Studie der Deutschen Umwelthilfe zeigt großes Potential für weitere Reduktion des Rohstoffverbrauchs bei Elektroautos

Deutsche Umwelthilfe zeigt: Elektroautos umweltfreundlicher als Verbrenner Eine aktuelle Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) belegt, dass batteriebetriebene Elektroautos bereits heute deutlich umweltverträglicher sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. In der Studie werden auch alternative Batterietechnologien und die Wiederverwendung von Antriebsbatterien als Stromspeicher als vielversprechende Ansätze für eine nachhaltige Mobilität betrachtet. Trotz dieser Erkenntnisse kritisiert die DUH die Marktstrategie deutscher Hersteller, insbesondere die Produktion übergroßer Elektro-SUV und die Vernachlässigung von stadtverträglichen Elektro Klein- und Kleinstwagen. Um das volle Umweltpotential von Elektroautos auszuschöpfen, müssen nicht nur der Rohstoffbedarf reduziert, sondern auch gesetzliche Vorgaben für Reparatur, Wiederverwendung und Recycling geschaffen werden. Die DUH fordert daher die Politik dazu auf, schnellstmöglich entsprechende Regelungen zu treffen und den Trend zu riesigen Elektro-SUV zu stoppen.

Bremen (VBR). Elektroautos sind laut einer detaillierten Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bereits heute im Durchschnitt umweltverträglicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder dem Einsatz von Wasserstoff. Die DUH kritisiert jedoch die Strategie deutscher Hersteller, vor allem übergroße Elektro-SUVs anzubieten und die Produktion von stadtverträglichen Elektro Klein- und Kleinstwagen überwiegend chinesischen Herstellern zu überlassen. Die Studie betont auch das volle Umweltpotenzial von Antriebsbatterien, das durch die Verringerung des Einsatzes kritischer Rohstoffe und die Erleichterung von Reparatur, Wiederverwendung als Stromspeicher und effizientes Recycling erreicht werden kann.

Die Vorteile von Elektroautos im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen liegen unter anderem darin, dass sie während der Nutzung keine gesundheitsschädlichen Abgase ausstoßen, im Stadtverkehr weniger Lärm verursachen und deutlich effizienter sind. Während bei einem benzinbetriebenen Fahrzeug nur etwa 20 Prozent der eingesetzten Energie für den Antrieb genutzt werden, sind es bei einem Elektrofahrzeug inklusive Ladeverlusten 64 Prozent.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, betont, dass reine Elektroautos im Durchschnitt deutlich klima- und umweltfreundlicher sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Allerdings belastet die Gewinnung von Batterierohstoffen wie Lithium, Kobalt oder Nickel die Umwelt erheblich. Metz fordert daher alternative Batterietechnologien wie die auf Natrium-Basis für Fahrzeuge einzusetzen, für die keine kritischen Ressourcen benötigt werden.

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Die Nutzungsdauer von Batterien spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Umweltperformance. Ausgemusterte Antriebsbatterien mit einer Restkapazität von etwa 70 Prozent können beispielsweise noch als stationäre Energiespeicher für erneuerbare Energien genutzt werden. Allerdings fehlen derzeit gesetzliche Vorgaben, die eine lange Nutzung, Reparatur und Wiederverwendung sicherstellen. Die DUH fordert die Bundesregierung auf, diese Lücken zu schließen und innovative Batterietechnologien sowie das Recycling von Fahrzeugbatterien zu fördern.

Insgesamt ist das Elektroauto über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg weniger schädlich für Klima und Umwelt als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsantrieb. Um die Vorteile gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen optimal auszuschöpfen, müssen jedoch der Rohstoffbedarf für Antriebsbatterien weiter reduziert und innovative Batterietechnologien gefördert werden. Zudem sollten besonders effiziente Elektro-Klein- und Kleinstfahrzeuge entwickelt werden, um den Trend zu immer größeren Elektro-SUVs zu brechen. Die DUH fordert die Bundesregierung dazu auf, schnellstmöglich Regelungen zur Begrenzung des Ressourcenverbrauchs durch Elektroautos auf den Weg zu bringen.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

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