelder des Verbands, der als größter psychologischer Berufsverband gerne seine Expertise und sein Wissen zur Verfügung stellt.

Die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen, bestehend aus dem BDP und der DGPs (Deutsche Gesellschaft für Psychologie), hat ihre Stellungnahmen zum Bundesinstitut gemeinsam an das Bundesministerium für Gesundheit gesendet.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen Interessen von niedergelassenen, selbstständigen und angestellten/beamten Psychologinnen und Psychologen aus allen Tätigkeitsbereichen. Als anerkannter Berufs- und Fachverband ist der BDP Ansprechpartner und Informationsquelle für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Der BDP wurde im Jahr 1946 gegründet und zählt heute rund 11.000 Mitglieder.

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Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Bettina Genée
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon: +49176 58868222
Mail: presse@bdp-verband.de

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) setzt sich dafür ein, ein umfassendes Verständnis von Gesundheit zu fördern, das die psychische Gesundheit als integralen Bestandteil berücksichtigt.


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