Deutsche Wirtschaft weiter belastet: Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3% gesunken

Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen und geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Die deutsche Wirtschaft konnte sich somit nicht weiter von ihrem Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Im Vergleich zu 2019 stieg das BIP jedoch um 0,7 %. Dies sind die ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes.

Bremen (VBR). Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2023 unter den Auswirkungen globaler Krisen gelitten, berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Pressemitteilung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging demnach um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr zurück. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1%. Die niedrige Produktion im Bereich Energieversorgung und die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Zudem gab es ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung von der Corona-Krise stagnierte somit im Jahr 2023. Im Vergleich zu 2019 stieg das BIP jedoch um 0,7%.

Im Produzierenden Gewerbe, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, ging die Bruttowertschöpfung zurück. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie hingegen verzeichneten erneute Rückgänge. Im Baugewerbe machten sich die hohen Baukosten, der Fachkräftemangel und die schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten hingegen ihr Wachstum fortsetzen, wenn auch schwächer als in den Vorjahren.

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Der private Konsum und die Konsumausgaben des Staates gingen zurück, während die Ausrüstungsinvestitionen positive Signale sendeten. Die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands litt unter der schwachen weltwirtschaftlichen Dynamik und der geringen inländischen Nachfrage, sodass die Importe stärker zurückgingen als die Exporte. Der Arbeitsmarkt zeigte sich hingegen weiterhin robust, und die Beschäftigung nahm zu. Das Finanzierungsdefizit des Staates verringerte sich trotz weiterer staatlicher Maßnahmen.

Die vorläufigen Schätzungen für das BIP im vierten Quartal 2023 zeigen einen Rückgang von 0,3% im Vergleich zum Vorquartal.

Die endgültigen Ergebnisse für das Jahr 2023 sowie weitere Informationen sind auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)


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