Warnstreiks bei DAK: ver.di fordert 12,5% mehr Gehalt

In einer beispiellosen Aktion gegen unzureichende Lohnangebote und gestiegene Lebenshaltungskosten, die zu spürbaren Reallohnverlusten geführt haben, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der DAK-Gesundheit zu einem bundesweiten Warnstreik auf. Dieser soll am Dienstag, den 20. Februar, in mehreren Bundesländern stattfinden und den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Mit klaren Forderungen nach einer erheblichen Lohnerhöhung tritt ver.di entschlossen an, die Interessen ihrer Mitglieder in einer Zeit hoher Inflation und Wirtschaftsunsicherheiten zu verteidigen.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am kommenden Dienstag, den 20. Februar 2024, dürften die Büros der DAK-Gesundheit in verschiedenen Bundesländern ungewohnt leer bleiben. Der Grund hierfür sind von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) angekündigte Warnstreiks, die Teil einer bundesweiten Aktion sind. Beschäftigte in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen werden dazu aufgerufen, ihre Arbeit ganztägig niederzulegen.

Der Anlass für diese drastische Maßnahme sind die derzeit stockenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der DAK-Gesundheit, bei denen die Arbeitgeberseite bisher lediglich ein Angebot vorgelegt hat, welches nach Ansicht der Gewerkschaft den Bedürfnissen der Beschäftigten nicht gerecht wird. „Die Beschäftigten der DAK-Gesundheit haben in den letzten beiden Jahren erhebliche Reallohnverluste verkraften müssen. Wir erwarten von der DAK-Gesundheit deutliche Signale in Richtung ihrer Beschäftigten und eine entsprechende ernsthafte Bereitschaft, mit ver.di zu einem guten Tarifergebnis im Interesse der Beschäftigten zu gelangen. Das bisher vorgelegte Angebot ist in keiner Weise geeignet, den Auswirkungen der Inflation entgegenzuwirken, noch eine nötige dauerhafte Entgeltentwicklung für die Beschäftigten zu gewährleisten“, erklärt Matthias Kretzschmar, der Verhandlungsführer von ver.di.

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Die Forderungen von ver.di in der derzeitigen Tarifrunde umfassen eine Gehaltserhöhung von 12,5 Prozent, mindestens jedoch 555 Euro mehr pro Monat für jedes Mitglied, bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Für Auszubildende wird eine Erhöhung um 250 Euro pro Monat angestrebt.

Die Stoßrichtung dieser Forderungen reflektiert nicht nur die Dringlichkeit einer fairen Bezahlung im öffentlichen Gesundheitswesen, sondern wirft auch Licht auf größere gesellschaftliche Themen wie die Inflationswirkung auf den Mittelstand und den zunehmenden Druck auf das Gesundheitssystem. In einer Zeit, in der die Kosten für Lebenshaltung unaufhörlich steigen, wird eine angemessene Entlohnung für diejenigen, die im Gesundheitssektor tätig sind, immer wichtiger.

Mit rund 12.000 Beschäftigten bundesweit ist die DAK-Gesundheit ein bedeutender Akteur im deutschen Gesundheitssystem. Die Tarifverhandlungen, die am 20. Februar 2024 in Hannover fortgesetzt werden, sind daher von großer Bedeutung nicht nur für die direkt Beteiligten, sondern auch für das breitere öffentliche Gesundheitssystem in Deutschland.

Dieser Streik und die damit verbundenen Forderungen verdeutlichen die zunehmende Bereitschaft von Arbeitnehmern, für eine faire Behandlung und angemessene Löhne zu kämpfen. Es handelt sich um eine Entwicklung, die für die Zukunft der Arbeitsbeziehungen in Deutschland und darüber hinaus von großer Bedeutung sein könnte.

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Medien-Info: Tarifrunde DAK-Gesundheit: ver.di ruft Beschäftigte zu Warnstreiks am …

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Eine Antwort

  1. Seit Januar 2024 gibt es keinen Tarifvertrag. Was ist mit den Überbrückungsgeldern bis zum Beginn des neuen Tarifvertrages. Werden da dann die nach Anlage 7 a EKT (Ruhestand) auch mit berücksichtigt? Werden diese Personengruppen beim Inflationsausgleich (zumindest anteilig) mit berücksichtigt oder fallen die wie immer und wie auch in der Regierung durch den Raster? Sind die auch für die Gewerkschaften bedeutungslos??
    Ich hätte als Betroffener auch gerne eine Wahrnehmung und eine Akzeptanz durch entsprechende Honorierung.

    Vielen Dank und freundliche Grüße
    B. Schönhofer

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