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Millionen leerer Verpackungen auf Reise durch Europa: Mehrwegsystem braucht einheitliche Logistikstandards

Neue Regeln für den Mehrwegversand könnten Millionen von Paketen betreffen – doch es fehlen einheitliche Logistikstandards. Der Onlinehandel allein reicht nicht aus, um die Akzeptanz zu gewährleisten. Die „letzte“ Meile muss nahtlos zur „ersten“ werden. Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh, erklärt, was dafür notwendig ist. Auch im grenzüberschreitenden E-Commerce gibt es Herausforderungen. Erfahren Sie, warum leere Verpackungen durch Europa reisen.
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Millionen leerer Verpackungen auf Reise durch Europa: Mehrwegsystem braucht einheitliche Logistikstandards
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Bremen (VBR). Die gestern verabschiedete Verhandlungsposition des Europäischen Parlaments zur Verpackungsverordnung sorgt für Aufmerksamkeit in der E-Commerce-Branche. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zeigt sich grundsätzlich positiv gestimmt, bemängelt jedoch das Fehlen einheitlicher Logistikstandards. Die vorgeschlagenen Mehrwegquoten für Versandpakete könnten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Verpackungsverbrauchs leisten, doch ohne einheitliche Regeln und standardisierte Logistikprozesse wird die Akzeptanz nicht gewährleistet sein.

Der Onlinehandel hat bereits eigene Verpackungslösungen aus recycelten Materialien entwickelt, die mehrfach genutzt werden können. Doch allein mit diesen Lösungen ist es nicht getan. Kundinnen und Kunden müssen immer noch selbst aktiv werden, um die Verpackungen zurückzuführen, und dabei stoßen sie auf unterschiedliche Systeme bei verschiedenen Händlern. Es fehlen standardisierte Prozesse, die den Rückversand von Mehrwegverpackungen so einfach wie möglich machen.

Der bevh betont, dass die Logistikbranche noch einen weiten Weg vor sich hat. Bisher müssen Kundinnen und Kunden die Mehrwegversandtaschen bei einer Annahmestelle abgeben, was zusätzliche Wege und einen erneuten Postversand auslöst. Um den Kreislauf zu schließen, müsste es einfacher sein, Pakete nahtlos zurückzuschicken. Hierbei könnten Zustellerinnen und Zusteller leere Pakete gleich wieder mitnehmen oder Packstationen als Annahmestellen dienen. Auch anbieterunabhängige Rücknahmeautomaten wären denkbar. Allerdings erfordert dies neue Strukturen und Prozesse in der Logistikkette sowie übergreifende Standards, sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene.

Besonders im grenzüberschreitenden E-Commerce sieht der bevh die Rücksendung von Mehrwegverpackungen kritisch. Solange es keine einheitlichen Mehrweglösungen innerhalb der EU gibt, ist es nicht tragbar, leere Versandverpackungen quer durch Europa zu schicken. Dies verursacht unnötige Rücksendungen, selbst wenn die Kunden die bestellten Artikel behalten.

Die Forderung des bevh nach einheitlichen Logistikstandards und Mehrweglösungen auf EU-Ebene ist daher von großer Bedeutung. Nur mit verbindlichen und praxistauglichen Regelungen kann ein effektiver Beitrag zur Reduzierung des Verpackungsverbrauchs im E-Commerce geleistet werden. Der bevh hofft daher auf eine baldige Umsetzung dieser Maßnahmen.

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist die Interessenvertretung des E-Commerce und Versandhandels in Deutschland. Als Wirtschaftsverband vertritt er die Interessen von Onlinehändlern, Multichannel-Anbietern und Versandhändlern gegenüber Politik, Verwaltung und Medien. Der bevh setzt sich für die Weiterentwicklung des E-Commerce und des Versandhandels ein und fördert den fairen und nachhaltigen Wettbewerb in der Branche.

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