Genossenschaftsbanken lehnen CMDI-Pläne ab – BVR sorgt sich um geplantes Krisenmanagementsystem

Am gestrigen Abend versammelten sich im Brüsseler Vaudeville Theatre rund 250 Gäste aus Europas Finanzbranche zum alljährlichen Parlamentarischen Abend des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Doch hinter der festlichen Stimmung verbirgt sich große Sorge. Der BVR kritisiert die Vorschläge der Kommission für ein neues Krisenmanagementsystem und betont die bedeutende Rolle des genossenschaftlichen Bankwesens für regionale Unternehmen. Lassen Sie uns eintauchen in die Diskussionen und Reden dieses wichtigen Abends.

Bremen (VBR). Festliche Stimmung herrschte gestern Abend im Brüsseler Vaudeville Theatre, als der Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum alljährlichen Parlamentarischen Abend einlud. Rund 250 Gäste aus europäischen Institutionen der Finanzbranche folgten der Einladung, darunter auch viele Europaabgeordnete. Die BVR-Präsidentin Marija Kolak sorgte in ihrer Begrüßungsrede für Aufsehen, als sie ihre Sorgen über die Vorschläge der Kommission für ein neues Krisenmanagementsystem, CMDI, äußerte.

In Bezug auf die Vorschläge betonte Kolak, dass das genossenschaftliche Bankensystem bereits über ein Institutssicherungssystem verfüge, welches den Zusammenbruch einer angeschlossenen Genossenschaftsbank verhindere. Dies sei jedoch mit einer strengen Risikoüberwachung und -verpflichtung verbunden, die dem genossenschaftlichen Geist der Banken entspreche. Kolak wies auch darauf hin, dass das System sicherstellt, dass regionale Genossenschaftsbanken mit größeren Kreditinstituten konkurrieren können, die möglicherweise weniger bereit wären, kleine und mittelständische Unternehmen in ländlichen Gebieten zu finanzieren. Die BVR-Präsidentin betonte, dass dieses System ohne europäische Regulierung eingerichtet wurde und daher keine weitere Regulierung erforderlich sei.

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Anschließend sprach Alexandra Jour-Schröder, stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Finanzstabilität der Europäischen Union, zu den Gästen. Sie lobte die regionale Verankerung der Genossenschaftsbanken und betonte die Notwendigkeit eines guten Dialogs zwischen der EU-Kommission und den Genossenschaftsbanken. Jour-Schröder hob hervor, dass die Banken aufgrund ihrer Kenntnisse über die Regionen in der Lage seien, die benötigte Unterstützung zu leisten.

Der Parlamentarische Abend des BVR war nicht nur eine Gelegenheit für hochrangige Vertreter der Finanzbranche, sondern auch für Europaabgeordnete, die über die Vorschläge der Kommission diskutieren und ihre Gedanken austauschen konnten. Die Einbindung der politischen Entscheidungsträger in diese Diskussion ist von großer Bedeutung, da die Vorschläge weitreichende Auswirkungen auf die europäische Finanzbranche haben könnten.

Die Bedenken der BVR-Präsidentin Kolak spiegeln die Befürchtungen anderer Genossenschaftsbanken wider, die ebenfalls Bedenken hinsichtlich des CMDI-Systems geäußert haben. Die Debatte um die Regulierung der Finanzbranche ist komplex und kontrovers, da verschiedene Interessengruppen ihre eigenen Standpunkte vertreten. Die BVR setzt sich jedoch aktiv für den Schutz des genossenschaftlichen Bankensystems ein und betont die Stärken und Vorteile dieses Modells.

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Der Parlamentarische Abend des BVR bot eine Plattform für den Austausch von Ideen und Ansichten zur Regulierung der europäischen Finanzbranche. Die Diskussionen und Gespräche werden in den kommenden Monaten sicherlich anhalten, während die Kommission ihre Vorschläge weiterführt und nach Lösungen sucht, die den Bedürfnissen und Interessen aller Beteiligten gerecht werden.

Die Genossenschaftsbanken spielen eine wichtige Rolle in der europäischen Finanzlandschaft. Sie sind bekannt für ihre regionale Verankerung und ihr umfassendes Verständnis der Bedürfnisse ihrer Kunden. Durch die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen in ländlichen Gebieten tragen sie zur Förderung von Wirtschaftswachstum und sozialem Zusammenhalt bei. Die BVR steht als Dachverband der Genossenschaftsbanken in Deutschland für die Interessen dieser Bankengruppe ein und setzt sich für ein stabiles und nachhaltiges Bankensystem ein.

Die Debatte um das CMDI-System wird sicherlich noch einige Zeit andauern. Die Bedenken der BVR-Präsidentin und anderer Genossenschaftsbanken werfen wichtige Fragen auf, die bei der Ausarbeitung neuer Regulierungen berücksichtigt werden müssen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion entwickelt und welche Lösungen letztendlich gefunden werden.

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Quelle: Pressemeldung des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)

Quelle: Parlamentarischer Abend in Brüssel: Genossenschaftsbanken lehnen CMDI-Pläne ab – BVR

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Pressemeldung:Genossenschaftsbanken lehnen CMDI-Pläne ab – BVR sorgt sich um geplantes Krisenmanagementsystem

15 Antworten

  1. Ich finde, dass die Genossenschaftsbanken richtig liegen. CMDI-Pläne könnten mehr Probleme als Lösungen bringen.

    1. Sorry, aber ich sehe das anders. CMDI-Pläne könnten die Genossenschaftsbanken voranbringen und neue Möglichkeiten eröffnen. Es ist wichtig, innovative Lösungen zu finden, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden.

  2. Also ich finde, dass die Genossenschaftsbanken sich viel zu viele Sorgen machen! Das CMDI-Pläne sind doch super!

  3. Also ich finde, dass die Genossenschaftsbanken sich nicht so anstellen sollen. Das CMDI-Pläne könnten doch hilfreich sein!

  4. Also ich finde, dass diese Genossenschaftsbanken sich echt nicht so anstellen sollten. Was soll denn daran so schlimm sein, ein Krisenmanagementsystem zu haben?

    1. Manche Leute verstehen wohl nicht, dass ein Krisenmanagementsystem keine überflüssige Spielerei ist. In turbulenten Zeiten ist es wichtig, dass Banken verantwortungsvoll agieren und ihre Kunden schützen. Vielleicht sollten Sie sich erst mal informieren, bevor Sie urteilen.

  5. Also ich finde es total übertrieben, dass die Genossenschaftsbanken gegen das CMDI-System sind. Was haben die denn zu verbergen?

  6. Diese Genossenschaftsbanken sollten sich nicht über das Krisenmanagementsystem beschweren, es ist wichtig!

  7. Wieso sollten Genossenschaftsbanken CMDI-Pläne ablehnen? Ich finde Krisenmanagementsysteme wichtig und sinnvoll!

  8. Also ich finde, dass Genossenschaftsbanken das CMDI-Pläne ruhig unterstützen sollten. Was soll schon schiefgehen? #Krisenmanagementsystem

    1. Genossenschaftsbanken sollten ihre eigenen Pläne entwickeln, anstatt sich auf CMDI zu verlassen. Die Verantwortung für das Krisenmanagement liegt bei ihnen, nicht bei fragwürdigen Systemen. #Selbstverantwortung

  9. Ich verstehe nicht, warum Genossenschaftsbanken sich so sehr gegen CMDI-Pläne wehren. Klingt nach Angst vor Veränderung!

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