ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal

ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und höhere Gehälter für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft startet eine Kampagne zur Arbeitszeit und Tarifverhandlungen. Der Personalmangel in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes führt zu prekären Zuständen und gefährdet die Qualität der Arbeit. Politisches Handeln ist gefordert, um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu verbessern und den Sozial- und Rechtsstaat zu schützen. Eine breit angelegte Arbeitszeitbefragung soll Lösungen aufzeigen.

Bremen (VBR). Jahrespressegespräch: ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte

Am 11. Januar 2024 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in einem Jahrespressegespräch ihre Forderungen für das neue Jahr bekanntgegeben. Die Gewerkschaft setzt sich dabei für bessere Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen, höhere Gehälter und mehr Personal ein. Um auf diese Anliegen aufmerksam zu machen, startet ver.di eine Kampagne sowie eine Arbeitszeitbefragung unter Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

ver.di-Vorsitzende Christine Behle betont, dass es in vielen Branchen an ausreichendem Personal mangele und der Druck auf die Beschäftigten immer größer werde. Egal ob im öffentlichen Dienst oder in anderen Bereichen wie dem Luftverkehr – überall hätten die Beschäftigten immer mehr Aufgaben mit immer weniger Personal zu bewältigen. Dies führe zu einem wachsenden Druck und einer Zunahme krankheitsbedingter Ausfälle. Es sei daher dringend erforderlich, Abhilfe zu schaffen.

In den nächsten Wochen und Monaten stehen zahlreiche Tarifverhandlungen an, in denen ver.di sich für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen einsetzen wird. Als Beispiel nennt Behle die Tarifverhandlungen bei der Lufthansa, wo ein großer Arbeitskräftemangel herrsche. ver.di werde dort eine Forderung von 12,5 Prozent, mindestens 500 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten einbringen.

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Auch die Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr haben bereits begonnen. Hier gebe es ebenfalls einen dramatischen Mangel an Arbeitskräften. Aufgrund dessen käme es täglich zu Ausfällen von Bussen und Bahnen. Die Verkehrswende benötige eine echte Arbeitswende, die mit der Tarifrunde eingeleitet werden solle.

Behle weist darauf hin, dass aktuell insgesamt über 300.000 Stellen im öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Kommunen unbesetzt seien. In den nächsten zehn Jahren müssten aufgrund des altersbedingten Ausscheidens vieler Beschäftigter rund 1,4 Millionen Stellen neu besetzt werden. Um neues Personal zu gewinnen, seien große Anstrengungen und Investitionen erforderlich.

Die Attraktivität des öffentlichen Dienstes müsse verbessert werden, da der akute Personalmangel die Qualität der Arbeit gefährde und die Erledigung der Aufgaben gefährde. Die sinkende Attraktivität und der Personalnotstand seien das Ergebnis fiskalpolitischer Entscheidungen vergangener Jahre. Es sei daher notwendig, politisch gegenzusteuern und eine bedarfsgerechte Finanzausstattung sicherzustellen.

Mit der Kampagne “Gemeinsam für unsere öffentlichen Dienste. Zukunft schaffen!” möchte ver.di die politisch Verantwortlichen dazu aufrufen, den öffentlichen Dienst zu stärken und den Sozial- und Rechtsstaat zu schützen. Dazu sei ein starker öffentlicher Dienst mit qualifiziertem Personal erforderlich. Die Finanzierung müsse eine politische Aufgabe sein.

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Zusätzlich startet ver.di eine Arbeitszeitbefragung unter den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Ziel ist es, Belastungen und Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Die Ergebnisse der Befragung sollen genutzt werden, um tarifvertraglich umsetzbare Änderungen zu definieren, die zur Entlastung der Beschäftigten beitragen und dem Arbeitskräftemangel entgegenwirken.

Die Arbeitszeitbefragung läuft bis Ende März 2024, anschließend werden die Ergebnisse mit den ver.di-Mitgliedern und Interessierten diskutiert. Die Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2025 mit Bund und Kommunen sollen Mitte Juni 2024 diskutiert werden, die Verhandlungen beginnen im Januar 2025.

Kontakt:
Martina Sönnichsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de
Website: www.verdi.de/presse


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