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Gegen weitere Senkung der Kappungsgrenze: Sozialer Vermieter protestiert

Die steigenden Kosten beim Neubau und der Instandhaltung von Wohnraum bedrohen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) warnt vor einer möglichen Wohnungsnot. Lesen Sie den Artikel, um mehr über die aktuellen Entwicklungen zu erfahren.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die Kosten für den Wohnungsbau sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, berichtet der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Derzeit müssen im Durchschnitt mehr als 4.000 Euro pro Quadratmeter für den Neubau ausgegeben werden, während für die Sanierung im Bestand bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter aufgewendet werden müssen. Aufgrund der hohen Bauzinsen ist die Finanzierung von Wohnraum aktuell vielfach kaum möglich.

Auch die Kosten für die Instandhaltung von Wohnungen sind deutlich gestiegen. Zwischen 2015 und Mai 2023 ist ein Plus von gut 62 Prozent zu verzeichnen. Demgegenüber sind die durchschnittlichen Nettokaltmieten lediglich um 10,5 Prozent gestiegen, was die höheren Kosten bei Weitem nicht ausgleicht. Laut Andreas Breitner, Direktor des VNW, drohen durch höhere Lohnabschlüsse und Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz kurzfristig weitere Kostensteigerungen.

Angesichts dieser Entwicklungen haben soziale Vermieter eine weitere Senkung der Kappungsgrenze und die Einbeziehung von Indexmietverträgen in deren Geltungsbereich abgelehnt. Die Kappungsgrenze regelt, in welchem Umfang Vermieter die Mieten erhöhen dürfen. Die schleswig-holsteinische Landesregierung plant, die Kappungsgrenze erneut zu senken und Mieten künftig lediglich um elf Prozent in drei Jahren steigen zu lassen, jedoch maximal bis zur Höhe der örtlichen Vergleichsmiete. Zudem sollen auch Staffel- und Indexmietverträge von der Kappungsgrenze erfasst werden.

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Andreas Breitner betont, dass die Kostensteigerungen bei Neubau, Sanierung und laufender Unterhaltung von Wohnraum erheblich seien und Vermieter diese Kosten lediglich über die Miete decken könnten. Politische Festlegungen zu Lasten der Vermieter würden dazu führen, dass keine neuen Wohnungen gebaut und Instandhaltungsmaßnahmen nur im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmaßes durchgeführt werden.

Die gestiegenen Baukosten haben bereits dazu geführt, dass viele soziale Vermieter beim Neubau zurückhaltend sind. Laut einer Umfrage unter allen VNW-Unternehmen haben 56 Prozent den Neubau von Wohnungen verschoben oder darauf verzichtet. Weitere 28 Prozent sind sich noch nicht sicher. Dadurch stehen in Norddeutschland mehr als 2500 Wohnungen zur Disposition. Als Folge steigen die Neubaumieten, während die Bereitschaft zum Umzug sinkt und vermehrt Wohnungen untervermietet werden. Dies hat negative Auswirkungen auf diejenigen, die eine Wohnung suchen.

Der VNW vertritt insgesamt 430 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In den von ihnen verwalteten 740.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,41 Euro.

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Die aktuellen Pläne der Landesregierung stehen im Widerspruch zu den Forderungen und Bedenken des VNW. Eine weitere Senkung der Kappungsgrenze und die Einbeziehung von Indexmietverträgen würden die Situation der Vermieter weiter verschärfen und dazu führen, dass dringend benötigter Wohnraum nicht geschaffen und Instandhaltungsmaßnahmen vernachlässigt werden. Angesichts der gestiegenen Kosten und der schwierigen Finanzierungsmöglichkeiten für Wohnraum ist es für Vermieter entscheidend, angemessene Mietsteigerungen vornehmen zu können, um die anfallenden Kosten decken zu können.

Quelle: Pressemeldung des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vom 26.11.2023.

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Soziale Vermieter gegen eine weitere Senkung der Kappungsgrenze

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30 Responses

  1. Also ich finde, dass die Kappungsgrenze ruhig weiter gesenkt werden sollte. Mehr Gerechtigkeit für alle!

  2. Also ich finde die Kappungsgrenze sollte noch weiter gesenkt werden! Sonst wird das doch nie was mit bezahlbarem Wohnraum!

    1. Da kann ich nicht zustimmen. Eine weitere Senkung der Kappungsgrenze würde die Mietpreisbremse weiter schwächen und Vermieter benachteiligen. Es braucht eine ausgewogene Lösung, um sowohl bezahlbaren Wohnraum als auch faire Bedingungen für Vermieter zu gewährleisten.

    1. Sorry, aber ich bin da anderer Meinung. Eine weitere Senkung der Kappungsgrenze würde nur noch mehr Probleme für Vermieter schaffen. Es ist wichtig, dass beide Seiten fair behandelt werden, nicht nur die Mieter. #Ausgewogenheit

    1. Du verstehst wohl nicht, dass eine Kappungsgrenze sinnvoll ist, um exorbitante Mietpreise einzudämmen. Es geht darum, Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Überleg mal, wie es wäre, wenn du plötzlich mit explodierenden Mietkosten konfrontiert wärst.

    1. Ich kann verstehen, dass du das denkst, aber eine weitere Senkung der Kappungsgrenze könnte die Mietpreise noch stärker steigen lassen. Es ist wichtig, eine Balance zu finden, um sowohl Mieter als auch Vermieter gerecht zu behandeln.

  3. Ich finde es gut, dass der Soziale Vermieter gegen weitere Senkung der Kappungsgrenze protestiert. Soziale Gerechtigkeit ist wichtig!

    1. Ach bitte, soziale Gerechtigkeit! Das klingt doch nur nach einer Ausrede für noch mehr staatliche Kontrolle und Eingriffe. Lasst die Vermieter doch einfach ihr Eigentum verwalten, wie sie es für richtig halten.

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