Tarifstreit eskaliert: Kein Angebot in Druckindustrie

In der hart umkämpften Welt der Arbeitsbeziehungen hat sich erneut ein Konfliktherd entzündet: Die Tarifverhandlungen in der Druckindustrie, die 110.000 Beschäftigte auf ihrer Lohnsuche begleiten, sind auch in der dritten Runde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Am Dienstag, den 16. April 2024, standen sich Vertreter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) gegenüber, doch die Fronten scheinen verhärteter denn je. Während die Arbeitgeberseite mit einem Angebot aufwartet, das in den Augen der Gewerkschaft angesichts steigender Inflationsraten und wachsender Lebenshaltungskosten bei Weitem nicht ausreicht, droht ver.di mit deutlichen Signalen aus den Reihen der Arbeitnehmer. Die Zuspitzung des Konflikts, eine Mischung aus Enttäuschung und Kampfbereitschaft, zeichnet das Bild eines Arbeitsmarktes im Umbruch. Bleibt die Frage: Werden die nächsten Wochen eine Wende bringen, oder steuert die Druckindustrie auf unruhige Zeiten zu?

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Bremen (VBR). In der Druckindustrie bleiben die Fronten verhärtet: Trotz intensiver Verhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) konnte bei der dritten Runde, die am 16. April 2024 stattfand, keine Einigung erzielt werden. Die Diskussionen betreffen etwa 110.000 Beschäftigte, deren Lohnkonditionen zur Debatte stehen, ein klarer Hinweis auf die Tragweite der Verhandlungen für die Branche.

Die Verhandlungen sind festgefahren: Die Arbeitgeberseite verharrt auf einem Angebot von 2,0 Prozent Lohnerhöhung zum 1. Juni 2024 und einer weiteren Erhöhung um 1,0 Prozent zum 1. Juni 2025, jeweils bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Laut Rachel Marquardt, der ver.di-Verhandlungsführerin, ist dieses Angebot völlig unzureichend und berücksichtigt weder Inflation noch Preissteigerungen. „Dies ist völlig inakzeptabel, denn dies würde bedeuten, dass die Beschäftigten mit Blick auf alle Prognosen zur weiteren Inflation einen weiteren massiven Reallohnverlust hinnehmen müssten. Das ist gegenüber den Beschäftigten verantwortungslos und zeigt, dass der BVDM die Lebensrealität der Beschäftigten in der Druckindustrie völlig ausblendet“, kritisiert Marquardt.

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Auf der anderen Seite steht die Forderung von ver.di nach 12 Prozent mehr Lohn und Gehalt – ein Vorschlag, den die Arbeitgeber strikt zurückweisen. Marquardt warnt, dass die Arbeitgeber bald „klare Denkanstöße“ aus den Reihen der Beschäftigten erfahren könnten, sollte keine Annäherung erfolgen.

Die Bedeutung dieser Tarifverhandlungen erstreckt sich weit über die unmittelbar Beteiligten hinaus. Sie spiegeln den Druck wider, unter dem die gesamte Druckbranche steht, sich an eine sich schnell verändernde wirtschaftliche Landschaft anzupassen, die von Digitalisierung und veränderten Medienkonsumgewohnheiten geprägt ist. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen könnten als Vorreiter für ähnliche Diskussionen in verwandten Branchen dienen und sind damit ein wichtiger Gradmesser für die soziale und wirtschaftliche Wertschätzung von Arbeit.

Ein weiteres Treffen ist für den 7. Mai 2024 anberaumt, doch die bisherige Stagnation lässt wenig Hoffnung auf durchgreifende Fortschritte. Die Angelegenheit bleibt von hoher Brisanz und die kommenden Wochen dürften zeigen, inwiefern beide Seiten bereit sind, sich zu bewegen. In dieser kritischen Phase ist eine Lösung, die die Lebenskosten und die gerechte Entlohnung der Beschäftigten berücksichtigt, von entscheidender Bedeutung für die Stabilität der Branche und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer. Die Augen sind nun auf den nächsten Gesprächstermin gerichtet, in der Hoffnung, dass er die festgefahrenen Positionen aufweichen kann.

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Medien-Info: Erneute ergebnislose Tarifrunde in der Druckindustrie: Arbeitgeber legen …

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