Größenwahn bei neuzugelassenen Autos: Deutsche Umwelthilfe fordert höhere Parkgebühren für SUV in deutschen Städten

Die Autos werden immer breiter, besonders in Deutschland. Eine neue Studie belegt, dass neuzugelassene Fahrzeuge in Europa in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt um 10 cm breiter geworden sind. Kein anderes Land ist davon stärker betroffen als Deutschland. Die Deutsche Umwelthilfe fordert deshalb alle deutschen Städte auf, höhere Parkgebühren für die immer größer werdenden SUV festzulegen. Diese Monster-SUV blockieren nicht nur Gehwege und Grünflächen, sondern gefährden auch Fußgänger und Radfahrer. Die DUH möchte dabei das Beispiel von Paris folgen, wo eine Verdreifachung der Parkgebühren für besonders riesige SUV diskutiert wird. Die Zustimmung zu diesem Vorhaben liegt aktuell bei knapp 60 Prozent. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont, dass es endlich verbindliche Vorgaben zur Größe und zum Gewicht von Pkw geben sollte, um eine weitere Ausdehnung über stadtverträgliche Dimensionen hinaus zu verhindern. Um Platz für solche Fahrzeuge zu schaffen, wird in Deutschland sogar über breitere Parkplätze nachgedacht. Die breiten Luxus-SUV werden als eine Bedrohung für das Zusammenleben in unseren Städten betrachtet. Die Menschen verlieren immer mehr kostbaren öffentlichen Raum durch immer größere Autos. Es ist Zeit zu handeln, um eine saubere und grüne Zukunft in den Städten zu erhalten.

Bremen (VBR). Monster-SUV sorgen für Platzprobleme in deutschen Städten

Berlin (ots) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert alle deutschen Städte auf, höhere Parkgebühren für die immer größer werdenden Monster-SUV festzulegen. Laut einer Studie von Transport & Environment sind neuzugelassene Autos in Europa in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt um 10 cm breiter geworden. Deutschland ist dabei trauriger Spitzenreiter, kein anderes europäisches Land hat breitere Autos. Die DUH fordert deutsche Städte auf, sich ein Beispiel an Paris zu nehmen, wo Anfang Februar über eine Verdreifachung der Parkgebühren für besonders riesige SUV abgestimmt wird. Aktuelle Umfragen zeigen eine Zustimmung von knapp 60 Prozent für dieses Vorhaben.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, erklärt: “Unsere Städte werden durch immer mehr und immer größere Autos geflutet. Diese Monster-SUV blockieren zunehmend Gehwege und Grünflächen und gefährden Fußgänger und Radfahrer. Dem Größenwahn bei SUV muss Einhalt geboten werden. Ähnlich wie es verbindliche Vorgaben zur maximalen Größe von schweren Nutzfahrzeugen gibt, braucht es auch Größen- und Gewichtsvorgaben für Pkw, um übermäßig große Autos zu vermeiden. Die geplante Verdreifachung der Parkgebühren für besonders große SUV in Paris zeigt, wie man etwas vom kostbaren öffentlichen Raum von Autos zurückgewinnen kann.”

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Luxus-SUV sind besonders betroffen. So ist zum Beispiel die Breite des Land Rover Defender in nur sechs Jahren um 20,6 cm gewachsen. In Deutschland wird daher nun auch über breitere Parkplätze diskutiert, um solchen Fahrzeugen die Einfahrt in alle Städte zu ermöglichen.

Barbara Stoll, Direktorin der Clean Cities Campaign beim europäischen Dachverband Transport & Environment, betont: “Monster-SUV sind eine Bedrohung für das Zusammenleben in unseren Städten. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird den Menschen immer mehr kostbarer öffentlicher Raum durch immer größere Autos genommen – das ist nicht die saubere und grüne Zukunft, die sich die Bürgerinnen und Bürger wünschen.”

Die Forderung der DUH nach höheren Parkgebühren für Monster-SUV findet Unterstützung in Studien und Umfragen. Die wachsende Größe von Autos stellt nicht nur ein Platzproblem dar, sondern auch eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer. Es ist daher wichtig, dass Städte Maßnahmen ergreifen, um den Größenwahn im SUV-Bereich einzudämmen und den öffentlichen Raum für alle Verkehrsteilnehmer gerechter aufzuteilen.

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