Mobiles Arbeiten & IT-Sicherheit: Aktuelle Risiken, Zahlen und Maßnahmen für Unternehmen im Homeoffice

Eine aktuelle TÜV-Verbands-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Unternehmen mobiles Arbeiten anbieten, während jedes vierte von gravierenden IT-Sicherheitsproblemen berichtet. Private Geräte-Nutzung, unkontrollierte Softwarevielfalt und fehlender persönlicher Kontakt steigern die Gefahr von Cyberangriffen, wie 73 Prozent der Befragten bestätigen. Die Studie macht deutlich, dass Unternehmen ihre Sicherheitsrichtlinien dringend schärfen und Mitarbeitende für Cyberrisiken sensibilisieren müssen.
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Herausforderungen und Chancen der IT-Sicherheit beim mobilen Arbeiten

Eine aktuelle Umfrage des TÜV-Verbands zeigt, dass jedes vierte Unternehmen von Problemen mit der IT-Sicherheit beim mobilen Arbeiten berichtet. Die Hauptursachen hierfür liegen in der privaten Nutzung von Geräten, dem Software-Wildwuchs und dem fehlenden persönlichen Kontakt unter den Mitarbeitenden. Dabei spielt die Unternehmensgröße eine untergeordnete Rolle: So geben 25 Prozent der kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitenden, 28 Prozent der mittleren und 24 Prozent der großen Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitenden an, von IT-Sicherheitsproblemen betroffen zu sein.

Zwei von drei Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitenden Homeoffice und mobiles Arbeiten, wobei 65 Prozent der befragten Unternehmen dies bestätigen. Besonders verbreitet ist mobiles Arbeiten bei großen Unternehmen (87 Prozent) und mittleren Betrieben (79 Prozent), während kleinere Unternehmen diese Möglichkeit zu rund 53 Prozent anbieten. Eine längerfristige Arbeitsplatzverlagerung, auch als „Workation“ bekannt, erlauben knapp 29 Prozent der Unternehmen innerhalb des Landes, und rund 20 Prozent gestatten „Workation“ sogar im Ausland.

Das Risiko von Cyberangriffen steigt signifikant durch die Nutzung von Geräten für private Zwecke: 73 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Wahrscheinlichkeit von Cyberangriffen steigt, wenn die Geräte der Mitarbeitenden auch privat genutzt werden. Zudem erhöht die Nutzung in heimischen oder öffentlichen Netzwerken die Gefährdung laut 71 Prozent der Befragten zusätzlich. Die zunehmende Anzahl an Tools und Anwendungen sowie der fehlende persönliche Kontakt führen zu einer wachsenden Komplexität und damit zu einem erhöhten IT-Sicherheitsrisiko. Fast die Hälfte der Unternehmen (44 Prozent) befürchtet zudem mehr Angriffe durch Social Engineering, da sich die Mitarbeitenden nicht mehr persönlich kennen.

Marc Fliehe, Fachbereichsleiter Digitalisierung und Bildung beim TÜV-Verband, warnt deutlich: „Homeoffice und mobiles Arbeiten haben sich in den letzten Jahren als fester Bestandteil der Arbeitswelt etabliert. Für Arbeitnehmer gilt mobiles Arbeiten als ein Segen, für die IT-Sicherheit des Arbeitgebers können die daraus resultierenden Risiken aber eine Herausforderung sein.“

Um die Cybersicherheit beim mobilen Arbeiten zu verbessern, empfehlen Experten folgende Maßnahmen: Erstens sollten Unternehmen klare Sicherheitsrichtlinien festlegen und befolgen, die festhalten, welche Aufgaben und Informationen außerhalb des Unternehmens bearbeitet werden dürfen und welche Kommunikationskanäle zu nutzen sind. Zweitens ist es wichtig, die Arbeitnehmer für Cybersicherheit zu sensibilisieren und sie mit den Sicherheitsrichtlinien vertraut zu machen, etwa durch Schulungen zu gezielten Cyberangriffen wie Phishing. Drittens sollte ein sicherer Remote-Zugriff über Virtual Private Networks (VPN) eingerichtet werden, damit Mitarbeitende sicher auf Unternehmensressourcen zugreifen können. Viertens empfiehlt sich, IT-Systeme und Datenträger zu verschlüsseln, um firmeninterne Informationen bestmöglich zu schützen. Schließlich sollten Mitarbeitende Bildschirmschutzfolien verwenden, um sensible Daten insbesondere bei der Arbeit in öffentlichen Orten vor neugierigen Blicken zu schützen.

Diese Studie verdeutlicht, dass Unternehmen angesichts der steigenden IT-Sicherheitsprobleme durch mobiles Arbeiten dringend ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärken und Mitarbeitende kontinuierlich für die Risiken sensibilisieren müssen. Mobiles Arbeiten erhöht die Gefahr von Cyberangriffen in Unternehmen

Cybersicherheit als zentrale Herausforderung im mobilen Arbeiten

Mobiles Arbeiten hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und verändert die Arbeitswelt grundlegend. Neben den offensichtlichen Vorteilen wie Flexibilität und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bringt diese Entwicklung aber auch komplexe Herausforderungen für die IT-Sicherheit mit sich. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus dem geschützten Büro in private oder öffentliche Umgebungen eröffnet neue Angriffsflächen für Cyberkriminelle. Datenlecks, unsichere Netzwerke und unzureichender Schutz mobiler Endgeräte sind nur einige der zentralen Risiken, denen sich Unternehmen nun stellen müssen.

Die steigende Nutzung von Homeoffice und das vermehrte Arbeiten an unterschiedlichen Orten – etwa im Rahmen von Workation, der Verbindung von Urlaub und Arbeit – verändern die bisherigen Sicherheitsstrukturen grundlegend. Diese Entwicklungen verlangen von Unternehmen und Mitarbeitenden eine neue Herangehensweise an Informationssicherheit. Gleichzeitig stehen Gesellschaft und Wirtschaft vor der Aufgabe, den Wandel so zu gestalten, dass Schutzmaßnahmen effektiv, aber zugleich benutzerfreundlich sind und die Produktivität nicht unnötig beeinträchtigen.

Die Konsequenzen der digitalen Transformation und der zunehmenden Mobilität betreffen nicht nur die technische Ebene. Sie werfen auch grundlegende Fragen auf, wie Datenschutz, die Verantwortung für Sicherheitsvorkehrungen sowie den Umgang mit sensiblen Informationen in dezentralen Arbeitsformen. Für Unternehmen ist es deshalb entscheidend, anwenderorientierte Konzepte zu entwickeln, die sowohl die Sicherheit gewährleisten als auch die digitale Arbeitskultur fördern. Mitarbeitende müssen stärker für die Risiken sensibilisiert und in Sicherheitsthemen geschult werden, um neue Gefahren frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Zugleich spiegeln sich die Trends beim mobilen Arbeiten in gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen wider: Die Arbeitswelt wird flexibler, vernetzter und globaler. Dies erhöht die Komplexität der IT-Sicherheitslandschaft und verlangt nach einer langfristigen Anpassung, die technologische Innovationen mit nachhaltigen Schutzkonzepten verbindet. Cybersicherheit gewinnt daher eine herausragende Bedeutung als Kernaufgabe – nicht nur für den Schutz der Wirtschaft, sondern als integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Arbeitswelt. Wer diese Herausforderung annimmt, stärkt die Resilienz von Unternehmen und sichert die Chancen, die mobiles Arbeiten bietet.

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Mobiles Arbeiten erhöht die Gefahr von Cyberangriffen in Unternehmen

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