Psychotherapeut*innen fordern gerechte Vergütung: DPtV setzt sich für faire Bezahlung und bessere Bedingungen im Gesundheitswesen ein

Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) fordert eine angemessene Vergütung für Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen im öffentlichen Dienst, die ihrem Qualifikationsniveau entspricht, und strebt seit 2016 gemeinsam mit ver.di die Eingruppierung in Entgeltgruppe E15 (Weiterbildende in E14) an. Bundesvorsitzender Gebhard Hentschel betont, es sei höchste Zeit, den Facharzt-Status dieser Berufsgruppe tariflich abzubilden. Eine unzureichende Bezahlung gefährde andernfalls die Versorgung psychisch Erkrankter durch Abwanderung qualifizierter Kräfte.

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– DPtV fordert gerechte Vergütung für Psychotherapeut*innen entsprechend hohem Qualifikationsniveau.
– Eingruppierung in TVöD-Entgeltgruppe E15 für Therapeut*innen und E14 für Auszubildende gefordert.
– Warnung vor Fachkräftemangel und Abwanderung durch unzureichende Vergütung.

Gerechte Bezahlung für Psychotherapeut*innen: Forderungen der DPtV im Fokus

Im Mittelpunkt der aktuellen Vergütungsdebatte steht die klare Forderung der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) nach einer gerechteren Bezahlung für Psychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen. Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der DPtV, bringt es auf den Punkt: „Es ist höchste Zeit, dass angestellte Psychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen eine angemessene und gerechte Vergütung erhalten, die ihrem Qualifikationsniveau entspricht.“

Die DPtV macht deutlich, dass die wertvolle und qualifizierte Arbeit dieser Fachkräfte endlich angemessen honoriert werden muss. Gemeinsam mit ver.di setzt sich der Verband seit 2016 dafür ein, dass Psychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen im öffentlichen Dienst in die Entgeltgruppe E15 eingruppiert werden. Elisabeth Dallüge, kooptiertes Vorstandsmitglied der DPtV, unterstreicht die Bedeutung dieser Einstufung: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Eingruppierung dem Facharztstatus der psychotherapeutischen Behandlung gerecht wird.“

Darüber hinaus fordert die DPtV für Psychotherapeutinnen in Weiterbildung (PtW) eine Einstufung in die Entgeltgruppe 14. Elisabeth Dallüge warnt eindringlich vor den Folgen, wenn die Vergütung unzureichend bleibt: Eine unzureichende Vergütung könnte zur Abwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Kliniken und Institutionen führen – ein Trend, der dringend aufgehalten werden muss, um die Versorgung auf hohem Niveau sicherzustellen. Diese Forderungen sind entscheidend, um die Qualität der Versorgung und den Verbleib qualifizierter Psychotherapeutinnen im öffentlichen Dienst zu sichern.

Warum faire Bezahlung für Psychotherapeut*innen jetzt entscheidend ist

Die angemessene Vergütung psychotherapeutischer Fachkräfte ist weit mehr als eine Frage der Gerechtigkeit im Beruf: Sie hat direkte gesellschaftliche Relevanz und beeinflusst maßgeblich die Versorgungslage im Gesundheitswesen. Eine Unterbezahlung von Psychotherapeut*innen bedeutet nicht nur, dass deren Arbeit finanziell nicht angemessen gewürdigt wird, sondern birgt auch erhebliche Risiken für die gesamte Gesundheitsversorgung.

Was bedeutet die Forderung für das Gesundheitswesen?

Unfaire oder zu geringe Vergütung kann dazu führen, dass qualifizierte Fachkräfte im psychotherapeutischen Bereich vom Arbeitsmarkt abwandern oder sich für andere Berufswege entscheiden. Dadurch entstehen Versorgungslücken, die besonders in Zeiten wachsender Nachfrage nach psychotherapeutischer Hilfe alarmierend sind. Eine tarifliche Gleichstellung würde dem entgegenwirken, indem sie den Beruf attraktiver macht und stabile Beschäftigungsverhältnisse fördert.

Wie betrifft das die Versorgung psychisch Erkrankter?

Psychisch Erkrankte sind auf eine verlässliche, zeitnahe und qualitativ hochwertige Versorgung angewiesen. Wenn Fachkräfte aufgrund schlechter Bezahlung und fehlender Perspektiven fehlen, leiden die Betroffenen unter längeren Wartezeiten und eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten. Eine faire Bezahlung stärkt nicht nur die Motivation der Psychotherapeut*innen, sondern signalisiert auch, dass psychische Gesundheit als gesellschaftliches Thema anerkannt und priorisiert wird.

Die Auswirkungen einer unzureichenden Vergütung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Abwanderung von Fachkräften aus der Psychotherapie in andere Bereiche oder Berufe
  • Verschlechterung der Behandlungsqualität durch Personalmangel
  • Erhöhte Wartezeiten für Patient*innen und somit eine Verschlechterung der Versorgungssituation

Faire Bezahlung gilt daher als Schlüssel, um die psychotherapeutische Versorgung zu sichern und die psychische Gesundheit der Gesellschaft nachhaltig zu stärken.


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Lange überfällig: Angemessener Tarif für Psychotherapeut*innen

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