Mehr biologische Vielfalt: Grünere Städte für besseres Klima

Mit dem Förderschwerpunkt Stadtnatur im Bundesprogramm Biologische Vielfalt setzt die Bundesregierung den Masterplan Stadtnatur um. Ziel ist es, naturnahe Grünflächen in Städten zu erhöhen und die Biodiversität zu verbessern. Ein gemeinsames Projekt von Kleingartenverbänden und der Deutschen Schreberjugend unterstützt Gartenneulinge bei der Förderung biologischer Vielfalt. In München entstehen Modellquartiere, die das Konzept des Mehr-Zonen-Gartens umsetzen. Die Universität Stuttgart untersucht die Schaffung von künstlichen Lebensräumen für Insekten an Gebäudefassaden. Die Stadt Moers und Verden entwickeln kommunale Biodiversitätsstrategien, um das ökologische Potenzial der Städte zu nutzen. Mannheim bündelt Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt in einer kommunalen Strategie.

Bremen (VBR). Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt setzt die Bundesregierung den Masterplan Stadtnatur um, der darauf abzielt, den Anteil an naturnahen, arten- und strukturreichen Grün- und Freiflächen in städtischen Gebieten zu erhöhen und die biodiversitätsfördernde Durchgrünung von Städten und Gemeinden zu verbessern. Im Zuge dieses Programms fördern der Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V. und die Deutsche Schreberjugend e. V. gemeinsam und bundesweit das Projekt “Kleingärten für Biologische Vielfalt”. Ziel ist es, die biologische Vielfalt in Kleingärten zu unterstützen und Gartenneulinge dabei zu begleiten, mehr Naturschutz in ihren Gärten umzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Bildungs- und Beratungskampagnen durchgeführt und praxistaugliche Formate sowie Veranstaltungen entwickelt. Die Projektergebnisse stehen den Kleingärtnerorganisationen und Multiplikatoren zur Verfügung.

Ein weiteres Projekt, das sich der Förderung der biologischen Vielfalt in städtischen Gebieten widmet, findet in München statt. Hier werden mit der Beteiligung der Bürger Modellquartiere nach dem Prinzip des Mehr-Zonen-Gartens geschaffen. Gemeinschaftsgärten dienen dabei als Basis, um biodiversitätsfördernde Maßnahmen zu erforschen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, diese Maßnahmen auch außerhalb der Gärten umzusetzen und die Zivilgesellschaft aktiv in den Prozess der sozial-ökologischen Transformation der Stadt einzubinden. In vier Modellquartieren werden sogenannte BioDivHubs eingerichtet, die als Lernorte und Netzwerke dienen. Bildungsmaßnahmen sowie Symposien und ein Kongress sollen den Erfahrungsaustausch fördern. Das Projekt wird von verschiedenen Organisationen und Institutionen getragen und bis Mai 2028 gefördert.

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Ein weiteres Projekt der Universität Stuttgart widmet sich der Schaffung künstlicher Lebensräume für Insekten an Gebäuden. Dabei werden sowohl bauphysikalische Aspekte als auch die gesellschaftliche Einstellung zu fassadenintegrierten Habitat-Systemen für Insekten untersucht. Das Ziel ist es, Risiken und Hürden für die Gestaltung solcher Systeme zu identifizieren und zu überwinden, um die biologische Vielfalt zu fördern. Das Projekt konzentriert sich auf konstruktive und intelligente Gestaltungsvarianten, um sowohl die Gebäudesubstanz als auch den Nutzerkomfort zu erhalten. Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, den Prozess hin zu einer nachhaltigen und biodiversitätsfördernden Stadt zu unterstützen. Das Projekt erhält eine Förderung von rund 956.000 Euro und läuft bis Juni 2026.

Die Stadt Moers in Nordrhein-Westfalen hat mit den Auswirkungen des Steinkohlebergbaus und großflächigem Kiesabbau zu kämpfen. Im Rahmen einer kommunalen Biodiversitätsstrategie soll der Anteil an naturnahen Grün- und Freiflächen erhöht und die biologische Vielfalt gefördert werden. Die Strategie wird in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung entwickelt und soll das bürgerschaftliche Engagement für mehr Natur in der Stadt fördern. Informations- und Öffentlichkeitsarbeit sollen die Bürger dazu motivieren, ihre Privatflächen in das Konzept zu integrieren. Das Projekt erhält eine Förderung von rund 183.500 Euro und läuft bis September 2025.

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Auch die niedersächsische Stadt Verden hat eine hohe Vielfalt an Lebensraumtypen und trägt eine große Verantwortung für die Biodiversität. In Zusammenarbeit mit dem ‘Runden Tisch Biodiversität’ und einer externen Fachberatung wird eine kommunale Biodiversitätsstrategie erarbeitet und umgesetzt. Ziel ist es, die Motivation in den politischen Gremien, der Verwaltung und bei Naturschutzverbänden zu bündeln und die Artenvielfalt in der Stadt zu erhöhen. Dafür sollen bestehende Lebensräume vernetzt und die Grünflächenpflege umgestellt werden. Naturerlebnisräume sollen geschaffen werden, um die Akzeptanz für eine ökologisch wertvolle Grünraumpflege zu erhöhen. Das Projekt wird bis Oktober 2029 mit rund 637.000 Euro gefördert.

Mannheim, als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar, liegt in einem Hotspot der biologischen Vielfalt. Hier existieren seltene Lebensräume wie unbeeinflusste Rheinauen, Flugsandfelder und Binnendünen, die geschützt werden sollen. Eine kommunale Biodiversitätsstrategie soll dabei helfen, Einzelmaßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu bündeln und in einen übergeordneten Kontext zu stellen. Ziel ist es, Synergien mit bereits bestehenden Maßnahmen zu schaffen und die zahlreichen Potenziale der Stadt zu nutzen. Das Projekt wird bis November 2025 mit 218.490 Euro gefördert.

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Quelle: BMUV: Grünere Städte für mehr biologische Vielfalt und besseres Klima

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