Pflegeheim-Bewohnende: Entlastung von Ausbildungs- und Investitionskosten

Die Eigenanteile für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind im Jahr 2023 weiter gestiegen, zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Trotz bereits beschlossener Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungen gibt es laut Prognose wenig Hoffnung auf nachhaltige Begrenzung der finanziellen Belastungen. AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann fordert weitere Lösungen, wie die Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen, um Pflegebedürftige zu entlasten. Auch die Investitionskosten der Pflegeheime sollten nicht länger von Pflegebedürftigen getragen werden müssen. Eine finanzielle Stärkung der Pflegeversicherung sei dringend nötig.

Bremen (VBR). Die durchschnittlichen pflegebedingten Eigenanteile für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sind im Jahr 2023 weiter gestiegen, wie eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. Die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Leistungsverbesserung werden den Trend zu immer höheren finanziellen Belastungen voraussichtlich nicht nachhaltig bremsen können. Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, betont die Notwendigkeit weiterer wirksamer und nachhaltiger Lösungen zur Begrenzung der steigenden Eigenanteile und zur finanziellen Entlastung der Betroffenen.

Insbesondere schlägt Reimann vor, die Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen herauszunehmen. Dadurch könnten die Pflegebedürftigen um etwa eine Milliarde Euro entlastet werden. Reimann sieht keinen Grund, warum die Kosten für diese gesellschaftliche Aufgabe von den Pflegebedürftigen getragen werden sollten, anstatt sie aus Steuermitteln zu finanzieren. Zusätzlich sollten die Länder die Investitionskosten der Pflegeheime vollständig übernehmen, anstatt sie den Pflegebedürftigen aufzuerlegen. Eine finanzielle Stärkung der Pflegeversicherung ist insgesamt dringend erforderlich.

Reimann kritisiert auch die Streichung des Bundeszuschusses zur Pflegeversicherung und fordert, dass die Politik in Bund und Ländern gegensteuert. Andernfalls droht spätestens 2025 ein böses Erwachen, da die steigenden Kosten nicht allein den Beitragszahlenden und Pflegebedürftigen aufgebürdet werden dürfen.

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Die aktuellen Entwicklungen haben große Auswirkungen auf die Pflegeheimbranche und die betroffenen Menschen. Es ist entscheidend, wirksame Maßnahmen zur finanziellen Entlastung zu ergreifen und die Pflegeversicherung zu stärken. Die genannten Lösungsvorschläge und Forderungen von Dr. Carola Reimann sollen dazu beitragen, die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen zu verringern und für eine gerechte Finanzierung zu sorgen.

Pressekontakt:
Dr. Kai Behrens
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