Verbandsbüro

BVDW, BDZV, MVFP und VAUNET fordern sofortigen Stopp des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes

Scrollen Sie nach unten um den detaillierten Beitrag und alle Kommentare zu lesen.

Presse /news Verbandsnachrichten

Berlin – 16.10.2023

Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz: Privatmedienverband VAUNET warnt vor negativen Auswirkungen

Das seit Monaten von Ernährungsminister Özdemir vorangetriebene Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz könnte wirkungslos gegen kindliches Übergewicht sein und einseitig der Wirtschaft schaden. Dies bestätigen mehrere Ausarbeitungen des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, die auf Kritik aus den Ländern sowie von der Medien- und Lebensmittelwirtschaft zurückgehen. Der geplante Gesetzesentwurf stelle keinen kausalen Zusammenhang zwischen Werbeverboten und der Reduzierung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen her. Zudem müsse das Werbeverbot für angeblich “ungesunde Lebensmittel” im Hinblick auf die Rundfunkregulierung der Länder hinterfragt werden.

Verbände fordern wissenschaftlich fundierte Maßnahmen

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), der Medienverband der freien Presse (MVFP), der Verband Privater Medien (VAUNET) und der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) fordern daher den Ernährungsminister auf, sich mit wissenschaftlich fundierten Maßnahmen dem Problem der Übergewichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen zu stellen. Sie plädieren für einen sofortigen Stopp des umstrittenen Gesetzesentwurfs.

Daniela Beaujean, Geschäftsführerin VAUNET, betont die Auswirkungen des Gesetzes auf die Medienbranche. Sie bezeichnet das Werbeverbot als unverhältnismäßig, da es nicht nur stark zucker-, fett- und salzhaltige Produkte betreffe, sondern auch zahlreiche alltägliche Nahrungsmittel. Zudem gehe es über die im Koalitionsvertrag vorgesehene Beschränkung von Werbung für Kinder hinaus. Die Finanzierung vieler Inhalte sowie die Medienvielfalt würden gefährdet, mit negativen Konsequenzen für andere Bereiche der Kreativwirtschaft und die Gesellschaft. Beaujean weist außerdem darauf hin, dass es bereits umfassende gesetzliche und selbstregulatorische Grenzen für Lebensmittelwerbung gibt und die Gesetzgebungskompetenz für Rundfunk bei den Ländern liegt.

Lesen Sie auch:  Vertragsalptraum: BIV-OT-Präsident fordert Reform der Hilfsmittelversorgung in Deutschland

Gesetzesentwurf bedroht Medien-, Lebensmittel- und Werbewirtschaft

Stephan Scherzer, Bundesgeschäftsführer MVFP, warnt vor den weitreichenden Folgen des Gesetzes auch für kleine und mittlere Unternehmen in der Pressebranche. Der Gesetzesentwurf gefährde nicht nur die Lebensmittel-, sondern auch die Medien- und Werbewirtschaft in Deutschland. Schätzungsweise würden Umsatzeinbußen von rund 3 Milliarden Euro den gesamten deutschen Werbemarkt beeinträchtigen und zahlreiche Arbeitsplätze sowie wichtige Investitionen in die digitale Transformation gefährden.

Gefahren für den Journalismus und die unabhängige Meinungsbildung

Sigrun Albert, Hauptgeschäftsführerin BDZV, betont die Gefahren eines Werbeverbots für den Journalismus. Medien seien ein Motor für gesellschaftliche Veränderungen und Aufklärung in allen Lebensbereichen, einschließlich gesunder Ernährung. Werbung spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung unabhängiger Redaktionen. Ein Werbeverbot führe daher immer zu Einschränkungen der journalistischen Vielfalt und behindere die unabhängige Meinungsbildung erheblich.

Einschränkungen für die deutsche Digitale Wirtschaft

Carsten Rasner, geschäftsführender Vorstand des BVDW, weist darauf hin, dass der vorliegende Gesetzgebungsvorschlag über den Koalitionsvertrag hinausgehe. Er würde die deutsche Digitale Wirtschaft erheblich benachteiligen und die gesamte Wertschöpfungskette beeinträchtigen. Nicht nur Publisher, sondern alle Bereiche wären betroffen. Rasner hofft, dass der Entwurf in seiner aktuellen Form endgültig vom Tisch ist.

Lesen Sie auch:  Kindergrundsicherung: Volle Umsetzung der Pläne bei Haushaltsberatungen

Zusammenfassend fordern BVDW, BDZV, MVFP und VAUNET einen sofortigen Stopp des Gesetzesvorhabens von Ernährungsminister Cem Özdemir. Sie argumentieren, dass der Gesetzesentwurf nicht zur Reduzierung von Übergewicht beiträgt und die Finanzierung der Medien-, Lebensmittel- und Werbewirtschaft gefährdet. Zudem greife der Entwurf in die Kompetenzen der Bundesländer ein.

Über VAUNET

VAUNET ist der Spitzenverband der privaten audiovisuellen Medien in Deutschland und repräsentiert rund 160 Mitglieder, die TV-, Radio-, Web- und Streamingangebote betreiben. Der Verband engagiert sich aktiv auf nationaler und europäischer Ebene, um die Rahmenbedingungen für audiovisuelle Medien mitzugestalten. Ziel ist es, Akzeptanz für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der Branche zu schaffen und ihre gesellschaftspolitische und kulturelle Bedeutung im digitalen Zeitalter hervorzuheben.

Pressekontakt:

Für Rückfragen:
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | hs@schultz-kommunikation.com

VAUNET – Verband Privater Medien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vau.net
www.vau.net

Lesen Sie auch:  Effektive Lese- und Schreibförderung durch vhs-Lerntreffs

Original-Content von: VAUNET – Verband Privater Medien, übermittelt durch news aktuell

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel BVDW, BDZV, MVFP und VAUNET: Sofortiger Stopp des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes
Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

30 Responses

  1. Also ehrlich, wer braucht denn schon ein Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz? Lasst die Kids doch auch mal Spaß haben!

    1. Ach komm, sei nicht so verklemmt. Werbung ist Teil unserer Gesellschaft und Kinder müssen lernen, damit umzugehen. Außerdem, wie sollen sie sonst wissen, was es alles auf dem Markt gibt?

    1. Was für ein Unsinn! Es ist die Aufgabe der Eltern, die Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen und angemessene Entscheidungen zu treffen. Kinder sollten von Erwachsenen geleitet werden, um ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden zu gewährleisten.

  2. Haha, wer braucht schon ein Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz? Lasst die Kids doch Spaß haben! #WerbungFürAlle

    1. Oh bitte, als ob Kinder nicht schon genug mit manipulativer Werbung bombardiert werden! Ein Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz ist längst überfällig, um sie vor ungesunden Versuchungen zu schützen. #GesundeErnährungFürAlle

  3. Typisch wieder diese Verbände, immer gegen den Schutz unserer Kinder! Lasst sie doch Werbung sehen, ist doch harmlos!

    1. Klar, Kinder sollen Spaß haben, aber ist es nicht auch wichtig, dass sie vor manipulativer Werbung geschützt werden? Ein Werbeverbot mag übertrieben erscheinen, aber es ist notwendig, um ihre vulnerable mentale Gesundheit zu schützen.

  4. Also sorry, aber ich finde das Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz total übertrieben! Lasst die Kids doch mal genießen!

    1. Sorry, aber Kinder sollten nicht durch aggressive Werbung manipuliert werden. Das Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz schützt sie vor ungesunden Produkten. Gesundes Genießen ist wichtiger als kurzfristige Freude.

    1. Klar, lass uns einfach die Kinder in Watte packen und ihnen verbieten, überhaupt etwas zu essen. Wer braucht schon Freiheit oder Selbstverantwortung? Lass uns alles kontrollieren und zu stillen, gesunden Robotern erziehen.

    1. Klar, es ist total sinnvoll, dass Kleinkinder selbst entscheiden, ob sie Schokolade oder Gemüse essen. Schließlich haben sie ja die nötige Erfahrung und Urteilsvermögen, um ihre Ernährung zu steuern. Wer braucht schon Eltern, die sich um die Gesundheit ihrer Kinder sorgen?

  5. Also ich finde das Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz sollte auf jeden Fall bestehen bleiben! Kinder sollen gesund aufwachsen und nicht mit ungesunden Snacks bombardiert werden.

  6. Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz? Was kommt als nächstes? Verbote für Schokolade und Eiscreme? Lächerlich!

    1. Oh bitte, hören Sie auf zu jammern! Es geht darum, die Gesundheit unserer Kinder zu schützen. Wenn Sie lieber wollen, dass sie von Werbung für ungesunde Lebensmittel beeinflusst werden, dann sind Sie wohl derjenige, der lächerlich ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Pressemeldung:BVDW, BDZV, MVFP und VAUNET fordern sofortigen Stopp des Kinder-Lebensmittel-Werbegesetzes

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

Heike Henkel kämpft für Berufsgesetz beim Wiesbaden Marathon

150 Jahre Osteopathie: Ein Rückblick und die Forderung nach einem Berufsgesetz

Wiesbaden (ots) – Am 22. Juni 1874 legte der US-amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still den Grundstein für die Osteopathie. Heute, 150 Jahre später, erfreut sich diese ganzheitliche Medizin weltweit großer Beliebtheit, auch in Deutschland, wo jährlich rund 19 Millionen Patienten osteopathisch behandelt werden. Anlässlich dieses bedeutenden Jubiläums setzte Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel beim Wiesbadener Ikano Bank City Marathon ein starkes Zeichen für die Regulierung der Osteopathie-Ausbildung und -Ausübung. Unterstützt von über 60 Läufern des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V., fordert sie ein Berufsgesetz, das die Qualität und Sicherheit für Patienten gewährleistet.

Jetzt lesen »

NDR Benefizaktion: Gemeinsam gegen Einsamkeit im Norden

Hamburg (ots) – Einsamkeit durchdringt die Gesellschaft und betrifft alle Altersgruppen. Laut dem Einsamkeitsbarometer des Bundesfamilienministeriums fühlt sich jeder dritte Deutsche zwischen 18 und 53 Jahren oft einsam, und jeder vierte im Alter von 18 bis 69 Jahren empfindet eine tiefe Isolation, so die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Diese Tatsache hat gravierende Auswirkungen: Einsame Menschen neigen eher dazu, demokratische Werte abzulehnen und autoritären Haltungen zuzustimmen. Der NDR stellt daher den Kampf gegen die Einsamkeit in den Fokus seiner diesjährigen Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" und arbeitet dabei eng mit den norddeutschen Bürgerstiftungen zusammen, um mehr Gemeinschaft und soziales Engagement zu fördern.

Jetzt lesen »

BoB-Award 2023: B2B-Kommunikation prämiert!

Am Abend des 20. Juni 2024 verwandelte sich der Berliner Meistersaal in ein Zentrum für kreative Exzellenz: Der Bundesverband Marketing Clubs e.V. verlieh den renommierten „BoB-Award 2023“ und ehrte damit herausragende B2B-Kommunikationsprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit insgesamt 30 Medaillen – 6 Gold, 11 Silber und 13 Bronze – wurden die besten Arbeiten ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr im DACH-Raum veröffentlicht wurden. Die feierliche Preisverleihung bot nicht nur eine Bühne für kreative Höchstleistungen, sondern förderte auch den interdisziplinären Austausch und das Networking innerhalb der Branche.

Jetzt lesen »

DUH kündigt weitere rechtliche Schritte gegen Gasbohrungen an

Am 21. Juni 2024 um 15:04 Uhr verkündete das höchste niederländische Gericht, der Raad van State, eine weitreichende Entscheidung: Die Arbeiten für Gasbohrungen vor Borkum dürfen beginnen. Diese Entscheidung betrifft die ökologisch empfindliche Region des Wattenmeers und sorgt für heftige Kontroversen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und ihre Partner sind entschlossen, juristische Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um das Projekt zu stoppen. Sie fordern von der niedersächsischen Landesregierung, bereits erteilte Genehmigungen zurückzunehmen, und bezeichnen die Bohrungen als Bedrohung für den Meeres- und Klimaschutz sowie für das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Jetzt lesen »

Arbeitgeber-Provokation: Tarifverhandlungen öffentliche Banken eskalieren

In der ersten Tarifverhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft ver.di und den öffentlichen Banken kam es zu einer erheblichen Spannung. Mit einem Gehaltsangebot von 9,5 Prozent verbunden mit einer ungewöhnlich langen Laufzeit von über dreieinhalb Jahren bis Ende 2027, provozierten die Arbeitgeber eine scharfe Reaktion seitens ver.di. „Eine solche Forderung ist beispiellos in der deutschen Tarifhistorie und bedeutet einen klaren Angriff auf die Reallöhne“, erklärte Jan Duscheck, Verhandlungsführer bei ver.di. Die Gewerkschaft zeigte sich auch enttäuscht über das Fehlen eines sozialen Ausgleichs für niedrige Einkommen und kündigte erste Warnstreiks an, um ihren Forderungen von 12,5 Prozent Gehaltserhöhung Nachdruck zu verleihen.

Jetzt lesen »

Beschleunigte Genehmigungen jetzt auch im Wohnungsbau!

Einleitung:

Die schwarz-grüne Landesregierung Schleswig-Holsteins plant, die Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte wie Straßenbau und Radwege zu beschleunigen. In einer ersten Lesung wurde darüber am Freitag im Landtag debattiert. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), fordert, diesen Schwung auch auf den Wohnungsbau zu übertragen. Insbesondere die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum leidet unter langwierigen staatlichen Verfahren. „Zeit ist Geld – besonders bei steigenden Baupreisen“, betont Breitner und appelliert an die Regierung, die Planungsverfahren auch im Bereich Wohnungsbau zu entschlacken.

Jetzt lesen »

KAIFU-NORDLAND eG gewinnt DW-Zukunftspreis für Innovation

Hamburg. Die Wohnungsbaugenossenschaft KAIFU-NORDLAND eG hat den renommierten DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2024 für ihre beeindruckende Innovationskraft und konsequente Umsetzung von Veränderungen erhalten. Unter dem Motto „Change in Highspeed“ hat die Genossenschaft eine vollständige Umstrukturierung durchgeführt und digitale Werkzeuge erfolgreich implementiert. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Jury ihren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Hamburgs gefragtesten Quartieren. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), gratuliert und hebt den hohen Einsatz und die weitreichenden Erfolge des KAIFU-Teams hervor.

Jetzt lesen »

E-Rezept: Apotheken gewinnen Rechtssicherheit

Berlin (ots) – Die Apotheken in Deutschland können aufatmen: Fehlerhafte oder unvollständige Angaben auf E-Rezepten führen künftig nicht mehr zu Retaxationen durch die Krankenkassen. Diese neue Regelung, auf die sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verständigt haben, gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2024 bis zum Jahresende. Die Entscheidung wurde am Freitag nach intensiven Verhandlungen getroffen und soll den Apotheken mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit E-Rezepten bieten.

Jetzt lesen »

Bäcker fordern wirksame Nachschärfung des Bürokratiegesetzes

Berlin, 21.06.2024 – Das jüngst von der Ampel-Koalition beschlossene Bürokratieentlastungspaket IV verfehlt laut dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks die dringend benötigte Entlastung für Handwerksbetriebe. „Politik mit angezogener Handbremse“, kommentiert Hauptgeschäftsführer Dr. Friedemann Berg und fordert eine deutliche Nachschärfung im parlamentarischen Verfahren. Trotz kleiner Fortschritte bei Arbeitsverträgen und Allergenkennzeichnung sei das Maßnahmenpaket insgesamt nicht weitreichend genug, um den Mittelstand spürbar zu entlasten. Der Verband warnt vor einer zunehmenden Belastung durch Bürokratie, die den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährde, und fordert ein umgehendes Bürokratie-Moratorium.

Jetzt lesen »

ver.di: Bündnis fordert Schutz der Demokratie und Sozialstaat

Am 21. Juni 2024 haben führende Organisationen ein bedeutsames Positionspapier unter dem Titel „Demokratie schützen – Sozialstaat erhalten“ veröffentlicht. Beteiligt sind ein Bündnis freier Wohlfahrtsverbände, Sozialverbände, die Bürgerbewegung Campact und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Anlass der Veröffentlichung ist die aktuelle Debatte über den Bundeshaushalt 2025. Die Initiatoren rufen mit ihrem gemeinsamen Dokument zur Bewahrung sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Werte auf.

Jetzt lesen »

ZIA fordert: Politische Zusagen müssen endlich umgesetzt werden

Optimismus in der Immobilienbranche – aber politische Taten gefragt

Berlin, 21. Juni 2024 – Die deutsche Immobilienwirtschaft steht nach harten Monaten wieder optimistischer da. Der aktuelle ZIA-IW-Stimmungsindex zeigt einen spürbaren Aufwärtstrend. Doch trotz der aufkeimenden Zuversicht mahnt die neue Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Iris Schöberl, dass konkrete politische Maßnahmen dringend nötig sind, um den positiven Trend nicht zu gefährden. Insbesondere die Förderung von Bauprojekten und der Abbau bürokratischer Hürden stehen laut Schöberl an oberster Stelle auf der Wunschliste der Branche. „Die Taten müssen mit den politischen Zusagen Schritt halten, damit der vorsichtige Optimismus nicht im Keim erstickt wird,“ fordert sie entschieden.

Jetzt lesen »

Druckindustrie: Löhne steigen um 7,8 % nach Verhandlungen

Am frühen Morgen des 21. Juni 2024 wurde nach zähen Verhandlungen ein Durchbruch in der Druckindustrie erzielt: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) einigten sich auf eine deutliche Lohnerhöhung von insgesamt 7,8 Prozent für die Beschäftigten. Die Tarifeinigung sieht stufenweise Gehaltssteigerungen bis März 2026 vor und bringt auch für Auszubildende signifikante Verbesserungen. Trotz der positiven Aspekte bemängelt ver.di die lange Laufzeit von 29 Monaten. Mitglieder und Beschäftigte diskutieren nun bis zum 19. Juli über das Ergebnis, das maßgeblich durch den starken Streikeinsatz ermöglicht wurde.

Jetzt lesen »

Hybrid-DRG: Wahlärzte jetzt auch ambulant im Krankenhaus

Gute Nachrichten für Privatpatienten und das Gesundheitswesen: Mit der Einführung der neuen sektorengleichen Vergütung (Hybrid-DRG) können privatversicherte Patienten künftig wahlärztliche Leistungen auch im Rahmen ambulanter Krankenhausaufenthalte in Anspruch nehmen. Dies bestätigten jüngst der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). Damit bleibt den Patientinnen und Patienten weiterhin die freie Wahl von Ärzten und Kliniken gewährleistet, während die PKV mit über 2 Milliarden Euro jährlich zur Finanzierung dieser exklusiven medizinischen Leistungen beiträgt. Mehr als 7 Millionen Versicherte profitieren bereits von diesen erweiterten Optionen.

Jetzt lesen »

Strommarktreform für stabile Preise und Investitionen

Berlin, 21. Juni 2024: Reformen statt Rotstift beim Strommarktdesign

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) warnt vor den Folgen des gescheiterten Kaufs des Tennet-Stromnetzes aufgrund finanzieller Engpässe und fordert dringende Reformen im Strommarktdesign und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). BEE-Präsidentin Simone Peter betont die Notwendigkeit vorausschauender Investitionen in Infrastruktur und zukunftsfähige Technologien, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Der Verband drängt auf ein Konzept der ‘Plattform Klimaneutrales Stromsystem’ und weist auf die eskalierenden Probleme aktueller Strompreismodelle hin. „Reformen bringen uns weiter als der Rotstift“, so Peter.

Jetzt lesen »

UN nimmt Beschwerde gegen umstrittenes LNG-Gesetz an

Berlin (ots) – Das unabhängige Überwachungskomitee der UN-Aarhus-Konvention hat eine wegweisende Beschwerde der Umweltrechtsorganisation Green Legal Impact Germany (GLI) gegen das LNG-Beschleunigungsgesetz (LNGG) angenommen. Diese Entscheidung eröffnet eine kritische Prüfung des Gesetzes im Hinblick auf internationale Umweltvorschriften. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert nun vehement von der Bundesregierung, das umstrittene Gesetz zurückzunehmen und auf die weitere Einschränkung von Beteiligungsrechten zu verzichten. Marie Bohlmann von GLI betont die Bedeutung dieses Schritts: „Das LNG-Beschleunigungsgesetz darf nicht die Blaupause für die Einschränkung demokratischer Beteiligungsrechte werden.“

Jetzt lesen »