ver.di fordert Absicherungen per Tarifvertrag und Regelungen zur Mitbestimmung bei HHLA

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ver.di fordert Absicherungen per Tarifvertrag und Regelungen zur Mitbestimmung bei HHLA

Hamburg, 06.11.2023 – 15:05

ver.di fordert Absicherungen per Tarifvertrag und Regelungen zur Mitbestimmung bei HHLA

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich gegen den Verkauf von HHLA-Anteilen an private Investoren ausgesprochen. Jedoch begrüßt die Gewerkschaft die Vereinbarungen zur Absicherung der Beschäftigten und drängt darauf, diese nun per Tarifvertrag abzusichern.

Kritische Themen sollen zusätzlich per Tarifvertrag geregelt werden

Im Business Combination Agreement (BCA), das zwischen HHLA, MSC und der Stadt Hamburg geschlossen wurde, sind wichtige kritische Themen enthalten, die aus Sicht von ver.di eine zusätzliche Absicherung per Tarifvertrag benötigen. Insbesondere bemängelt die Gewerkschaft die unzureichende Regelung der Mitbestimmung durch den Aufsichtsrat und fordert eine sofortige Änderung dieser Frage.

Intensive Gespräche zwischen ver.di und Verantwortlichen

Seit der Ankündigung des Verkaufs von HHLA-Anteilen an MSC haben zahlreiche Gespräche zwischen ver.di, den Betriebsräten, Vertrauensleuten, sowie den Senatoren Dressel und Leonhardt stattgefunden. In diesen wurden viele wichtige Fragen bearbeitet. Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, betont die erzielten Ergebnisse: “Dazu gehört beispielsweise, dass die Mehrheit der HHLA-Anteile bei der Stadt bleiben und dass betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Übernahme verboten sind. Zudem dürfen aufgrund des Anteilsverkaufs keine Änderungen oder Beendigungen von Betriebsvereinbarungen, Tarifverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen, insbesondere zu Arbeitsbedingungen, vorgenommen werden. Auch Zusagen zur Altersvorsorge dürfen nicht geändert werden. Des Weiteren ist vereinbart worden, dass wesentliche Tätigkeiten, die aktuell von HHLA-Mitarbeitern ausgeführt werden, nicht ausgelagert werden dürfen und die Anzahl der Beschäftigten, die den Geschäftsbetrieb der HHLA in Hamburg und Deutschland betreffen, nicht wesentlich verändert werden darf.”

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Langfristige Planungssicherheit durch Mindestdauer von 40 Jahren

Die Aufnahme dieser Regelungen in das BCA zeigt den Willen, sichere und gute Arbeitsplätze für die Beschäftigten zu erhalten. Durch die Mindestdauer von 40 Jahren in den Vereinbarungen mit MSC wird eine langfristige Planungssicherheit geschaffen. Um jedoch die Ansprüche der Beschäftigten verbindlich zu regeln, ist es nun dringend notwendig, einen Tarifvertrag zwischen ver.di und HHLA abzuschließen.

Kritik an fehlender Mitbestimmung auf Holding-Ebene

Ein kritischer Punkt bleibt die Frage der Mitbestimmung. Während diese auf HHLA-Ebene gesichert bleibt, fehlt diese Regelung auf der darüberliegenden Holding-Ebene. Christine Behle fordert, dass auch auf dieser Ebene eine paritätische Sicherung der Mitbestimmung im Interesse der Arbeitnehmer in einem Vertrag mit ver.di festgelegt wird.

Kontakt für Presseanfragen:
Martina Sönnichsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de
Website: www.verdi.de/presse

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9 Antworten

    1. Das ist eine sehr einseitige Sichtweise. Gewerkschaften spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Arbeitnehmerrechte und sorgen für faire Arbeitsbedingungen. Ohne sie könnten Unternehmen leicht Missbrauch betreiben.

  1. Also ich finde, dass diese Forderungen von ver.di total übertrieben sind! Wieso sollten die Mitarbeiter solche absurden Privilegien bekommen?

  2. Ich finde, Gewerkschaften sollten sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und nicht in die Unternehmensführung einmischen.

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