Mitarbeiterbindung mindert Fehlzeiten und Fluktuation in Norddeutschland

In einer frisch veröffentlichten Studie des AGA Unternehmensverbands zeigt sich ein Lichtblick für die norddeutsche Wirtschaft: Trotz anhaltender Herausforderungen durch Fachkräftemangel und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sinken sowohl die Fehlzeiten als auch die Fluktuationsquoten bei Händlern und Dienstleistern. Die 45. Fehlzeiten und Fluktuationsstudie, durchgeführt unter 3.500 Mitgliedsunternehmen, offenbart wichtige Trends und gibt Einblick, wie norddeutsche Unternehmen resiliente und attraktive Arbeitsplätze schaffen. Hamburg, 25. April 2024 – eine Region zeigt, wie Wertschätzung und Zukunftsfähigkeit den Unterschied machen können.

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Bremen (VBR). Im Schatten der Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt erhebliche Veränderungen durchgemacht, die nun, im Jahr 2024, langsam greifbar werden. Eine jüngst veröffentlichte Studie des AGA Unternehmensverbands wirft ein neues Licht auf diese Entwicklungen, insbesondere auf die Fehlzeiten und die Fluktuation unter den Arbeitnehmern im norddeutschen Handel und Dienstleistungssektor.

Die Rückkehr zu einer “neuen Normalität” im Zuge des Abklingens der Pandemie spiegelte sich in einer erstmaligen Reduzierung der Fehltage wider: im Durchschnitt fehlten die Beschäftigten im Jahr 2023 an 17,4 Arbeitstagen, im Vergleich zu 20,15 Tagen im Vorjahr. Diese Entwicklung signalisiert einen positiven Trend, wenngleich die Zahlen immer noch über dem Level vor der Pandemie liegen.

Besonders ermutigend in Zeiten des anhaltenden Fachkräftemangels ist der berichtete Rückgang der Fluktuation. Volker Tschirch, Hauptgeschäftsführer des AGA, deutet dies als Zeichen dafür, dass die Belegschaft ihre Arbeitgeber vermehrt als zukunftsfähig und wertschätzend einschätzt. Dieser Wandel in der Wahrnehmung kann als Schlüssel zum Verständnis dienen, warum es Unternehmen zunehmend gelingt, ihre Mitarbeiter langfristig zu binden: “Zufriedene Arbeitnehmer sind gesündere Arbeitnehmer”, so Tschirch.

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Dennoch weist die Studie auf branchenspezifische Unterschiede hin. Während im Groß- und Außenhandel sowie im Dienstleistungssektor die Fluktuationsquoten sinken, verzeichnet der Einzelhandel einen Anstieg. Dies lässt sich vorrangig auf die anspruchsvollen Arbeitsbedingungen, wie lange Arbeitszeiten und Wochenendarbeit, zurückführen, die insbesondere im Einzelhandel, Eventbereich sowie in der Hotellerie und Gastronomie vorherrschen. Viele Beschäftigte betrachten ihre Tätigkeit hier nur als Übergangslösung, was die höheren Fluktuationsraten erklärt.

Während also die beeinflussbare Fluktuation, also der Anteil der Arbeitnehmer, die von sich aus kündigen, gesunken ist, zeigt dies, dass Unternehmen durchaus Gestaltungsspielraum haben, um die Arbeitsbedingungen und damit die Mitarbeiterbindung zu verbessern. Ein strategischer Fokus auf die Arbeitnehmerzufriedenheit könnte nicht nur die Fehlzeiten weiter verringern, sondern auch die Bindung an das Unternehmen stärken, eine Win-win-Situation für beide Seiten.

Der AGA Unternehmensverband, der die Interessen von 3.500 Mitgliedsunternehmen in Norddeutschland vertritt, liefert mit dieser 45. Fehlzeiten- und Fluktuationsstudie nicht nur wertvolle Erkenntnisse für Unternehmer und HR-Verantwortliche, sondern wirft auch ein Licht auf die sich wandelnde Arbeitswelt im Allgemeinen. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Herausforderungen des Fachkräftemangels und der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie positive Entwicklungen möglich sind, wenn Arbeitgeber den Wert einer unterstützenden und wertschätzenden Arbeitsumgebung erkennen.

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Für weitere Informationen zur Studie und zum Engagement des AGA Unternehmensverbands in diesem Bereich steht Lina Warnke, Referentin für Betriebswirtschaft und Studien, als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Mit der kontinuierlichen Forschung und dem Engagement seiner Mitglieder spielt der Verband eine zentrale Rolle in der Gestaltung zukunftsfähiger Arbeitsbedingungen in einer der Schlüsselbranchen Norddeutschlands.


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AGA-Umfrage Fehlzeiten & Fluktuation: Mitarbeiterbindung als Schlüsselfaktor

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