Bund deutscher Baumschulen (BdB) kritisiert geplanten Wegfall des Agrardiesels als verfehlte Entscheidung

Berlin (ots) - Die Produktion deutscher Gehölze steht vor großen Herausforderungen: Steigende Importe und der Wegfall des Agrardiesels belasten nicht nur die CO2-Bilanz, sondern auch den Geldbeutel der Branche. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung scharf und fordert eine Korrektur der Pläne. Lesen Sie hier, warum Deutschlands grüne Infrastruktur in Gefahr ist.

Bremen (VBR). Berlin (ots) – Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. kritisiert den geplanten Wegfall des Agrardiesels als völlig verfehlte Entscheidung. Die Produktion von Gehölzen in Deutschland ist bereits heute aufgrund der hohen Sozial- und Umweltstandards kostenintensiver als in konkurrierenden Nachbarländern. Mehr Importe von Bäumen, Sträuchern und Ziergehölzen würden die CO2-Bilanz weiter verschlechtern, warnt der BdB.

“Man reibt sich die Augen, was in Nachtsitzungen alles entschieden wird. Hier hätte ein kühler Kopf mehr bewirkt als die heiße Nadel”, resümiert Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB. Durch den Wegfall des Agrardiesels und der Kfz-Steuerbefreiung entstehe ein massiver Kostenschub für die Branche, die künftig Deutschlands grüne Infrastruktur mit Gehölzen versorgen soll. Dieser Nachteil gegenüber europäischen Mitbewerbern konterkariere die Ziele der Bundesregierung im Bereich CO2-Einsparung und Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln.

Der BdB warnt auch vor einer verstärkten Importierung von Gehölzen. Durch das wachsende Preisgefälle zu den ausländischen Gehölzproduzenten würden mehr Pflanzen importiert werden als bisher. Dabei erfolge die Produktion oft zu geringen ökologischen und sozialen Standards. Zudem stellen die höhere Steuerlast auf Betriebsstoffe eine massive Verteuerung mechanischer und thermischer Verfahren zum alternativen Pflanzenschutz dar.

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Der BdB fordert die Regierungskoalition auf, die Pläne der Bundesregierung zu korrigieren. Die parlamentarischen Spitzen der Koalitionsparteien sollten die Pläne in Ruhe analysieren und nicht umsetzen, appelliert Guhl.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. ist die berufsständische Vereinigung und Interessenvertretung der Baumschulen. Die Branche kultiviert Gehölze auf rund 20.000 Hektar mit einem jährlichen Produktionswert von 1 Milliarde Euro. Der BdB ist an der Planung und Umsetzung von Bundesgartenschauen (BUGAs) und Internationalen Gartenbauausstellungen (IGAs) beteiligt.

Pressekontakt:
Jana Zielsdorf
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030-240 86 99-24
zielsdorf@gruen-ist-leben.de
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Pressemeldung:Bund deutscher Baumschulen (BdB) kritisiert geplanten Wegfall des Agrardiesels als verfehlte Entscheidung

4 Antworten

  1. Also ich finde es total übertrieben, dass der BdB meint, der Wegfall des Agrardiesels wäre eine verfehlte Entscheidung. Was kommt als Nächstes? Keine Traktoren mehr auf den Feldern? Lächerlich!

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