ver.di: Krankenhauspflege – ver.di mahnt schnellstmögliche Personalvorgaben an

Die Krankenhauspflege steht vor einer dringlichen Herausforderung: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine sofortige Umsetzung bedarfsgerechter Personalvorgaben. Doch das Bundesgesundheitsministerium hat die angekündigte Verordnung verzögert. Die Geduld der Beschäftigten ist aufgebraucht – sie warten schon viel zu lange auf bessere Arbeitsbedingungen und eine sichere Patientenversorgung. Erfahren Sie, warum diese personalpolitische Entscheidung Auswirkungen auf uns alle hat.

Bremen (VBR). Krankenhauspflege: ver.di fordert umgehende Personalvorgaben

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) appelliert eindringlich an das Bundesgesundheitsministerium, schnellstmöglich bedarfsgerechte Personalvorgaben für die Krankenhauspflege einzuführen. Hintergrund ist die kürzlich verkündete Verzögerung bei der Umsetzung des Personalbemessungsinstruments PPR 2.0. Ursprünglich sollte der Referentenentwurf für eine Verordnung dazu bereits auf der Bundesratssitzung am 15. Dezember 2023 vorgelegt werden. Die Nachricht, dass dieser Zeitplan nicht eingehalten werden kann, ist für die Beschäftigten im Pflegebereich eine bittere Enttäuschung. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler erklärt dazu: “Die Geduld der Pflegekräfte ist mittlerweile erschöpft. Sie warten schon viel zu lange auf Personalvorgaben, die eine sichere Patientenversorgung und gute Arbeitsbedingungen gewährleisten.”

Die Gewerkschaft hat das Personalbemessungsinstrument PPR 2.0 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Deutschen Pflegerat entwickelt. Der Start der Datenerhebung in den Kliniken war für Januar 2024 geplant. Jetzt fordert ver.di eine politische Lösung, um die Entlastung der Pflegekräfte voranzutreiben. Bühler betont: “Die Pflegekräfte verlangen eine verlässliche Perspektive, dass sich ihre Arbeitsbedingungen in absehbarer Zeit verbessern werden. Dadurch kann die Abwanderung aus dem Pflegeberuf gestoppt und der Beruf attraktiver für neue Beschäftigte gemacht werden.” Spätestens ab 2025 sollten die Personalvorgaben dann in den Einrichtungen greifen und Verstöße sanktioniert werden. Alle Verantwortlichen sind aufgefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die PPR 2.0 schnellstmöglich eingeführt werden kann, fordert die Gewerkschafterin.

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Um die Umsetzung der PPR 2.0 erfolgreich zu gestalten, müssten die Krankenhäuser verpflichtet werden, die erforderlichen Daten zu erfassen und zu melden. Bühler betont außerdem, dass Hilfs- und Assistenzkräfte nicht die Pflegefachpersonen ersetzen sollten und Auszubildende sowie Studierende nicht in die Personalbemessung einbezogen werden dürfen. “Eine gute Versorgungsqualität ist nur mit ausreichend Fachkräften gewährleistet”, so Bühler. Daher sollten auch für andere Berufsgruppen, die für eine qualitativ hochwertige Versorgung unerlässlich sind, bedarfsgerechte Personalvorgaben entwickelt werden.

Es bleibt abzuwarten, wie das Bundesgesundheitsministerium auf die Forderungen von ver.di reagieren wird. Doch eins steht fest: Die Einführung bedarfsgerechter Personalvorgaben in der Krankenhauspflege ist ein dringendes Anliegen, um die Situation der Beschäftigten zu verbessern und eine gute Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Quelle: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

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27 Antworten

    1. Ach komm, hör doch auf! Ver.di kennt sich mit Krankenhauspflege bestens aus. Wenn du keine Ahnung hast, dann halt einfach mal die Klappe. Es gibt genug Leute, die von ihrer Expertise profitieren.

    1. Das ist doch nur eine Ausrede für faule Mitarbeiter. Personalvorgaben sind notwendig, um die Effizienz zu steigern und Missmanagement zu verhindern. Weniger Bürokratie, mehr Produktivität!

    1. Deine Idee ist lächerlich! Warum sollte ver.di sich in private Whatsapp-Gruppen einmischen? Es gibt wichtigere Dinge, um die sie sich kümmern sollten. Lass die Leute in Ruhe!

  1. Also ich finde, dass Personalvorgaben total überbewertet werden. Lasst die Krankenschwestern doch einfach machen!

    1. Also ich finde, dass du da komplett falsch liegst. Personalvorgaben sind wichtig, um eine angemessene Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Krankenschwestern brauchen klare Richtlinien, um ihre Arbeit effizient und professionell zu erledigen.

    1. Ver.di sollte sich lieber um die Mitarbeiter kümmern, statt nach mehr Personal zu verlangen. Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist der Schlüssel, nicht das Schüren von Konflikten.

  2. Es ist leicht, Kosten als Ausrede für fehlendes Personal zu verwenden. Aber sollten wir nicht lieber darüber sprechen, wie wir die Gesundheit und das Wohlergehen der Patienten priorisieren? Die Investition in ausreichendes Personal ist eine Investition in unsere Zukunft.

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