EU-Kommission präsentiert ambitionierte Klimaziele für 2040

Die EU-Kommission hat heute die Klimaziele für das Jahr 2040 vorgestellt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüßt die Vorschläge, hält jedoch Verbesserungen für nötig. Die Kommission plant, die CO2-Emissionen bis 2040 um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Obwohl dies eine wichtige Wegmarke auf dem Weg zur Klimaneutralität darstellt, bleibt die Kommission laut dem BEE mutlos. Die Reduktionsziele sollten laut dem Verband höher sein und mit eigenen Zielen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz verbunden werden. Elf Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten sich bereits im Vorfeld für höhere Ziele eingesetzt. Es wird außerdem ein Meilenstein für das Jahr 2035 gefordert, um rechtzeitig nachjustieren zu können. Der BEE betont auch die Notwendigkeit von konkreten Ausbau- und Effizienzzielen für erneuerbare Energien bis 2040. Der Einsatz von Carbon-Capture-and-Storage (CCS) sollte nur dort erfolgen, wo Emissionen anderweitig unvermeidbar wären. Die geplante Nutzung sogenannter "Kleiner Atomreaktoren" stößt auf Kritik, da diese bis 2040 und darüber hinaus nicht als relevanter Beitrag zur Treibhausgasreduktion verfügbar sind. Der BEE fordert stattdessen eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz.

Bremen (VBR). EU-Kommission legt Klimaziele 2040 vor: Verbände fordern mehr Mut und konkrete Maßnahmen

Berlin, 06.02.2024 – Die EU-Kommission hat heute ihre Klimaziele für das Jahr 2040 vorgestellt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüßt die Vorschläge, hält aber Verbesserungen für notwendig. Diese beinhalten, dass die CO2-Emissionen in der EU bis 2040 um mindestens 90 Prozent gegenüber 1990 sinken sollen. Obwohl die EU-Kommission damit einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität erreicht, bleibt sie laut dem BEE mutlos, da das Reduktionsziel am unteren Ende der Empfehlungen des European Scientific Advisory Board on Climate Change liegt. Der Klimabeirat der EU empfiehlt für 2040 ein CO2-Reduktionsziel von 90-95 Prozent. Der BEE fordert deshalb höhere Ziele, die mit eigenständigen Zielen für den Ausbau Erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz verbunden werden müssen, um die Klimaziele zu untermauern.

Die Forderung des BEE nach höheren Zielen wird auch von elf Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland und Frankreich, unterstützt. Diese hatten sich im Vorfeld der Vorstellung der EU-Klimaziele für ambitioniertere Ziele eingesetzt. Die BEE-Präsidentin Simone Peter betont zudem, dass ein weiteres Zwischenziel für 2035 mit konkreten Reduktionszielen festgelegt werden muss, um rechtzeitig nachsteuern zu können.

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Der BEE weist darauf hin, dass neben den CO2-Minderungszielen auch konkrete Ausbauziele für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bis 2040 notwendig sind. Diese würden der Branche klare Leitplanken für die kommenden Jahre geben und die CO2-Reduktionsziele in die Praxis umsetzen. Die Dekarbonisierung basiert laut Peter auf dem Ausbau Erneuerbarer Energien und einer Steigerung der Energieeffizienz.

Eine kritische Position vertritt der BEE in Bezug auf den Einsatz von Carbon-Capture-and-Storage (CCS) und sogenannten “Kleinen Atomreaktoren” (Small Modular Reactors, SMR). Laut Peter sollte CCS nur dort eingesetzt werden, wo Emissionen unvermeidbar wären. Sie warnt davor, dass CCS nicht als Vorwand genutzt werden darf, das fossile Zeitalter zu verlängern. Bezüglich der SMRs bezeichnet Peter diese als teures und riskantes Experiment, das nicht als relevanter Beitrag zur Treibhausgasreduktion angesehen werden kann.

Der BEE fordert daher von der EU-Kommission mutigere Maßnahmen und konkrete Ziele, um die Klimaziele bis 2040 zu erreichen. Der Ausbau Erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz sind dabei laut dem Verband die entscheidenden Schritte auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

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