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Bündnis für bundesweites Böllerverbot wächst weiter

Das kommende Silvester könnte ganz anders werden als gewohnt. Ein breites Aktionsbündnis aus Umwelt-, Verbraucher-, Tierschutz- und Gesundheitsorganisationen fordert eine dringende Änderung der Sprengstoffverordnung, um Mensch, Tier und Umwelt zu schützen. Die Deutsche Umwelthilfe hat die Initiative ergriffen und ruft mit der Mitmachaktion #böllerciao dazu auf, einen Offenen Brief an Bundesinnenministerin Nancy Faeser für ein böllerfreies Silvester zu unterstützen. Die Unterstützung wächst, denn auch die Gewerkschaft der Polizei sowie weitere Organisationen haben sich dem Bündnis angeschlossen. Eine Änderung in der Sprengstoffverordnung könnte das Verkaufs- und Abfeuerverbot von Schwarzpulver-Böllern und Feuerwerksraketen bedeuten. Damit könnte das Leid der vergangenen Silvesternacht verhindert und ein friedliches Silvester ermöglicht werden.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Breites Bündnis fordert Verbot von Böllern und Feuerwerksraketen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt

Berlin (ots) – Ein breites Aktionsbündnis aus Umwelt-, Verbraucher-, Tierschutz- und Gesundheitsorganisationen sowie die Gewerkschaft der Polizei setzen sich gemeinsam dafür ein, die Sprengstoffverordnung zu ändern und ein Verbot von archaischen Schwarzpulver-Böllern und Feuerwerksraketen noch bis zum Jahreswechsel durchzusetzen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, zehntausende schwere Verletzungen bei Kindern und Erwachsenen, tausende Feuerwehreinsätze sowie eine hohe Luftschadstoffbelastung zum Jahreswechsel zu verhindern.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat das Bündnis initiiert und konnte in diesem Jahr weitere namhafte Organisationen wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bündeln, Pro Wildlife und die Deutsche Tinnitus-Liga für eine Unterstützung gewinnen. Das Ziel des Bündnisses ist es, Bundesinnenministerin Nancy Faeser dazu aufzufordern, die rechtliche Grundlage für ein böllerfreies Silvester zu schaffen und damit eine Wiederholung der schrecklichen Ereignisse der letzten Silvesternacht zu verhindern. Dies könnte durch Streichen eines Satzes in der geltenden Sprengstoffverordnung erreicht werden, wodurch der Verkauf und das Abbrennen von schwarzpulverhaltigen Feuerwerkskörpern bundesweit verboten wäre.

In der vergangenen Silvesternacht wurden Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste gezielt mit Pyrotechnik angegriffen. Es entstanden tausende Brände landesweit und tausende Menschen erlitten teils schwerwiegende Verletzungen. Der enorme Lärmpegel der Pyrotechnik versetzte zudem Millionen von Tieren in Panik.

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Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont die Dringlichkeit eines Verbots: “Rettungskräfte, Augen- und Unfallchirurgen sollten endlich einmal zum Jahreswechsel im Kreise ihrer Liebsten feiern können. Bisher herrschte in der Silvesternacht Ausnahmezustand in den Unfallabteilungen der Krankenhäuser. Verzweifelte Eltern bangen um das Augenlicht ihrer Kinder, Unfallchirurgen versuchen zerfetzte Hände zu operieren. Verantwortlich für das tausendfache Leid ist Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Sie weigert sich, wie zuvor ihr CSU-Vorgänger im Amt, das Ende der archaischen Silvesterböllerei anzuordnen. Wie ernst die Lage für Einsatzkräfte ist, zeigt die Gewerkschaft der Polizei nun mit ihrer Teilnahme an unserem Bündnis. Und auch die Mehrheit der Bevölkerung ist für ein Ende der privaten Böllerei, wie eine neue Umfrage der Verbraucherschutzzentrale Brandenburg erneut belegt. Die Lösung ist simpel: Mit einer Änderung der Sprengstoffverordnung kann Innenministerin Faeser Millionen Menschen und Tieren ein gesundes und friedliches Silvester ermöglichen.”

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt die Forderung eines generellen Böllerverbotes und betont, dass ein solches Verbot nur ein Baustein für ein deutlich friedlicheres Silvester sein kann. Angesichts der Angriffe auf Einsatzkräfte in der letzten Silvesternacht möchte die GdP alle Beteiligten an einen Tisch bringen, um klare Vorgaben für die Zukunft zu erarbeiten. Eine Wiederholung der Geschehnisse der letzten Silvesternacht darf sich nicht wiederholen, so der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke.

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Auch Fachverbände in der Gesundheitsbranche unterstützen das Bündnis. Dr. Karlin Stark, Schriftführerin des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst, weist auf die Verletzungsgefahr hin, die durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern verursacht wird. Zusätzlich ist die enorme Feinstaubbelastung ein gesundheitliches Risiko für viele Menschen. Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes plädiert daher klar für ein Verbot von Feuerwerkskörpern für Privatpersonen.

Auch im Tierschutzbereich gibt es große Unterstützung für ein Verbot von privatem Feuerwerk. Monic Moll von PETA Deutschland betont, dass zu viele Tiere, Menschen und die Umwelt unter der Jahresendtradition leiden. Der Lärm, die Umweltverschmutzung und die Knallkörper verursachen jährlich unzählige Verletzungen und Traumatisierungen bei Haustieren und Wildtieren. Es ist Zeit für die Politik zu handeln, so Moll.

Ähnliche Anliegen äußern auch andere Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund, Pro Wildlife, VIER PFOTEN und das Jane Goodall Institut Deutschland. Alle setzen sich dafür ein, dass private Feuerwerke der Vergangenheit angehören und Tieren kein unnötiger Stress und Leid mehr zugemutet wird.

Ein Verbot von Böllern und Feuerwerksraketen zu Silvester hätte viele positive Effekte. Neben dem Schutz von Menschen und Tieren vor Verletzungen und Belastungen gibt es auch ökologische Vorteile. Die höchste Luftbelastung des Jahres würde vermieden, Millionen Tonnen Müll würden eingespart und die Umweltverschmutzung durch Feinstaub und Schwermetalle würde reduziert werden.

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Das Aktionsbündnis, dem insgesamt 15 Organisationen angehören, fordert die Politik auf, das Verbot von Böllern und Feuerwerksraketen in die Tat umzusetzen und ein böllerfreies Silvester zu ermöglichen.

Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
0171 3649170, resch@duh.de
Pressestelle Gewerkschaft der Polizei (GdP)
030 399921-113, gdp-pressestelle@gdp.de
Monic Moll, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner PETA Deutschland
0711-860591-440, monicm@peta.de
Dr. Karlin Stark, Schriftführerin und Vorstandsmitglied BVÖGD
info@bvoegd.de
Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin Heimtiere Deutscher Tierschutzbund e.V.
Kontakt über Pressestelle: 0228-60496-24, presse@tierschutzbund.de
Dr. Sandra Altherr, Mitbegründerin von Pro Wildlife
089 9042 990-00, mail@prowildlife.de
Tobias Udave, Pressesprecher Heimtiere VIER PFOTEN
01520 2091481, tobias.udave@vier-pfoten.org
Heike Weber, Bereichsleiterin Tierschutz TASSO e.V.
06190 937-338, heike.weber@tasso.net
Franziska Wulff, Mitglied im Vorstand des Jane Goodall Institut Deutschland
franziska.wulff@janegoodall.de

DUH Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.x.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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19 Responses

    1. Total übertrieben? Böller verursachen unnötige Verletzungen und verschmutzen die Umwelt. Die Freiheit endet dort, wo andere gefährdet werden. Denk mal darüber nach!

    1. Das mag sein, aber Feuerwerk verursacht enorme Umweltverschmutzung und stellt eine Gefahr für Mensch und Tier dar. Es gibt viele andere Möglichkeiten, Traditionen zu feiern, ohne die Umwelt zu belasten. Es ist an der Zeit, nachhaltige Alternativen zu finden.

  1. Es gibt viele gute Gründe für ein Böllerverbot: Sicherheit, Umweltschutz und Respekt für andere. Wenn du deine Ohren verlieren und Nachbarn ärgern willst, gibt es bessere Möglichkeiten. Wie wäre es mit einem Konzertbesuch oder einer lauten Party?

    1. Meiner Meinung nach ist ein Böllerverbot absolut vernünftig. Es geht nicht nur um Spaß, sondern auch um die Sicherheit von Mensch und Tier. Es gibt viele alternative Möglichkeiten, um das neue Jahr zu feiern, ohne die Umwelt und andere zu belästigen.

  2. Also ich finde, dass ein Verbot von Böllern total übertrieben ist! Was kommt als Nächstes? Verbot von Silvester? #LasstUnsFeiern

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