Fachärzte warnen: Ambulante Versorgung am Limit – Forderung nach Ende der Budgetierung und schnelle Gesundheitspolitik-Reformen

Fachärztinnen und Fachärzte warnen, dass die strikte Budgetierung in der ambulanten Versorgung zu langen Wartezeiten und verzögerten Diagnosen führt. Sie fordern eine zügige Aufhebung der Facharztbudgets und klare Zusagen des Bundesgesundheitsministers zur Zukunftssicherung der Patientenversorgung. Ein Krisengipfel am 9. Januar 2024 soll die dringend notwendigen Reformen besprechen.
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Alarmstufe ambulante Versorgung: Wichtige Forderungen der Fachärzte im Überblick

Die ambulante Versorgung in Deutschland steht vor dem Kollaps. Fachärzte warnen eindringlich vor einem Ausbluten der ambulanten Versorgung und weisen auf die bereits spürbaren Folgen für die medizinische Versorgung der Menschen hin. Aufgrund dieser Entwicklung sind lange Wartezeiten auf Facharzttermine, Wartelisten und Leistungskürzungen für Patientinnen und Patienten an der Tagesordnung. Das führt bei vielen Betroffenen zu verzögerten Diagnosen und steigenden Gesundheitsrisiken.

Die Fachärzte richten klare Erwartungen an den Bundesgesundheitsminister: Sie fordern eindeutige Zusagen zur Zukunftsfähigkeit der ambulanten Versorgung. Zentral ist dabei die bereits im Koalitionsvertrag verankerte Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung.

Darüber hinaus fordern die Fachärzte nun auch ein Ende der Budgetierung der fachärztlichen Versorgung. Davon sind sowohl die grundversorgenden als auch die spezialisierten Fachärzte betroffen. Die Budgetierung im Facharztbereich habe mittlerweile ein so hohes Niveau erreicht, dass eine zeitnahe Diagnosestellung häufig nicht mehr möglich sei. Das verursache lange Wartezeiten für Patienten und gefährde deren Gesundheit.

Diese dringenden Forderungen stehen im Mittelpunkt des Krisengipfels zur ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung am 9. Januar 2024. Dort soll endlich über tragfähige Lösungen gesprochen werden, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.

Warum die ambulante Versorgung am Limit arbeitet

Die derzeitige starre Budgetierung im ambulanten Bereich führt zu erheblichen Problemen bei der medizinischen Versorgung. Kliniken und Praxen stoßen in jedem Quartal an finanzielle Grenzen, die weder der tatsächlichen Zahl der Patienten noch dem Aufwand moderner Diagnoseverfahren entsprechen. Dadurch entstehen gravierende Verzögerungen bei Untersuchungen und Behandlungen, die sich besonders für chronisch Kranke und ältere Menschen bemerkbar machen, da sie auf eine kontinuierliche Betreuung angewiesen sind.

Gesellschaftlich wird die Situation kritisch gesehen: Es wächst der Unmut über längere Wartezeiten, während die Politik nach nachhaltigen Finanzierungslösungen sucht. Die Versorgungsprobleme beruhen auf zentralen Herausforderungen, die angegangen werden müssen, um eine stabilere ambulante Versorgung zu gewährleisten.

Herausforderungen für Patienten und Ärzte

Die rigide Quartalsbudgetierung schränkt die Handlungsspielräume von Ärzten erheblich ein. Sie zwingt Praxen dazu, ihre Leistungen innerhalb finanzieller Deckel zu erbringen, die nicht mit dem tatsächlichen Patientenaufkommen oder den Anforderungen moderner Medizin Schritt halten. Das führt zu Engpässen und Verzögerungen, die vor allem Patienten mit hohem Betreuungsbedarf treffen. Die Belastung für Ärzte wächst, weil sie trotz steigender Anforderungen keine angemessene Vergütung erhalten.

Wie sehen mögliche Lösungen aus?

Wichtige Reformoptionen zielen darauf ab, die Defizite der Quartalsbudgetierung zu beseitigen und flexiblere Vergütungsmodelle zu etablieren, die über starre Grenzen hinausgehen. Ebenso wird eine stärkere Verzahnung von Haus- und Fachärzten gefordert, um eine abgestimmte und effizientere Versorgung sicherzustellen.

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen sind Bund und Länder gefordert, die Beschlüsse des Krisengipfels vom 9. Januar 2024 umzusetzen und in den kommenden Monaten in den Gesetzgebungsprozess einzubringen. Nur so kann die ambulante Versorgung langfristig stabilisiert und an die tatsächlichen Bedarfe angepasst werden.

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5 Kommentare

  1. Also ich finde, dass die SpiFa echt mal klare Lösungen fordern sollten. Was bringt es denn, nur zu diskutieren?

    1. Ja, diskutieren bringt nichts! Die SpiFa sollte endlich handeln und klare Lösungen fordern. Nur reden bringt uns nicht weiter. Es ist an der Zeit, dass sie Verantwortung übernehmen und konkrete Maßnahmen ergreifen. Keine Ausreden mehr!

  2. Ich verstehe nicht, warum SpiFa immer so lautstark nach Lösungen schreit. Können sie nicht einfach mal abwarten und Tee trinken?

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