DUH zur Verabschiedung von Solarpaket I: Ein Schritt mit Mängeln

Berlin, 23. April 2024 – In einer weitreichenden Bewertung des neulich von der Bundesregierung vorgelegten Solarpakets I zeigt sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) überwiegend positiv gestimmt, weist jedoch auch auf kritische Lücken hin. Während das Paket wichtige Verbesserungen für die Photovoltaikindustrie, einschließlich Mieterstromprojekte und Balkonkraftwerke, sowie neue Standards für die Biodiversität bei Freiflächen-Solaranlagen einführt, bleiben essentielle Bereiche wie ein Solarstandard für Dächer und Energy Sharing unberücksichtigt. Zusätzlich wird kritisch angemerkt, dass dem Ausbau der Windenergie durch die Einführung von "Beschleunigungsgebieten" die Umweltstandards geopfert werden. Diese Gesetzgebung wirft somit Licht und Schatten auf die Zukunft der erneuerbaren Energien in Deutschland und fordert entscheidende Nachbesserungen im geplanten Solarpaket II.

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Bremen (VBR). In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung enthüllte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihre Perspektive auf das bevorstehende Solarpaket I, eine legislative Entwicklung, die das Potential hat, die Nutzung von Solarenergie in Deutschland nachhaltig zu beeinflussen. Vorgesehen zur Abstimmung im Bundestag gegen Ende dieser Woche, verspricht das Paket zahlreiche Verbesserungen im Bereich der Photovoltaik, darunter Regelungen, die insbesondere Mieterstromprojekte, Balkonkraftwerke und die Biodiversität bei Freiflächenanlagen fördern sollen.

Die DUH begrüßt die meisten Aspekte des Vorhabens und betont die wirtschaftlichen Vorteile der neuen Regelungen für gemeinschaftliche Solarenergieprojekte in Mehrfamilienhäusern. Auch die Vereinfachungen bei der Installation von Balkonkraftwerken sowie die Einführung eines Biodiversitätsstandards für Freiflächen-Solaranlagen werden lobend hervorgehoben. Diese Maßnahmen setzen nicht nur eine Grundlage zur Lösung der Natur- und Klimakrise, sondern fördern auch den dezentralen Ausbau erneuerbarer Energiequellen.

Trotz dieser Fortschritte kritisiert die DUH jedoch das Fehlen eines umfassenden Solarstandards für Gebäudedächer und Regelungen zum Energy Sharing im aktuellen Gesetzesentwurf. „Dieser Gesetzesentwurf ist nicht der dringend benötigte große Wurf”, erklärt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. „Der fehlende Solarstandard für Gebäudedächer und die ausgeklammerte Regelung zum Energy Sharing sind zwingend notwendig, um den Solar-Turbo am Gebäude zu zünden.“

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Darüber hinaus erhebt die Organisation schwere Bedenken gegen den radikalen Abbau von Umweltstandards beim Ausbau der Windenergie auf See durch die Einführung sogenannter “Beschleunigungsgebiete”, in denen Umweltprüfungen fast gänzlich entfallen. Dies könnte langfristig zu negativen Auswirkungen auf die Umwelt führen.

Um die immer dringender werdende Natur- und Klimakrise anzugehen, fordert die DUH eine Revision des Solarpakets. Das Anstreben eines naturverträglichen Ausbaus erneuerbarer Energien, ohne dabei wesentliche Umweltschutzmaßnahmen zu untergraben, bleibt ein zentraler Fokus der Organisation.

Das Solarpaket I signalisiert einen wichtigen Schritt in Richtung erneuerbarer Energien und ein grüneres Deutschland, zeigt jedoch auch deutlich, dass weitere gesetzgeberische Anstrengungen notwendig sind, um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Der Dialog zwischen Gesetzgebern, Fachorganisationen wie der DUH und der Gesellschaft ist entscheidend, um eine effektive und nachhaltige Energiepolitik zu gestalten, die sowohl den Planeten schützt als auch zukünftige Generationen mit sauberer Energie versorgt.


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Deutsche Umwelthilfe zum Solarpaket I: Überfällige Verbesserungen, gravierende …

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Pressemeldung:DUH zur Verabschiedung von Solarpaket I: Ein Schritt mit Mängeln

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