Krise im Wohnungsbau: Runter mit den Standards für mehr bezahlbaren Wohnraum

Die deutsche Bauindustrie warnt: Die Stimmung im Wohnungsbau ist so schlecht wie seit 30 Jahren nicht mehr. Über die Hälfte der Unternehmen leidet unter Auftragsmangel. Doch statt zusätzlicher Mittel plant die Bundesregierung, die Standards zu senken. Ist das die Lösung?

Bremen (VBR). Die aktuelle Stimmung im Wohnungsbau erreicht laut dem ifo-Geschäftsklimaindex den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Mehr als die Hälfte der Wohnungsbauunternehmen klagt über Auftragsmangel. Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, äußerte sich besorgt zu dieser Entwicklung. Er betont, dass es in dieser Situation nicht um abstrakte Probleme geht, sondern um bezahlbaren Wohnraum, der dringend benötigt wird. Müller fordert, den Wohnungsbaumotor wieder anzuschmeißen, um die Bauunternehmen dabei zu unterstützen, diese dringend benötigten Wohnungen zu schaffen.

Allerdings ist zu befürchten, dass im Haushalt 2024 keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt werden. Dies sei laut Müller sehr bitter für das Land und die zahlreichen Mieterinnen und Mieter. In Anbetracht dieser Entscheidung sieht Müller nur eine Möglichkeit: Die Standards im Wohnungsbau müssen gesenkt werden, auch im Bereich der Energieeffizienz. Darüber hinaus plädiert er für serielles Bauen und Sanieren, die Einführung des digitalen Bauantrags sowie bundesweit einheitliche und digitale Verwaltungsprozesse. Zudem sollte eine verbindliche Bundesbauordnung geschaffen werden, um die derzeit bestehenden 16 Landesbauordnungen zu vereinheitlichen. Diese Maßnahmen könnten die Baukosten senken, ohne zusätzliche finanzielle Belastungen zu verursachen. Müller sieht in dieser Situation eine Chance für die Bundesregierung, klare und mutige Entscheidungen zu treffen.

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Die derzeitige Situation im Wohnungsbau hat nicht nur Auswirkungen auf die Bauindustrie, sondern betrifft auch die gesamte Gesellschaft. Ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum kann sich negativ auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Daher ist es wichtig, dass die Politik Maßnahmen ergreift, um dem Wohnungsmarkt wieder neuen Schwung zu verleihen. Dadurch könnten nicht nur die Bauunternehmen unterstützt werden, sondern auch Menschen mit niedrigem Einkommen eine Chance auf angemessenes Wohnen erhalten.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. sieht die aktuelle Situation als dringenden Handlungsbedarf und appelliert an die Bundesregierung, die notwendigen Schritte einzuleiten, um den Wohnungsbau anzukurbeln und bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen.

Kontakt:
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Britta Frischemeyer
Leitung Presse & Kommunikation
Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
Telefon 030 21286-229
britta.frischemeyer@bauindustrie.de
www.bauindustrie.de


1. Wie könnte die Bundesregierung den Wohnungsbau ankurbeln und bezahlbaren Wohnraum schaffen?
2. Welche Auswirkungen könnte eine Senkung der Standards im Wohnungsbau haben?

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