Rückgang bei Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe – VNW-Direktor Breitner fordert umfassendes Förderprogramm

Eine stille Krise breitet sich im Wohnungsbau aus, die zu einer drastischen Verschärfung der Wohnungsnot führen könnte. Neue Zahlen zeigen einen alarmierenden Rückgang der Auftragseingänge im Baugewerbe und lassen befürchten, dass bisherige staatliche Förderungen nicht ausreichen. Jetzt ist es an der Zeit, den Neubau von bezahlbarem Wohnraum massiv voranzutreiben, bevor es zu spät ist.

Bremen (VBR). Wohnungsbaubranche in Norddeutschland vor Krise: Umsatzrückgang bei Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe besorgt Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) warnt vor einer drohenden Krise im Wohnungsbau. Eine aktuelle Meldung des Statistikamts Nord zeigt, dass die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Hamburg einen Umsatzrückgang von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten. In Schleswig-Holstein fiel der Rückgang sogar mit 27,2 Prozent noch drastischer aus.

Andreas Breitner, Direktor des VNW, kommentiert diese Zahlen besorgt: “Die jetzt veröffentlichten Umsatzzahlen beim Wohnungsbau belegen, in was für eine Krise wir sehenden Auges schlittern. Es wird immer weniger gebaut und der bereits vorhandene Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärft sich – und zwar nicht erst in drei oder vier Jahren, sondern schon jetzt, Tag für Tag.”

Der Rückgang beim Umsatz im Bauhauptgewerbe ist nur ein Teil des Problems. Der Einbruch bei den Baugenehmigungszahlen verschärft die Situation zusätzlich. In den nächsten Monaten und Jahren ist mit einem deutlichen Rückgang bei den Baufertigstellungen zu rechnen.

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Obwohl sowohl Schleswig-Holstein als auch Hamburg bereits die öffentliche Wohnungsbauförderung erheblich ausgeweitet haben, zeigen die aktuellen Zahlen zum Umsatz und den Baugenehmigungen, dass dies offenbar nicht ausreichend ist.

Breitner fordert daher die Ampelparteien auf, ihren Streit über den Haushalt des kommenden Jahres beizulegen und den Neubau von Wohnungen massiv zu fördern. Jetzt sei nicht die Zeit für weitere Erhöhungen von energetischen Anforderungen oder strengeren Auflagen bei Heizungstausch. Es gehe jetzt allein darum, ob überhaupt noch bezahlbarer Wohnraum errichtet wird.

Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 430 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 740.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,41 Euro.

Die Warnung des VNW verdeutlicht die prekäre Situation im Wohnungsbau in Norddeutschland. Das Thema bezahlbarer Wohnraum spielt eine immer größere Rolle, und die aktuellen Zahlen zeigen, dass dringend gehandelt werden muss, um eine akute Krise zu verhindern. Der VNW, als Vertretung der Vermieter mit Werten, setzt sich für eine umfassende Förderung des Wohnungsbaus ein und fordert von den politischen Parteien, die Notwendigkeit des bezahlbaren Wohnraums als oberste Priorität anzusehen. Nur so kann der prekäre Wohnraummangel in Norddeutschland langfristig gelöst werden.

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